2015
Schlaue Technik für smartes Wohnen
Das Smart Home ist schon heute für Millionen Bundesbürger Wohn-Realität. Der Trend geht zur Hightech-Ausstattung. Auch für altersgerechte Immobilien.
Hausbesitzer begeistern sich zunehmend für intelligentes Wohnen. Bereits jeder Siebte nutzt laut dem Hightech-Verband Bitkom einzelne Smart-Home-Anwendungen wie ferngesteuerte Steckdosen oder programmierbare Schalter. 82 Prozent der Bundesbürger sind laut dem Verband überzeugt, dass sich das intelligente Zuhause durchsetzen wird.
Die Akzeptanz wächst
Noch ist der Andrang auf technische Lösungen überschaubar. Aber wenn es um Komfort und Sicherheit geht, wächst die Bereitschaft, neue Techniken einzusetzen. Schon heute möglich: Rollläden, die sich bei Dämmerung von allein schließen, oder Garagentore, die eine Nachricht senden, wenn sie in Abwesenheit des Besitzers geöffnet werden. Sensoren bemerken sogar, wenn ein Bewohner stürzt, und alarmieren automatisch Hilfe. "Dank solch smarter Assistenzsysteme können auch ältere Menschen länger im eigenen Zuhause leben", erklärt Rüdiger Grimmert von BHW. Bisher sind nur zwei Prozent der Neubauten und ein Prozent der Bestandsgebäude vollständig "smart".
Heute schon an morgen denken
Im Fokus der Entwicklungen steht das intelligente Energieverbrauch-Management. Stromintensive Geräte wie Waschmaschinen sollen dann starten, wenn der Strom besonders günstig ist. Die Installation von Funkthermostaten an Heizkörpern, einer Rollladensteuerung sowie von Tür- und Fenstersensoren wird zukünftig im Vergleich zur Standardheizungsregelung bis zu 40 Prozent Energie sparen, so eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Bauphysik. "Baufamilien sollten zumindest die Voraussetzungen zur späteren Nachrüstung etwa durch Leerrohre vorsehen", rät Rüdiger Grimmert. Wer die smarte Technik erst in ein paar Jahren nutzen will, ist dann gut vorbereitet.

