2015

Postbank-Studie: In Magdeburg ist kaufen oft günstiger als mieten

Presseinformation vom 07.07.2015
  • Im Osten haben Wohnungskäufer bis zu 250 Euro pro Monat mehr in der Tasche
  • Rothensee bietet günstige Einfamilienhäuser für Familien
  • Singles finden Eigentumswohnungen in der Neustadt

Gute Chancen für alle Magdeburger, die mit einem Eigenheim liebäugeln: Ob Altstadt, Neustadt oder Sudenburg – Durchschnittsverdiener können sich in fast allen Stadtteilen eine eigene Immobilie leisten. In vielen Lagen bleiben bei der Finanzierung eines Eigenheims sogar monatlich mehr als 200 Euro zusätzlich in der Tasche. Das zeigt die Auswertung der Postbank-Studie "Wohnatlas 2015" für Magdeburg. Dabei wurden für Paare, Familien und Singles die attraktivsten Gegenden für einen Immobilienkauf ermittelt.

Kaufen vs. Mieten in Magdeburg
Quelle: Postbank

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Über 200 Euro Ersparnis beim Kauf

"Bei den derzeit günstigen Zinsen ist der Kauf von Eigentumswohnungen in vielen Magdeburger Stadtteilen deutlich günstiger als Mieten. Vor allem in den Vierteln Stadtfeld und Sudenburg können beim Erwerb einer 70-Quadratmeter-Wohnung mehr als 200 Euro im Monat gespart werden", sagt Wolfgang Kümpel, Leiter der DSL Bank in Magdeburg. Bei 110-Quadradmeter-Wohnungen ist die Bilanz ähnlich: Kaufen ist attraktiver als Mieten. In Bereichen des östlichen Stadtteils Ostelbien lassen sich damit sogar rund 250 Euro monatlich einsparen.

Rothensee und Ottersleben locken Familien mit günstigen Einfamilienhäusern

Familien finden in fast allen Magdeburger Bezirken bezahlbare Einfamilienhäuser mit 130 Quadratmetern. Im Durchschnitt liegt die Finanzierungslast nur bei knapp 26 Prozent des monatlichen Nettoeinkommens. Immobilienexperten empfehlen bei der Immobilienfinanzierung eine Obergrenze von 40 Prozent des monatlichen Haushaltsnettoeinkommens. Im nördlichen Rothensee und südwestlichen Ottersleben sind die Konditionen besonders gut: Hier müssen Familien für ein Haus nur 20,6 Prozent ihre Einkommens investieren. "Der Stadtteil Rothensee eignet sich mit seinem Vorstadtcharakter ausgezeichnet für Familien und ist gut an die Innenstadt angeschlossen", sagt Immobilienexperte Kümpel. Auch größere Familien, die ein Haus mit 195 Quadratmetern suchen, haben in Magdeburg Erfolg bei der Immobiliensuche. Besonders günstig ist es neben Rothensee auch in dem südlichen Stadtteil Salbke und dem angrenzenden Hopfengarten. Mit der Elbe und den Sohlener Bergen gibt es dort viele Freizeitmöglichkeiten für Groß und Klein.

Paare haben freie Auswahl – sogar in der Altstadt

Doppelverdiener können sich fast überall in der Landeshauptstadt eine Eigentumswohnung leisten. Selbst in der Altstadt mit ihren Gründerzeithäusern und dem imposanten Dom liegt die Finanzierungslast für eine 110-Quadratmeter-Wohnung im Durchschnitt nur bei 34,5 Prozent des gemeinsamen Nettoeinkommens.

Besonders günstig ist es in Ostelbien. Hier werden in einigen Gebieten nur 19,2 Prozent des Einkommens fällig. "Die niedrigen Preise des schönen grünen Stadtgebietes östlich der Elbe erklären sich durch die häufigen Überflutungen", sagt Kümpel. Doch auch in dem nordwestlich des Stadtkerns gelegenen Viertel Stadtfeld finden Paare noch bezahlbare 110-Quadratmeter-Wohnungen. Dort werden 21,5 Prozent des Haushaltseinkommens benötigt.

Neustadt und Sudenburg bieten Eigentumswohnungen für Singles

Auch Alleinverdiener finden in Magdeburg viele bezahlbare Eigentumswohnungen. Eine 70-Quadratmeter-Wohnung kostet sie selbst in der Neustadt weniger als 40 Prozent ihres Nettoeinkommens. Südlich des Zoologischen Gartens und unweit der Universität müssen Singles monatlich nur knapp 21 Prozent aufwenden. Besonders günstig ist es mit 18,3 Prozent des Nettoeinkommens im südwestlichen Stadtteil Ottersleben. Auch in Sudenburg können sich Singles ihren Immobilientraum verwirklichen. "Der aufstrebende Stadtteil mit seinen Gründerzeithäuser und Teilen alter Fabrikanlagen bietet gute Shoppingmöglichkeiten. Für Singles lohnt sich der Kauf. Sie haben rein rechnerisch monatlich 221 Euro mehr in der Tasche, wenn sie ihre Mietwohnung gegen Eigentum tauschen", so Immobilienexperte Kümpel.

Konditionen bleiben gut

Selbst bei steigenden Zinsen bleiben Immobilien in Magdeburg finanzierbar. Erst wenn der Zinssatz 6,7 Prozent erreicht, ist die Miete einer 70-Quadratmeter-Wohnung günstiger als der Kauf. Das gilt für das gesamte Stadtgebiet - nur in der Altstadt müssen Käufer schneller handeln. Hier ist bis zu einem Zinssatz von 3,5 Prozent der Kauf rentabler. „Da wir Zinssätze in dieser Höhe mittelfristig nicht erwarten, haben die Magdeburger weiter gute Aussichten, ihr eigenes Zuhause nicht nur günstig zu finanzieren, sondern im Vergleich zur Miete auch noch Geld zu sparen“, so Fachmann Kümpel.

Hintergrundinformationen zur Städteanalyse Magdeburg im Rahmen der Studie "Postbank Wohnatlas 2015"

Für die Studie hat das Wirtschaftsinstitut Prognos aktuelle Einkommens- und Immobilienmarktdaten aus Magdeburg ausgewertet, um für verschiedene Haushaltstypen die jeweilige Wohnkaufkraft zu ermitteln. Für jeden Haushaltstyp wurde untersucht, in welchem Stadtteil passender Wohnraum in Bezug auf Immobilientyp und -größe zur Miete und zum Kauf bei einem ortstypischen mittleren Haushaltseinkommen bezahlbar ist.

Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Immobilienkauf die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen. Bei der Finanzierung von Wohneigentum wird eine Eigenkapitalquote von 20 Prozent zugrunde gelegt, welche auch die angenommenen zehn Prozent Nebenkosten beim Immobilienkauf abdeckt.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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