Wer früher spart, hat später mehr

Presseinformation vom 13.05.2015

Auch mit einem geringen Einkommen lassen sich Anlageziele erreichen. Berufseinsteiger und Geringverdiener werden vom Staat besonders gefördert. Doch was tun, wenn das Einkommen – durch Krankheit oder Arbeitslosigkeit – zeitweilig ausfällt?

Auch kleine Sparraten summieren sich über die Jahre zu einem ansehnlichen finanziellen Polster
Bild Nr. 1295, Quelle: Postbank
© Viktor Cap

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Durchschnittlich 795 Euro Bruttogehalt erhält ein deutscher Auszubildender im Monat, so das Ergebnis einer Erhebung des Bundesinstituts für Berufsbildung. Damit sind finanziell kaum große Sprünge drin. Trotzdem lohnt es sich auch für Berufsstarter, regelmäßig Rücklagen zu bilden. "Für junge Menschen arbeiten die Zeit und der Zinseszins-Effekt", so Angelika Sosnowski von der Postbank. "Über Jahrzehnte werfen auch verhältnismäßig kleine Sparraten eine ordentliche Rendite ab." Zudem unterstützen der Staat und einige Arbeitgeber Sparer mit Geldgeschenken und Steuervorteilen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Zum Beispiel "Vermögenswirksame Leistungen" (VL): Dabei zahlt der Chef bis zu 480 Euro im Jahr auf einen VL-Sparvertrag, zum Beispiel einen Bausparvertrag oder einen Aktienfonds- oder Banksparplan. Der Anspruch darauf ist in zahlreichen Betriebsvereinbarungen, Arbeits- oder Tarifverträgen festgeschrieben. Liegt das zu versteuernde Einkommen des Arbeitnehmers unter 20.000 Euro, schießt der Staat zudem die Arbeitnehmersparzulage – immerhin bis zu 80 Euro im Jahr – hinzu. Ein Bausparvertrag lohnt sich noch mehr, wenn Sparer zusätzlich zu den VL mindestens 50 Euro im Jahr einzahlen. Dann steht ihnen die staatliche Wohnungsbauprämie in Höhe von 8,8 Prozent der Sparleistung (bei maximal 512 Euro im Jahr) zu. Voraussetzung ist, dass ihr zu versteuerndes Einkommen die Grenze von 25.600 Euro nicht übersteigt. Wer als unter 25-jähriger Berufsstarter einen nach Riester geförderten Vertrag abschließt, den belohnt der Staat einmalig mit einem Bonus von 200 Euro. Jährlich erhält der Sparer dann eine Förderung von 154 Euro, wenn er vier Prozent des Vorjahres-Bruttoeinkommens in den Vertrag fließen lässt. Berufsstarter, die noch kein Gehalt verdient haben, müssen 60 Euro einzahlen, um in den Genuss der Förderung zu kommen. Bei Familiengründung lohnt es sich dann richtig: Für ab 2008 geborene Kinder gibt es eine Zulage von 300 Euro pro Jahr. Sparverträge schön und gut. Doch was, wenn der Verdienst zeitweilig ausfällt? Etwa weil man nach der Ausbildung nicht übernommen wird oder weil eine Krankheit zu einer längeren Auszeit zwingt? "In diesen Fällen sollte man möglichst zeitnah das Gespräch mit seiner Bank suchen und gemeinsam eine individuelle Lösung finden", erklärt Angelika Sosnowski. Wer zum Beispiel einen Bausparvertrag abgeschlossen hat, kann die Sparrate reduzieren oder die Bausparsumme anpassen. Ein Riester-Vertrag lässt sich zeitweilig beitragsfrei stellen. Allerdings muss man für den entsprechenden Zeitraum auch auf jegliche Förderung verzichten. "Das Geld in einem Riester-Vertrag gehört zum sogenannten Schonvermögen. Wenn der Sparer Arbeitslosengeld II bezieht, kann er vom Staat nicht gezwungen werden, das Kapital aus diesem Vertrag zu entnehmen", so die Postbank Expertin.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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