2014

Für den guten Zweck

Presseinformation vom 23.12.2014

Ob für den kranken Nachbarsjungen oder den Erhalt des örtlichen Tierheims: In den meisten Bundesländern ist es Privatpersonen erlaubt, Geldspenden zu sammeln. Sammler und Spender sollten jedoch Folgendes beachten.

Bild Nr. 1285, Quelle: Postbank
© Christian Jung

Download Bild-Datei (JPG, 460 KB)

Die Höhe der Geldspenden wird 2014 vermutlich einen neuen Rekord erreichen, so die Erhebung des Deutschen Spendenrats. Von Januar bis August wurden bereits rund 2,7 Milliarden Euro gespendet – und damit knapp fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Gerade zum Ende des Jahres greifen die Deutschen erfahrungsgemäß tief in die Tasche, um Gutes zu tun. Neben Kirchen und gemeinnützigen Organisationen sammeln auch zahlreiche Privatpersonen Gelder – und das immer häufiger über soziale Netzwerke. Nur noch in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Thüringen muss man eine Spendensammlung beim Amt genehmigen lassen. Alle anderen Bundesländer haben die entsprechenden Gesetze abgeschafft. Wer für sein Anliegen nicht mit einer Sammeldose durch die Fußgängerzone wandern will, dem bleibt der Aufruf zur Überweisung der Spende auf ein Bankkonto. "Für Privatpersonen ist es vorteilhaft, mit einer gemeinnützigen Organisation zu kooperieren, die ihr Girokonto für die Sammlungsaktion zur Verfügung stellt. Im Vorfeld wird mit ihr ein Kennwort vereinbart, das von den Spendern bei der Überweisung als Verwendungszweck angegeben wird. So lässt sich das Geld dem gewünschten Zweck zuordnen", erläutert Stefan Ludwig von der Postbank. "Spender erhalten nur dann eine Spendenbescheinigung und können die Sonderausgabe steuerlich geltend machen, wenn die Organisation vom Finanzamt als gemeinnützig anerkannt ist. Richtet der private Spendensammler ein eigenes privates Girokonto für Spenden ein oder funktioniert sein bestehendes Privatgirokonto um, darf er keine solche Bescheinigung nach amtlichem Muster des Finanzministeriums ausstellen." Er hat dann die Möglichkeit, die Spenden an eine gemeinnützige Organisation weiterzuleiten – und selbst eine Spendenbescheinigung zu erhalten. Dann muss er das gesammelte Geld nicht versteuern. Alternativ kann er zum Beispiel selbst einen Verein, eine GmbH oder Stiftung gründen und diese vom Fiskus als gemeinnützig anerkennen lassen. "In dem Fall sind zahlreiche Aspekte zu berücksichtigen und eine ausführliche rechtliche und steuerliche Beratung ist angeraten", so Stefan Ludwig. Für Spender ist es wichtig, eine seriöse, kompetente und gemeinnützige Organisation als Geldempfänger auszuwählen. "Unter den privaten Spendensammlern wird es wohl nur wenige "schwarze Schafe" geben, da diese Initiativen meist nur im unmittelbaren Bekanntenkreis verbreitet werden", erläutert Burkhard Wilke vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). "Allerdings können solche Sammelaufrufe über soziale Netzwerke im Internet neuerdings leicht sehr viel weiter verbreitet werden." Kennt man den Initiator des Aufrufs nicht persönlich, sollte man einem solchen Appell nur dann folgen, wenn die Empfängerorganisation eindeutig als seriös erkennbar ist, etwa durch das DZI-Spendensiegel. Zudem sollte man prüfen, ob die angegebene Kontonummer auch tatsächlich die Bankverbindung dieser Organisation ist. Eine ausführliche Spenderberatung sowie eine Liste aller Organisationen mit DZI-Spendensiegel finden Interessierte unter www.dzi.de/spenderberatung/das-spenden-siegel/liste-aller-spenden-siegel-­organisationen-a-z.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
Download JPG