2015

Stadt oder Land? Stadtrand!

Presseinformation vom 14.07.2015

Immer mehr Deutsche streben in die Städte. Doch wer eine Immobilie erwerben will, favorisiert meist den Stadtrand. Das zeigt jetzt eine Studie von BHW. 47 Prozent würden am liebsten dort bauen oder kaufen.

Im Herzen einer Großstadt eine Wohnung erwerben? Oder das lang ersehnte Familiendomizil lieber auf dem Land bauen? Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Fast jeder zweite Bundesbürger würde eine Immobilie am liebsten in einem Vorort erwerben. Nur elf Prozent würden sich – bei freier Wahl des Standortes – für die Innenstadtlage entscheiden. Sogar ein Refugium in völliger Abgeschiedenheit bevorzugen mehr Deutsche: 16 Prozent. Für 25 Prozent stellt ein Dorf die beste Alternative für die eigenen vier Wände dar.

Die Preisfrage

"Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten sollte jeder Erwerbswillige ehrlich kalkulieren", rät Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter von BHW. "Der Zweitwagen etwa gehört unbedingt in eine langfristige Kostenbetrachtung, nicht nur die Grundstücks- und Baupreise." In den Ballungsgebieten sind die Immobilienkosten deutlich gestiegen. Dafür legen Hausbesitzer auf dem Land weite Wege zurück und sind abhängig vom Ölpreis. Zum Arbeitsplatz und zur Musikschule der Kinder müssen sie oft in die City. Da bietet sich die Vorstadt als guter Kompromiss an. "Auch in Sachen Mobilität punkten Wohnviertel am Stadtrand – mit meist guten Bahnanbindungen", so Koschate.

Junge Stadtverweigerer

Junge Leute werden geradezu magisch von den Chancen der Großstädte angezogen. Aber auch für unter 30-Jährige gilt laut Studie: Für den Fall eines Immobilienerwerbs entscheiden sich nur zehn Prozent für die City, aber 54 Prozent fürs Wohnen am Stadtrand. Am beliebtesten ist die Innenstadt mit 14 Prozent bei den 40- bis 49-Jährigen.

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Rüdiger Grimmert

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Tim Rehkopf

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