2015

Postbank-Studie: Baden-Württemberg ist Land für Häuslekäufer

Presseinformation vom 10.09.2015

110-Quadratmeter-Wohnung in jedem zweiten Kreis finanzierbar • Karlsruhe besticht durch finanzierbare Immobilien mit exzellenten Wertsteigerungschancen

Wohneigentum ist in Baden-Württemberg in vielen Regionen bezahlbar. Das ist das Fazit einer aktuellen Postbank-Studie. Auch Durchschnittsverdiener finden in fast überall, vom Main-Tauber-Kreis bis Waldshut, eine finanzierbare 70-Quadratmeter-Wohnung. Eine Eigentumswohnung mit 110 Quadratmetern ist in mehr als der Hälfte der Regionen finanzierbar. Auch in Sachen Wertsteigerungschancen kann sich der Südwesten sehen lassen. Breisgau-Hochschwarzwald zählt bundesweit zu den zehn Topregionen für werthaltige Immobilien.

Keine überhitzten Immobilienmärkte in den kreisfreien Städten

In vielen Städten Baden-Württembergs gibt es für Haushalte mit durchschnittlichem Einkommen bezahlbare Wohnungen mit 70 Quadratmetern Wohnfläche. Im Umland von Pforzheim, Heilbronn, Mannheim und Karlsruhe beträgt die Finanzierungslast weniger als 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Damit liegt sie unter der von Experten empfohlenen Belastungsgrenze. Selbst die Landeshauptstadt Stuttgart und das wohlhabende Baden-Baden bleiben unterhalb dieser Marke. Nur in Freiburg wird es knapp mit 42 Prozent des Einkommens etwas teurer für Immobilienkäufer. „Wer etwas Geld in Reserve hat, kann sich aber auch mit einem durchschnittlichen Einkommen Wohneigentum in allen Großstädten leisten“, sagt Maurice Buonodono, Leiter der DSL Bank Stuttgart.

Kreis Freudenstadt mit der größten Wohnkaufkraft für Häuser

Wer von einem eigenen Haus träumt, wird im deutschen Südwesten ebenfalls fündig. Für Durchschnittsverdiener ist in fast jedem dritten Land- oder Stadtkreis Baden-Württembergs der Kauf eines 130-Quadratmeter-Hauses finanzierbar. Die Gegenden mit der größten Wohnkaufkraft sind dabei der Landkreis Freudenstadt, der Neckar-Odenwald-Kreis und der Zollernalbkreis.

Hochschwarzwald schlägt Stuttgart in Sachen Zukunftschance

Neben den Finanzierungskosten spielt die Aussicht auf Wertsteigerung eine zentrale Rolle beim Immobilienkauf. Auch hier können sich viele Regionen in Baden-Württemberg sehen lassen. „42 von 44 Kreisen bieten gute bis exzellente Chancen, die Immobilie später mit Gewinn zu verkaufen. Das gilt vor allem für die Speckgürtel von Freiburg, Stuttgart und Karlsruhe“, erläutert Maurice Buonodono.

Die besten Wertsteigerungschancen für Immobilien bietet der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. In Summe aller untersuchten Faktoren, wie Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und soziale Lage liegt die Region nahe Freiburg an der Spitze des Rankings. Auch im deutschlandweiten Vergleich kann sich der Hochschwarzwald sehen lassen und belegt den zehnten Platz.

Immobilien-Top-Ten in Baden-Württemberg
Regionen mit dem besten Wertsteigerungspotenzial
  1. Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
  2. Bodenseekreis
  3. Landkreis Emmendingen
  4. Landkreis Ludwigsburg
  5. Landkreis Karlsruhe
  6. Landkreis Böblingen
  7. Landkreis Tübingen
  8. Stuttgart
  9. Landkreis Ravensburg
  10. Landkreis Heilbronn

Bezahlbare und werthaltige Immobilien in Karlsruhe und im Hohenlohekreis

Den besten Mix aus Finanzierungslast und Werthaltigkeit für eine Eigentumswohnung von 110 Quadratmetern bietet Karlsruhe. „Durchschnittsverdiener bleiben mit einer durchschnittlichen Belastung von 38 Prozent deutlich unter der empfohlenen Maximalgrenze. Gleichzeitig sind die Zukunftsfaktoren im Landkreis so gut, dass Käufer beste Chancen haben, ihre Immobilie später mit Gewinn zu verkaufen“, so Experte Buonodono. Immerhin liegt die zweitgrößte Stadt des Landes deutschlandweit auf Platz 28 im Werthaltigkeitsranking. Buonodono: „Eine derart günstige Kombination aus geringen Finanzierungskosten und guter Werthaltigkeit finden Käufer in Baden-Württemberg sonst nur noch im Hohenlohekreis.“

Hintergrundinformationen zur Postbank-Studie „Wohneigentum 2015“

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat für die Postbank die Wohnkaufkraft in 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten ermittelt. Für verschiedene Einkommensgruppen und Wohnungs-/Hausgrößen wurde untersucht, in welchen Regionen Deutschlands Wohnraum zur Miete und zum Kauf bezahlbar ist. Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Kauf die Finanzierungslast – bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent – maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen.

In einem zweiten Teil der Postbank-Studie wurden die Zukunftschancen aller 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und in den Index Werthaltigkeit Immobilien 2030 übertragen. Der Index besteht aus makro- und sozioökonomischen Indikatoren des Prognos Zukunftsatlas 2014 sowie weiteren regional erhobenen Kennzahlen wie dem Wanderungssaldo, der Leerstandsquote, der Zahl der Transferleistungsempfänger und Verbraucherinsolvenzen sowie einer Bevölkerungsprognose, einer Prognose zum Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung sowie der Arbeitsplatzdichte.

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