2015

Nachlass: Was geschieht mit dem Bankkonto?

Presseinformation vom 20.05.2015

Ob Gemeinschafts- oder Einzelkonto: Dies müssen Hinterbliebene beachten, um die Bankgeschäfte des Verstorbenen regeln zu können.

Erben und bevollmächtigte Personen haben Zugriff auf das Bankkonto des Verstorbenen
Bild Nr. 1303, Quelle: Postbank
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Wenn ein Angehöriger verstirbt, gibt es viel zu regeln; Rechnungen bezahlen, Verträge kündigen und Überweisungen einstellen. Dazu ist es nötig, dass die Hinterbliebenen auf die Bankkonten des Verstorbenen zugreifen können. Als Erstes sollten sie die Bank über den Todesfall informieren. War der Verstorbene alleiniger Kontoinhaber, wird dieses Konto als sogenanntes Nachlasskonto geführt. Das bedeutet, dass Aufträge, die der Verschiedene zu Lebzeiten erteilt hat, weiterhin ausgeführt werden. Hinterbliebene haben aber nur Zugriff, wenn sie im Besitz einer entsprechenden Vollmacht oder ­Verfügungsberechtigung sind – das gilt auch für Ehepartner. "Liegen diese Dokumente nicht vor, muss man sich als Erbe ausweisen, um die Bankgeschäfte des Verstorbenen regeln zu können. Dies kann durch die Vorlage eines Erbscheins, eines Erbvertrags oder eines beglaubigten Testaments erfolgen", erklärt Anja Maultzsch von der Postbank. Zahlreiche Ehepaare führen ein gemeinsames Konto, bei dem beide Inhaber verfügungsberechtigt sind (sogenanntes Oder-Konto). Verstirbt ein Ehepartner, hat der Hinterbliebene weiterhin den vollen Zugriff auf das Konto. "Ein gemeinschaftliches Girokonto bei der Postbank kann durch den hinterbliebenen Ehepartner ohne Nachweis der Erbberechtigung nur dann fortgeführt werden, wenn es vor März 2008 eingerichtet wurde", erläutert Anja Maultzsch. "Wurde das Konto später eröffnet, muss er sich als Erbe ausweisen oder ein neues Konto eröffnen." Falls der Hinterbliebene über kein eigenes Bankkonto verfügt, sollte die Witwe oder der Witwer zeitnah ein eigenes Konto eröffnen, um zum Beispiel Mietzahlungen, Forderungen aus Rechnungen oder auch Sterbegeldzahlungen abwickeln zu können. Gut zu wissen: "Unter bestimmten Voraussetzungen bezahlt die Postbank die Bestattungskosten aus dem vorhandenen Guthaben des privaten Giro- oder Sparkontos des Verstorbenen, ohne dass die Vermögensnachfolge geklärt ist", erklärt Anja Maultzsch. "Die Erstattung ist gegen Gebühr und nur in einer Höhe von bis zu 5.000 Euro möglich. Dazu müssen die entsprechenden Rechnungen und Belege vorgelegt werden." Weiterführende Informationen rund um das Thema Nachlass und Erbe finden Interessierte in dem Postbank Ratgeber "Wichtige Informationen für Hinterbliebene" unter www.postbank.de/ratgeber-fuer-hinterbliebene. Konkrete Fragen zur Erbabwicklung beantworten Postbank Experten persönlich unter der Rufnummer 0800-1008904 (Montag bis Freitag 8–20 Uhr, Samstag 10–16 Uhr).

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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