2015

Postbank-Studie: In Mainz können Immobilienkäufer richtig sparen

Presseinformation vom 25.06.2015
  • Im Westen haben Wohnungskäufer bis zu 317 Euro pro Monat mehr in der Tasche
  • Hechtsheim bietet Familien günstige Einfamilienhäuser
  • Singles finden günstige Eigentumswohnungen in Bretzenheim

Gute Voraussetzungen für alle Mainzer, die mit einem Eigenheim liebäugeln: Ob Bretzenheim, Gonsenheim oder Oberstadt – Durchschnittsverdiener können sich in fast allen Stadtteilen eine eigene Immobilie leisten. In vielen Lagen bleiben bei der Finanzierung eines Eigenheims sogar monatlich bis zu 300 Euro mehr in der Tasche als bei der Miete. Das zeigt die Auswertung der Postbank-Studie "Wohnatlas 2015" für Mainz. Dabei wurden für Paare, Familien und Singles die attraktivsten Gegenden für einen Immobilienkauf ermittelt.

Kaufen vs. Miete in Mainz
Quelle: Postbank

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Über 250 Euro Ersparnis beim Kauf

"Bei den derzeit günstigen Zinsen ist der Kauf von Eigentumswohnungen in vielen Mainzer Stadtteilen deutlich günstiger als Mieten. Vor allem in den Bezirken Bretzenheim und Oberstadt können beim Erwerb einer 70-Quadratmeter-Wohnung mehr als 250 Euro im Monat gespart werden", so lautet das Fazit von Markus Weis von der Postbank Immobilien GmbH. Bei 110-Quadradmeter-Wohnungen ist die Bilanz ähnlich: In Gonsenheim lassen sich sogar mehr als 400 Euro monatlich einsparen. Auch Bretzenheim, Finthen und Oberstadt bieten noch Kaufimmobilien, die monatlich im Vergleich zur Miete oft mehr als 300 Euro günstiger sind.

Hechtsheim und Mombach locken Familien mit Einfamilienhäusern

Familien finden in vielen Mainzer Bezirken bezahlbare Einfamilienhäuser mit 130 Quadratmetern. Immobilienexperten empfehlen bei der Finanzierung eine Obergrenze von 40 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens. In Hechtsheim und Mombach sind die Konditionen besonders gut: Hier müssen Familien für ein Haus nicht mehr als 32 Prozent des Haushaltseinkommens investieren. Auch die am Rhein gelegenen Bezirke Laubenheim und Weisenau bieten Immobilien in dieser Größe für 34 Prozent des verfügbaren Einkommens. Nur ganz zentral in der Altstadt und der Neustadt sind so gut wie keine Einfamilienhäuser auf dem Markt. Auch in Münchfeld sind rund um Universität, Bundesbank und Bahnhof kaum Häuser im Angebot. Markus Weis hat aber einen Tipp: „Im Gegensatz zu Singlewohnungen sind Häuser für Familien auch in den Bezirken Brais, Lerchenberg und Marienborn noch mit unter 35 Prozent des Nettoeinkommens zu finanzieren.“

Paare finden günstige Objekte in Gonsenheim und Oberstadt

Doppelverdiener können sich fast überall in Mainz eine Eigentumswohnung leisten. Im Durchschnitt liegt die Finanzierungsbelastung für 110-Quadratmeter-Wohnungen unter der 40 Prozent-Grenze.

Besonders günstig ist es in Gonsenheim. Hier werden in einigen Gebieten nur 22,4 Prozent des gemeinsamen Einkommens fällig. Der zweitgrößte Bezirk von Mainz, mit seinem schönen Renaissance-Rathaus, ist immer noch dörflich geprägt. Auch hier gibt es noch bezahlbare 110-Quadratmeter-Wohnungen für Paare. Genauso wie in den gut an Autobahn und S-Bahn angeschlossenen Gebieten Hechtsheim und Bretzenheim. Hier kommen Paare mit weniger als 30 Prozent ihres Nettoeinkommens aus.

Nur in der historischen Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen ist die Finanzierungslast auch für Doppelverdiener zu hoch. Fündig werden sie aber direkt nebenan: "Im Bezirk Oberstadt bleiben Paare meist unter 40 Prozent ihres monatlichen Einkommens. Wer mehr Eigenkapital als die standardmäßig zugrunde gelegten 20 Prozent mitbringt, hat auch in der Innenstadt die Chance auf seine Traumimmobilie", sagt Finanzierungsexperte Weis.

Bretzenheim bietet Eigentumswohnungen für Singles

Auch Alleinverdiener finden in Mainz bezahlbare Eigentumswohnungen. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung Kostet sie in Finthen weniger als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens. Besonders günstig ist Bretzenheim, hier sind nur knapp 31 Prozent nötig. Auch in Ebersheim und Hechtsheim kommen Singles mit rund 36 Prozent ihres Einkommens aus. Ganz im Norden sind Wohnungen im Ortsbezirk Mombach für unter 38 Prozent zu finanzieren. "Der aufstrebende Stadtteil hat neben Industrie auch ein Naherholungsgebiet und das Rheinufer zu bieten. Für Singles lohnt sich der Kauf. Sie habe rein rechnerisch monatlich 285 Euro mehr in der Tasche, wenn sie ihre Mietwohnung gegen Eigentum tauschen", sagt Markus Weis, Immobilienexperte für die Stadt Mainz.

Konditionen bleiben gut

Selbst falls die Zinsen ansteigen sollten, bleiben Immobilien in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt finanzierbar. Erst wenn der Zinssatz 4,7 Prozent erreicht, ist die Miete einer 70-Quadratmeter-Wohnung günstiger als der Kauf. Das gilt für das gesamte Stadtgebiet – nur in der Gegend rund um Lerchenberg in direkter Nachbarschaft des ZDF müssen Käufer noch schneller handeln. "Da wir Zinssätze in dieser Höhe aber mittelfristig nicht erwarten, haben die Mainzer weiter gute Aussichten, ihr eigenes Zuhause nicht nur günstig zu finanzieren, sondern im Vergleich zur Miete auch noch Geld zu sparen", sagt Fachmann Weis.

Hintergrundinformationen zur Städteanalyse Mainz im Rahmen der Studie "Postbank Wohnatlas 2015"

Für die Studie hat das Wirtschaftsinstitut Prognos aktuelle Einkommens- und Immobilienmarktdaten aus Mainz ausgewertet, um für verschiedene Haushaltstypen die jeweilige Wohnkaufkraft zu ermitteln. Für jeden Haushaltstyp wurde untersucht, in welchem Stadtteil passender Wohnraum in Bezug auf Immobilientyp und -größe zur Miete und zum Kauf bei einem ortstypischen mittleren Haushaltseinkommen bezahlbar ist.

Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Immobilienkauf die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen. Bei der Finanzierung von Wohneigentum wird eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent zugrunde gelegt, welche auch die angenommenen zehn Prozent Nebenkosten beim Immobilienkauf abdeckt.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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