2015

Postbank-Studie: Auch in München gibt es noch finanzierbare Immobilien

Presseinformation vom 19.06.2015
  • Riem lockt kinderlose Paare mit vergleichsweise günstigen Eigentumswohnungen
  • Familien mit ausreichend Eigenkapitel finden in Allach-Untermenzing finanzierbare Einfamilienhäuser
  • Kaufen ist teilweise die günstigere Alternative - in einigen Stadtteilen lassen sich 200 Euro pro Monat sparen

In kaum einer anderen deutschen Stadt sind die Preise für Immobilien so hoch wie in München. Trotzdem gibt es in der bayerischen Hauptstadt noch Stadtteile, wo Eigenheime für den Durchschnittsverdiener finanzierbar sind. In einigen Lagen sparen Immobilienkäufer sogar bis zu 200 Euro monatlich, wenn sie ihre Mietwohnung kündigen. Das zeigt die Analyse der Postbank-Studie "Wohnatlas 2015" für München. Darin wurden für Paare, Familien und Singles die jeweils attraktivsten Gegenden für einen Immobilienkauf ermittelt.

Kaufen vs. Miete in München
Quelle: Postbank

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Paare finden ihre Traumwohnung in Riem und Allach-Untermenzing

Kinderlose Paare, die eine 110 Quadratmeter große Eigentumswohnung im Stadtgebiet suchen, finden finanzierbaren Wohnraum in Riem. Dort beträgt die Finanzierungslast knapp 39 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Damit liegt sie unter der von Immobilienexperten empfohlenen Grenze von 40 Prozent. Bei der Finanzierung von Wohneigentum wird in der Regel Eigenkapital in Höhe von 20 Prozent des Kaufpreises vorausgesetzt.

Nur unwesentlich höher liegen die Finanzierungskosten für Paare im nordwestlichen Allach-Untermenzing. Dort müssen 41 Prozent des gemeinsamen Nettoeinkommens investiert werden. Etwas darüber liegt die Quote im südlichsten Münchner Stadtteil Solln (41,6 Prozent), in Teilen von Ramersdorf-Perlach (42 Prozent) und in Lochhausen (43,6 Prozent).

Finanzierbares Wohneigentum für Familien im Münchner Umland

Familien finden am ehesten in den umliegenden Kreisen Freising und Erding finanzierbares Wohneigentum. In Freising benötigen sie für ein 130 Quadratmeter Einfamilienhaus knapp 36 Prozent ihres Einkommens, für eine 110 Quadratmeter Eigentumswohnung nur 30,6 Prozent. In Erding sind Immobilien dieser Art für 38 Prozent finanzierbar. "Familien, die mehr Eigenkapital mitbringen, etwa durch eine Erbschaft, können auch in der Innenstadt ihren Traum vom eigenen Haus verwirklichen – am ehesten in Allach-Untermenzing oder Riem", sagt Christian Hesse von der Postbank Immobilien GmbH. In beiden Stadtteilen liegt die Finanzierungslast für ein 130 Quadratmeter Haus bei unter 49 Prozent.

Bei den derzeit niedrigen Zinsen ist der Kauf von Eigentumswohnungen in einigen Stadtteilen günstiger als das Mieten. Münchner können beim Erwerb einer 70-Quadratmeter-Wohnung im Lehel sogar 414 Euro im Monat sparen. Im Innenstadtviertel Au-Haidhausen beläuft sich die Ersparnis auf 232 Euro im Monat.

Konditionen bleiben auch bei steigenden Zinsen gut

Selbst wenn die Zinsen steigen sollten, bleiben Immobilien in einigen Stadtteilen Münchens - wie Laim und Moosach - noch finanzierbar. Das ändert sich erst, wenn der Zinssatz 3,2 Prozent erreicht. "Die Münchner haben in der derzeitigen Niedrigzinsphase gute Aussichten, ihr eigenes Zuhause nicht nur günstig finanzieren zu können, sondern im Vergleich zur Miete auch noch Geld zu sparen", so Immobilienexperte Christian Hesse.

Hintergrundinformationen zur Städteanalyse München im Rahmen der Studie "Postbank Wohnatlas 2015"

Für die Studie hat das Wirtschaftsinstitut Prognos aktuelle Einkommens- und Immobilienmarktdaten aus München ausgewertet, um für verschiedene Haushaltstypen die jeweilige Wohnkaufkraft zu ermitteln. Für jeden Haushaltstyp wurde ermittelt, in welchem Stadtteil passender Wohnraum in Bezug auf Immobilientyp und -größe zur Miete und zum Kauf bei einem ortstypischen mittleren Haushaltseinkommen bezahlbar ist.

Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Immobilienkauf die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen. Bei der Finanzierung von Wohneigentum wird eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent zugrunde gelegt, welche auch die angenommenen zehn Prozent Nebenkosten beim Immobilienkauf abdeckt.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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