2015

Postbank mit starkem Jahresauftakt 2015

Presseinformation vom 19.05.2015
  • Steigerung des Konzerngewinns auf 126 Millionen Euro
  • Weiterer Abbau der Bilanzsumme
  • Kundengeschäft zeigt sich solide und erfolgreich
  • Erfolge im Bereich Digitalisierung

Die Deutsche Postbank AG ist trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes erfolgreich in das Jahr 2015 gestartet. Im ersten Quartal 2015 erzielte sie einen Konzerngewinn in Höhe von 126 Millionen Euro (Vorjahr: 113 Millionen Euro / + 12 Prozent). Das Ergebnis vor Steuern lag trotz einmaliger, belastender Sondereffekte in Höhe von 51 Millionen Euro mit 135 Millionen Euro auf stabil-hohem Niveau (Vorjahr: 140 Millionen Euro). Im Zuge ihrer De-Risking-Strategie reduzierte die Postbank ihre Bilanzsumme im Vergleich zum Jahresende 2014 nochmals um 1,1 Prozent auf 153,7 Milliarden Euro.

Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Postbank: "Wir konnten die erfolgreiche Entwicklung des abgelaufenen Geschäftsjahres im ersten Quartal 2015 bestätigen. Dies ist vor dem Hintergrund des Niedrigzinsumfeldes und dem stetig wachsenden Aufwand für Regulierungsthemen ein sehr erfreuliches Ergebnis."

Basis des Erfolgs ist laut Strauß nach wie vor das stabile Geschäft mit den Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden in Deutschland: "Wir konnten erneut mit unseren Direktbank-Angeboten punkten. Der Geschäftsverlauf im Kreditgeschäft, etwa bei Ratenkrediten, in der Baufinanzierung und im Kreditgeschäft für Geschäfts- und Firmenkunden zeigt, dass wir über eine solide Geschäftsbasis verfügen und unsere Produkte in einem umkämpften Umfeld attraktiv sind."

Ein wichtiger Bestandteil des künftigen Geschäftserfolgs der Postbank wird die Digitalisierung und die mit ihr verbundenen Chancen sein. Bereits heute erzielt die Postbank hier stetige Zuwächse. Rund 100.000 Giro-Bestandskunden haben sich allein im ersten Quartal für eine Online-Kontoführung entschieden. Die Zahl der online eröffneten Girokonten konnte die Postbank im Vorjahresvergleich um rund 20 Prozent auf 37.000 steigern. Insgesamt konnte sie im ersten Quartal rund 120.000 neue Girokunden begrüßen. Mit 5,3 Millionen privaten Girokonten bleibt die Postbank unangefochten führender Anbieter im deutschen Markt.

Bei der privaten Baufinanzierung konnte die Bonner Bank im Neugeschäft um 30 Prozent auf rund 2,6 Milliarden Euro zulegen und unterstrich damit ihre Position als führender Baufinanzierer in Deutschland. Bei der Kreditvergabe an Unternehmen erzielte die Postbank einen Zuwachs von 413 Millionen Euro und lag damit 42 Prozent über Vorjahr. Das Ratenkreditneugeschäft blieb im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres mit 601 Millionen Euro (Vorjahr: 598 Millionen Euro) ebenfalls auf einem hohen Niveau.

Im Bauspargeschäft unter der Marke BHW erhöhten sich die Einlagen seit Jahresbeginn um etwa 0,5 Prozent auf rund 18,8 Milliarden Euro.

Erfolgsrechnung

Die Postbank erzielte im ersten Quartal 2015 einen Konzerngewinn in Höhe von 126 Millionen Euro (Vorjahr: 113 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 135 Millionen Euro, 5 Millionen Euro unter dem Vorjahreszeitraum. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde bereits im ersten Quartal die gesamte europäische Bankenabgabe für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von 23 Millionen Euro belastet. Im Vergleichsquartal 2014 war dagegen die deutsche Bankenabgabe mit nur einer anteiligen Belastung von 1 Millionen Euro für 2014 sowie einer Nachzahlung von 9 Millionen Euro für 2013 zu berücksichtigen. Zudem wurde das Ergebnis durch geringere Provisionserträge und verminderte Verwaltungsaufwendungen aus dem seit Jahresbeginn geltenden Vertragsbedingungen in der Zusammenarbeit mit der Deutschen Post mit 28 Millionen Euro belastet.

Die Gesamterträge blieben mit 893 Millionen Euro gegenüber 897 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum nahezu konstant. Grundlage hierfür war vor allem das trotz des schwierigen Marktumfelds stabile Zinsergebnis.

Der Zinsüberschuss stieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,2 Prozent bzw. 1 Million Euro auf 620 Millionen Euro. Der Anstieg ist vor allem auf einen spürbaren Rückgang der Zinsaufwendungen aufgrund von Fälligkeiten hochverzinslicher Papiere im Vorjahr zurückzuführen. Insgesamt wird der Zinsüberschuss durch das anhaltend niedrige Zinsniveau belastet, das für alle einlagenstarken Banken eine Herausforderung darstellt.

Das Handelsergebnis stieg von -3 Millionen Euro um 29 Millionen Euro auf 26 Millionen Euro. Die Schwankungen beruhen ursächlich auf marktbedingten Bewertungseffekten, u.a. aus Devisen und Derivaten. Das Ergebnis aus Finanzanlagen des ersten Quartals lag bei 29 Millionen Euro (erstes Quartal 2014: 15 Millionen Euro).

Der Provisionsüberschuss ging erwartungsgemäß um 48 Millionen Euro bzw. 18 Prozent auf 218 Millionen Euro spürbar zurück. Dies beruht einerseits auf dem Fortfall der externen Provisionserträge nach der Bündelung der Postbank Servicegesellschaften zum Ende des ersten Quartals 2014. Zudem sehen die seit Jahresbeginn geltenden Vertragsbedingungen bei der Zusammenarbeit mit der Deutschen Post geringere Provisionserträge und verminderte Verwaltungsaufwendungen vor. Per Saldo wurde das Ergebnis im ersten Quartal mit 28 Millionen Euro belastet. Diese Effekte konnten teilweise durch Erträge beim Ratenschutz und im Fondsgeschäft kompensiert werden.

Die Risikovorsorge stieg im ersten Quartal 2015 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert nur geringfügig um 2 Millionen Euro auf 54 Millionen Euro. Das Privatkundenkreditgeschäft mit seinem signifikanten Anteil an hoch besicherten deutschen Immobilienfinanzierungen profitiert anhaltend von den stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, insbesondere den anhaltend guten Bedingungen am deutschen Arbeitsmarkt.

Der Verwaltungsaufwand ging von 704 Millionen Euro im ersten Quartal 2014 auf 649 Millionen Euro zurück. Wesentlicher Grund für den Rückgang war wiederum die Bündelung der Servicegesellschaften im Konzern Deutsche Bank. Die Cost Income Ratio erhöhte sich von 79,1 Prozent im ersten Quartal 2014 auf 80,8 Prozent. Dieser Anstieg ist wesentlich auf technische Ursachen zurückzuführen, da sich bei einem nur geringen Rückgang der Gesamterträge und des Vorsteuerergebnisses die Zusammensetzung von Aufwendungen und Erträgen verändert hat, u.a. auch durch die Bündelung der Servicegesellschaften im Konzern Deutsche Bank.

Die Bilanzsumme der Postbank ging gegenüber dem Jahresende 2014 um 1,1 Prozent auf 153,7 Milliarden Euro zurück. Auf der Aktivseite der Bilanz spiegelt sich die fortgesetzte Strategie des De-Risking mit einer verstärkten Fokussierung auf Deutschland. Das Gesamtvolumen der Kundenforderungen erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2014 um 0,2 Milliarden Euro auf 98,2 Milliarden Euro.

Die harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1 Capital Ratio) ohne Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen (fully phased-in) lag bei unterstellter Anrechnung des Zwischengewinns für das erste Quartal 2015 konstant bei 10,5 Prozent (pro-forma Wert). Die gemeldete harte Kernkapitalquote ohne Anrechnung des Zwischengewinns lag bei 10,2 Prozent.

Ausblick

Im Hinblick auf den Geschäftsverlauf des Postbank Konzerns im Geschäftsjahr 2015 verweist die Postbank auf den detaillierten Prognosebericht des Geschäftsberichts 2014, der unverändert Gültigkeit besitzt.

Kontakt

Joachim Strunk

Joachim Strunk
Bereichsleiter Konzernkommunikation
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Abteilungsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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