2015

Postbank-Studie: Hier lohnt sich der Immobilienkauf in Hessen

Presseinformation vom 10.09.2015

110-Quadratmeter-Wohnung in jedem zweiten Kreis finanzierbar • Wiesbaden besticht durch exzellente Wertsteigerungschancen

Wohneigentum ist in Hessen in vielen Regionen bezahlbar. Das ist das Fazit einer aktuellen Postbank-Studie. In allen 26 Kreisen, von Kassel bis zum Landkreis Bergstraße, finden auch Durchschnittsverdiener eine finanzierbare 70-Quadratmeter-Wohnung. Eine 110 Quadratmeter große Eigentumswohnung ist in der Hälfte aller Regionen bezahlbar. Auch bei den Wertsteigerungschancen kann sich Hessen sehen lassen. So kann Wiesbaden dabei mit besonders guten Bedingungen für werthaltige Immobilien punkten.

Mittelgroße Stadtwohnungen in ganz Hessen erschwinglich

In allen fünf kreisfreien Städte Hessens gibt es bezahlbare Wohnungen mit 70 Quadratmetern Wohnfläche. Selbst in Frankfurt am Main beträgt die Finanzierungslast unter 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Das ist die von Experten empfohlene Belastungsgrenze. Größere Wohnungen sind in den Städten schwieriger zu finanzieren. Im Norden Hessens gibt es aber auch hier noch Chancen. „Wer in Kassel etwas mehr Erspartes zur Verfügung hat, kann mit einem mittleren Einkommen sogar eine finanzierbare 110-Quadratmeter-Eigentumswohnung finden“, sagt Marcel Klawitter, Finanzierungsspezialist bei der Postbank in Kassel. Nur in Frankfurt ist der Immobilienmarkt für Durchschnittsverdiener schwierig. „Vergleicht man die Situation mit anderen Großstädten wie München, ist die Lage allerdings längst nicht so überhitzt“, so Marcel Klawitter.

Wiesbaden mit besseren Zukunftswerten für Immobilien als Frankfurt

Neben den Finanzierungskosten spielt die Aussicht auf Wertsteigerung eine zentrale Rolle beim Immobilienkauf. Auch hier überzeugen viele Regionen Hessens. Im Einzugsbereich Frankfurts bietet beispielsweise der Landkreis Groß-Gerau exzellente Wertsteigerungsaussichten und schafft es an die Spitze der Topregionen Hessens. Auch der Main-Taunus-Kreis und der Hochtaunuskreis im Speckgürtel der Mainmetropole bleiben attraktiv. Rund um Darmstadt finden sich Immobilien, deren Wert voraussichtlich steigen wird. Die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Offenbach sind beide unter den Top-Ten Hessens zu finden.

Einen Spitzenplatz in Sachen Werthaltigkeit belegt Wiesbaden. Bei allen untersuchten Zukunftsfaktoren wie Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation, sowie Wohlstand und soziale Lage sticht die Landeshauptstadt hervor. Im bundesweiten Ranking aller 402 Kreise und kreisfreien Städte landet Wiesbaden immerhin auf Platz 77 und bietet damit ähnlich gute Aussichten für werthaltigen Wohnraum wie Berlin (79) und Düsseldorf (75). „Die Wohnkaufkraft in Wiesbaden - also die Immobilienpreise im Verhältnis zum regionalen Einkommensniveau - ist hoch. Aufgrund der exzellenten Aussichten, die Immobilie später mit Gewinn zu verkaufen, kann sich der Schritt zum Eigenheim hier rechnen“, sagt Markus Scholler, Finanzierungsexperte der Postbank in Wiesbaden.

Immobilien-Top-Ten in Hessen
Regionen mit dem besten Wertsteigerungspotenzial
  1. Main-Taunus-Kreis
  2. Landkreis Groß-Gerau
  3. Hochtaunuskreis
  4. Landkreis Darmstadt-Dieburg
  5. Offenbach am Main
  6. Wiesbaden
  7. Landkreis Offenbach
  8. Wetteraukreis
  9. Main-Kinzig-Kreis
  10. Frankfurt am Main

Hersfeld-Rotenburg mit der größten Wohnkaufkraft

Wer vom eigenen Haus träumt, wird in Hessen ebenfalls fündig. Für Haushalte mit einem durchschnittlichen Nettoeinkommen ist in 15 von 26 Land- oder Stadtkreisen der Kauf eines 130-Quadratmeter-Hauses finanzierbar. Dazu zählen der Odenwaldkreis, die Landkreise Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Marburg-Biedenkopf sowie der Vogelsbergkreis. Auch in Fulda und Kassel ist ein Haus mit 130 Quadratmetern für Normalverdiener erschwinglich.

Den meisten Wohnraum für ihr Geld bekommen Hauskäufer im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Im nordöstlichen „Waldhessen“ kostet ein Quadratmeter Einfamilienhaus durchschnittlich 808 Euro. Im Schnitt des gesamten Bundeslandes sind es etwa 1.845 Euro. Unter diesem hessenweiten Schnitt liegt beispielsweise auch ein 130-Quadratmeter-Haus im Odenwaldkreis. „Hier finden Käufer mit durchschnittlichen Einkommen nicht nur bezahlbare Immobilien, sondern haben gleichzeitig gute Aussichten auf eine Wertsteigerung“, erläutert Postbank-Finanzierungsspezialist Jens Lotz aus Darmstadt.

Hintergrundinformationen zur Postbank-Studie „Wohneigentum 2015“

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat für die Postbank die Wohnkaufkraft in 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten ermittelt. Für verschiedene Einkommensgruppen und Wohnungs-/Hausgrößen wurde untersucht, in welchen Regionen Deutschlands Wohnraum zur Miete und zum Kauf bezahlbar ist. Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Kauf die Finanzierungslast – bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent – maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen.

In einem zweiten Teil der Postbank-Studie wurden die Zukunftschancen aller 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und in den Index Werthaltigkeit Immobilien 2030 übertragen. Der Index besteht aus makro- und sozioökonomischen Indikatoren des Prognos Zukunftsatlas 2013 sowie weiteren regional erhobenen Kennzahlen wie dem Wanderungssaldo, der Leerstandsquote, der Zahl der Transferleistungsempfänger und Verbraucherinsolvenzen sowie einer Bevölkerungsprognose, einer Prognose zum Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung sowie der Arbeitsplatzdichte.

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