2015

Postbank-Studie: In Potsdam ist kaufen oft günstiger als mieten

Presseinformation vom 25.06.2015
  • Selbst in beliebten Stadtteilen lassen sich beim Immobilienkauf 200 Euro pro Monat sparen
  • Kinderlose Paare finden Eigentumswohnungen im Norden der Stadt
  • Der Südosten lockt Singles mit bezahlbarem Wohnraum

Wer in Potsdam mit einem Eigenheim liebäugelt, hat vor allem im Norden der Stadt gute Karten. Ob Marquardt, Grube oder Bornstedt – Durchschnittsverdiener können sich hier die Wunschimmobilie leisten. In vielen Lagen bleiben bei der Finanzierung der eigenen vier Wände sogar monatlich bis zu 200 Euro mehr in der Tasche. Im Süden und Westen muss etwas mehr Geld in die Hand genommen werden. Das zeigt die Auswertung der Postbank-Studie "Wohnatlas 2015" für Potsdam. Dabei wurden für Singles, Paare und Familien die Gegenden ermittelt, in denen der Immobilienkauf am attraktivsten ist.

Kaufen vs. Miete in Postdam
Quelle: Postbank

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Paare finden im Norden und im Südosten günstige Wohnungen

Doppelverdiener können sich eine 110-Quadratmeter-Wohnung vor allem im Norden und Südosten leisten. In Marquardt, Fahrland und Groß Glienicke, den Stadtteilen im äußersten Norden, beträgt die Finanzierungslast durchschnittlich nur knapp 19 Prozent des gemeinsamen Nettoeinkommens. In Grube, Bornim, Bornstedt, Nedlitz und Sacrow können sich Paare diese Wohnung mit 31,3 Prozent ihres Nettoeinkommens finanzieren. In den südöstlichen Vierteln Stern und Drewitz liegt die Finanzierungslast bei 39,8 Prozent – und damit leicht unter der 40-Prozent-Marke, die Experten als Höchstgrenze für die Immobilienfinanzierung empfehlen. In Babelsberg erreicht die Finanzierungslast 40,7 Prozent. Im Zentrum und den angrenzenden Stadtteilen West und Wildpark müssen Immobiliensuchende etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Dort klettert die monatliche Belastung auf über 46 Prozent. „Paare, die mehr als die standardmäßig zugrunde gelegten 20 Prozent Eigenkapital mitbringen, können aber auch hier fündig werden“, sagt Elke Baum, Regionaldirektorin Baufinanzierung und Bausparen der Postbank Immobilien GmbH in Potsdam.

Im Gegensatz zu vielen anderen Städten haben Familien eine gute Chance, auch in der City von Potsdam bezahlbaren Wohnraum zu finden. Im Zentrum müssen Familien für Häuser mit 130 Quadratmetern knapp über 38 Prozent ihres Einkommens einkalkulieren, um ein passendes Objekt zu finanzieren. In Stern und Drewitz liegt die Finanzierungslast bei 40 Prozent. Wer günstiger wohnen möchte, der sollte sich im Norden umschauen. In Grube, Bornim, Bornstedt, Nedlitz und Sacrow kostet die Finanzierung unter 31 Prozent.

Große Einfamilienhäuser sind im Potsdamer Norden bezahlbar

Einfamilienhäuser mit mehr Wohnfläche sind für Familien mit zwei und mehr Kindern schwieriger zu finanzieren. Nur im Potsdamer Norden (Marquardt, Fahrland, Groß Glienicke) liegt die Finanzierungslast mit 39,8 Prozent noch unter der 40-Prozent-Marke. In Grube, Bornim, Bornstedt, Nedlitz und Sacrow steigt der Wert auf über 46 Prozent. „Familien, die über mehr Eigenkapital verfügen, etwa durch eine Erbschaft, können sich aber auch dort ihren Traum vom eigenen Haus verwirklichen“, sagt Immobilienexpertin Baum.

Auch Singles werden in Potsdam fündig

Auch Singles auf der Suche nach Eigentumswohnungen haben in der Landeshauptstadt Brandenburgs Erfolg bei der Wohnungssuche. Am geringsten ist die Finanzierungslast für 70-Quadratmeter-Wohnungen im Norden Potsdam. In Marquardt, Fahrland und Groß Glienicke müssen Singles 26,6 Prozent ihres Nettoeinkommens aufwenden. In Stern und Drewitz, den Vierteln an der Grenze zu Berlin, können Alleinstehende eine 70-Quadratmeter-Wohnung mit knapp über 32 Prozent ihres Nettoeinkommens finanzieren. In den Stadtvierteln Grube, Bornim, Bornstedt, Nedlitz und Sacrow liegt die Finanzierungslast bei unter 45 Prozent.

Mehr als 200 Euro Ersparnis beim Kauf

Bei den derzeitigen Finanzierungsbedingungen ist der Kauf von Eigentumswohnungen in vielen Stadtteilen außerhalb des Zentrums sogar deutlich günstiger als Mieten. Im Norden und Südosten Potsdams können beim Erwerb einer 70-Quadratmeter-Wohnung 200 Euro und mehr im Monat gespart werden. In Babelsberg, Waldstadt, West und Wildpark, Grube, Bornim, Bornstedt, Nedlitz, Sacrow sind immerhin bis zu 200 Euro Ersparnis möglich.

Konditionen bleiben gut

Selbst falls die Zinsen steigen sollten, bleiben Immobilien in Potsdam finanzierbar. Vor allem nördlich der City sind 70-Quadratmeter-Wohnungen günstig. Erst wenn der Zinssatz 4 Prozent erreicht, ist rein rechnerisch die Miete günstiger als ein Immobilienkauf. "Da wir diesen Zinssatz aber vorerst nicht erwarten, haben die Potsdamer weiterhin gute Aussichten, ihr eigenes Zuhause nicht nur günstig finanzieren zu können, sondern dabei auch noch Geld zu sparen", sagt Immobilienfachfrau Baum.

Hintergrundinformationen zur Städteanalyse Potsdam im Rahmen der Studie "Postbank Wohnatlas 2015"

Für die Studie hat das Wirtschaftsinstitut Prognos aktuelle Einkommens- und Immobilienmarktdaten aus Potsdam ausgewertet, um für verschiedene Haushaltstypen die jeweilige Wohnkaufkraft zu ermitteln. Für jeden Haushaltstyp wurde untersucht, in welchem Stadtteil passender Wohnraum in Bezug auf Immobilientyp und -größe zur Miete und zum Kauf bei einem ortstypischen mittleren Haushaltseinkommen bezahlbar ist.

Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Immobilienkauf die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen. Bei der Finanzierung von Wohneigentum wird eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent zugrunde gelegt, welche auch die angenommenen zehn Prozent Nebenkosten beim Immobilienkauf abdeckt.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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