2015

Postbank-Studie: In Kiel ist kaufen häufig günstiger als mieten

Presseinformation vom 19.06.2015
  • Selbst in beliebten Stadtteilen lassen sich beim Kauf 200 Euro pro Monat sparen
  • Viertel jenseits der City locken Familien mit günstigen Einfamilienhäusern

Gute Voraussetzungen für alle Kieler, die mit einem Eigenheim liebäugeln: Ob Wik, Ellerbek oder Suchsdorf – Durchschnittsverdiener können sich in fast allen Stadtteilen eine eigene Immobilie leisten. Oft bleiben bei der Finanzierung eines Eigenheims sogar bis zu 200 Euro im Monat mehr in der Tasche als bei der Miete. Das zeigt die Auswertung der Postbank-Studie "Wohnatlas 2015" für die Stadt Kiel. Dabei wurden für Singles, kinderlose Paare, Familien und Senioren die jeweils attraktivsten Kieler Stadtteile für einen Immobilienkauf ermittelt.

Kaufen vs. Miete in Kiel
Quelle: Postbank

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130-Quadratmeter-Häuser jenseits der City gut zu finanzieren

Familien finden außerhalb des Stadtkerns von Kiel in fast jedem Viertel bezahlbare Einfamilienhäuser mit 130 Quadratmetern. Wer etwas längere Anfahrtswege in Kauf nimmt, sollte sich in Elmschenhagen oder Suchsdorf umschauen. Wer dagegen lieber mit Blick zum Wasser wohnen möchte, sollte Wellingdorf oder Pries-Friedrichsort in Betracht ziehen. Hier müssen Paare mit einem Kind für ein 130-Quadratmeter-Haus nicht mehr als 35 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens aufwenden. Damit liegt die Finanzierungslast unter der von Experten empfohlenen Obergrenze von 40 Prozent.

Große Einfamilienhäuser gibt es im Kieler Süden

Auch für größere Familien bietet Kiel finanzierbaren Wohnraum. Für Paare mit zwei Kindern, die ein Haus mit mindestens 150 Quadratmetern suchen, sind die Stadtviertel im Süden (Meimersdorf, Moorsee, Rönne und Wellsee) und das südöstliche Elmschenhagen zu empfehlen. Nur in Pries-Friedrichsort übersteigt die Finanzierungslast mit über 46 Prozent die empfohlene Obergrenze. "Paare, die mehr als die standardmäßig zugrunde gelegten 20 Prozent Eigenkapital mitbringen, finden aber auch hier bezahlbaren Wohnraum", sagt Thomas Scheuer von der Postbank Immobilien GmbH in Kiel.

Singles werden rund um das Stadtzentrum fündig

Singles auf der Suche nach Eigentumswohnungen werden in Schleswig-Holsteins Hauptstadt ebenfalls fündig. Selbst in Teilen der beliebten Altstadt liegt die Finanzierungslast für den Kauf von 70-Quadratmeter-Wohnungen unter 40 Prozent. Auch in den Stadtteilen Neumühlen-Dietrichsdorf, Wik, Haasse, Ellerbek und Gaarden finden Alleinstehende bezahlbares Wohneigentum. Nur in Ravensberg, Brunswik und Düsternbrook müssen Singles über 51 Prozent ihres Haushaltsnettoeinkommens für den Kauf einer Immobilie aufwenden.

Mehr als 200 Euro Ersparnis beim Kauf

Bei den derzeitigen Finanzierungsbedingungen ist der Kauf von Eigentumswohnungen in vielen Kieler Stadtteilen deutlich günstiger als Mieten. "Vor allem in Wik und Gaarden können beim Erwerb einer 70-Quadratmeter-Wohnung mehr als 200 im Monat gespart werden", sagt Immobilienexperte Thomas Scheuer. In Ellerbek, Neumühlen-Dietrichsdorf, Hassee, Schreventeich, Suchstorf, Pries-Friedrichsort und Holtenau sind immerhin noch bis zu 200 Euro Ersparnis möglich.

Gute Zukunftsaussichten

Selbst wenn die Zinsen steigen sollten, bleiben Immobilien in Kiel finanzierbar. Außer in Ravensberg, Düsterbrook, Kronshagen und Russee sind 70-Quadratmeter-Wohnungen überall finanzierbar. Erst wenn der Zinssatz 5,2 Prozent erreicht, ist Mieten günstiger als Kaufen. "Da wir Zinsen in dieser Höhe aber nicht erwarten, haben die Kieler weiterhin gute Aussichten, ihr eigenes Zuhause nicht nur günstig zu finanzieren, sondern im Vergleich zur Miete auch noch Geld zu sparen", so Experte Scheuer.

Hintergrundinformationen zur Städteanalyse Kiel im Rahmen der Studie "Postbank Wohnatlas 2015"

Für die Studie hat das Wirtschaftsinstitut Prognos aktuelle Einkommens- und Immobilienmarktdaten aus Kiel ausgewertet, um für verschiedene Haushaltstypen die jeweilige Wohnkaufkraft zu ermitteln. Für jeden Haushaltstyp wurde untersucht, in welchem Stadtteil passender Wohnraum in Bezug auf Immobilientyp und -größe zur Miete und zum Kauf bei einem ortstypischen mittleren Haushaltseinkommen bezahlbar ist.

Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Immobilienkauf die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen. Bei der Finanzierung von Wohneigentum wird eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent zugrunde gelegt, welche auch die angenommenen zehn Prozent Nebenkosten beim Immobilienkauf abdeckt.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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