2015

Postbank-Studie: In Bayern lohnt sich der Immobilienkauf

Presseinformation vom 03.09.2015

Bayern bietet bundesweit die besten Chancen auf Wertsteigerungen bei Immobilien • Neun Regionen aus dem Freistaat unter den deutschen Top Ten

Wohneigentum ist auch in Bayern in den meisten Regionen bezahlbar. So lautet das Fazit einer aktuellen Studie der Postbank. In 90 von insgesamt 96 Landkreisen und kreisfreien Städten, von Coburg bis Rosenheim, finden Durchschnittsverdiener eine finanzierbare 70-Quadratmeter-Wohnung. Eine Eigentumswohnung mit 110 Quadratmetern ist immerhin in fast der Hälfte der Regionen  bezahlbar. Trotz der zum Teil hohen Preise lohnt sich die Investition: In drei von vier Kreisen des Freistaates gibt es für Immobilienbesitzer gute Chancen auf Wertsteigerung.

Keine überhitzten Immobilienmärkte in den Städten

In fast allen Städten Bayerns, darunter Augsburg, Nürnberg und Würzburg, können Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen bezahlbare 70 Quadratmeter-Wohnungen finden. Hier beträgt die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Nettoeinkommens. Das ist die Obergrenze, die Experten beim Immobilienkauf empfehlen. In der Landeshauptstadt München ist es allerdings deutlich teurer. Auch in Regensburg müssen Käufer mit knapp 45 Prozent ihres Budgets tiefer in die Tasche greifen.

Außerhalb der Städte können Durchschnittsverdiener durchaus auch bei größeren Wohnungen fündig werden. In fast der Hälfte der bayerischen Regionen gibt es 110-Quadratmeter-Wohnungen, die unter der 40-Prozent-Marke finanzierbar sind. Das gilt beispielsweise auch für die beliebten Landkreise Augsburg und Regensburg. Im Speckgürtel Münchens müssen Immobilienkäufer deutlich tiefer in die Tasche greifen. Allerdings gibt es im Landkreis Erding noch Immobilien, die nur leicht über der empfohlenen Grenze liegen. „Wer etwas mehr Erspartes zur Verfügung hat, kann auch hier noch eine stadtnahe, finanzierbare Wohnung finden“, sagt Christian Hesse, Regionaldirektor Marktbereich Süd/Ost bei der Postbank Immobilien GmbH.

Immobilien gewinnen fast überall an Wert

Beim Immobilienkauf spielen nicht nur die Finanzierungskosten, sondern auch die Aussicht auf Wertsteigerung eine zentrale Rolle. Und hier steht der Freistaat blendend da. Drei von vier Kreisen und kreisfreien Städten bieten bis 2030 die Chance auf eine gute oder sogar sehr gute Wertentwicklung bei Immobilien. Neun der zehn Regionen mit den besten Zukunftsaussichten in Deutschland liegen in Bayern, darunter die Landkreise Ebersberg, Erding, Freising und Landsberg am Lech. Kein Wunder also, dass unter den deutschen Top-15 in Sachen Wertentwicklung fast nur bayrische Regionen zu finden sind. Einzig der Kreis Breisgau-Hochschwarzwald (Baden-Württemberg) schafft es auf Platz zehn.

Spitzenreiter ist der Landkreis München. Er führt das Ranking bei allen untersuchten Zukunftsfaktoren, wie Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und sozialer Lage souverän an. „Wer hier ein Haus oder eine Wohnung kauft, hat fast überall die Chance, später wieder mit Gewinn zu verkaufen. Das macht Immobilien in Bayern selbst angesichts der relativ hohen Preise zu einer lohnenden Investition“, sagt Christian Hesse. München selbst erreicht in diesem Jahr jedoch nur noch Rang 23. Die Landeshauptstadt verliert damit im Vergleich zur Vorjahreserhebung ganze 21 Plätze. Grund: Die immer noch steigenden Immobilienpreise machen eine Investition in „Betongold“ zunehmend unattraktiver. 110-Quadratmeter-Wohnungen und 130-Quadratmeter-Häuser sind für Durchschnittsverdiener nicht finanzierbar. Selbst für eine 70 Quadratmeter-Wohnung wäre mehr als die Hälfte des Nettoeinkommens nötig.

Immobilien-Top-Ten in Bayern
Regionen mit dem besten Wertsteigerungspotenzial
  1. Landkreis München
  2. Landkreis Ebersberg
  3. Landkreis Freising
  4. Landkreis Erding
  5. Landkreis Landsberg am Lech
  6. Landkreis Dachau
  7. Landkreis Starnberg
  8. Landkreis Fürstenfeldbruck
  9. Landkreis Rosenheim
  10. Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm

Landkreis Hof mit der größten Wohnkaufkraft

Wer in Bayern Hausbesitzer werden möchte, hat ebenfalls gute Chancen. In zwei von drei bayerischen Kreisen und Städten können sich Haushalte mit mittlerem Einkommen ein 130 Quadratmeter großes Haus leisten, zum Beispiel in Ansbach, Passau und Schweinfurt.
Zu den Gegenden, in denen sogar für Haushalte mit geringerem Einkommen größere Häuser erschwinglich sind, zählen die Landkreise Hof, Kronach und Wunsiedel im Fichtelgebirge. Hier bekommen Familien viel Wohnfläche für ihr Geld. Der Kaufpreis liegt bei unter 1.000 Euro pro Quadratmeter. „Auch die Landkreise Passau und Schwandorf liegen unter dem bayernweiten Durchschnittspreis und bieten gute Zukunftsaussichten durch eine positive Wertentwicklung“, sagt Postbank-Immobilienexperte Alfons Höcht, Direktor der Region Regensburg bei der Postbank Immobilien GmbH.

Hintergrundinformationen zur Postbank-Studie „Wohneigentum 2015“

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat für die Postbank die Wohnkaufkraft in 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten ermittelt. Für verschiedene Einkommensgruppen und Wohnungs-/Hausgrößen wurde untersucht, in welchen Regionen Deutschlands Wohnraum zur Miete und zum Kauf bezahlbar ist. Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Kauf die Finanzierungslast – bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent – maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen.

In einem zweiten Teil der Postbank-Studie wurden die Zukunftschancen aller 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und in den Index Werthaltigkeit Immobilien 2030 übertragen. Der Index besteht aus makro- und sozioökonomischen Indikatoren des Prognos Zukunftsatlas 2014 sowie weiteren regional erhobenen Kennzahlen wie dem Wanderungssaldo, der Leerstandsquote, der Zahl der Transferleistungsempfänger und Verbraucherinsolvenzen sowie einer Bevölkerungsprognose, einer Prognose zum Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung sowie der Arbeitsplatzdichte.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
Download JPG

Kontakt

Rüdiger Grimmert

Rüdiger Grimmert
Pressesprecher
presse@postbank.de
Download JPG