2015

Postbank-Studie: Nordrhein-Westfalen ist ein gutes Pflaster für Immobilienkäufer

Presseinformation vom 22.09.2015
  • 110-Quadratmeter-Wohnung fast überall finanzierbar
  • Heinsberg besticht durch günstige Preise und gute Wertsteigerungschancen

Wohneigentum ist in Nordrhein-Westfalen bezahlbar - nicht nur für Topverdiener. Das zeigt eine aktuelle Postbank-Studie. In allen 53 Kreisen und Städten, von Steinfurt bis Euskirchen, finden auch Haushalte mit durchschnittlichem Nettoeinkommen eine finanzierbare 70-Quadratmeter-Wohnung. Eine Wohnung mit 110 Quadratmetern ist in sieben von zehn Regionen für Durchschnittsverdiener bezahlbar. Auch in Sachen Wertsteigerungschancen kann sich NRW sehen lassen. Bonn zählt bundesweit zu den 50 Topregionen für werthaltige Immobilien.

Keine überhitzten Immobilienmärkte in den Städten

In vielen Städten Nordrhein-Westfalens gibt es für Haushalte mit durchschnittlichen Nettoeinkommen bezahlbare Wohnungen mit 70 Quadratmetern Wohnfläche. In Bonn, Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen liegt die Finanzierungslast deutlich unter der maximal empfohlenen Marke von 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. Und selbst in Düsseldorf, Köln und Münster werden nur etwas mehr als 40 Prozent des Einkommens für die Stadtwohnung fällig. Sollen es 110 Quadratmeter Eigentum werden, liegen Bochum, Dortmund und Oberhausen allerdings knapp über der empfohlenen Belastungsgrenze. "Verglichen mit München, Hamburg und Berlin ist der Immobilienmarkt in den Ruhrgebiets-Metropolen längst nicht so überhitzt. Wer etwas Erspartes zur Verfügung hat, kann sich hier auch mit einem mittleren Einkommen Wohneigentum erlauben", sagt Jürgen Pütz, Marktbereichsleiter West bei der Postbank Finanzberatung in Düsseldorf.

Bonn mit besseren Zukunftswerten als Düsseldorf

Neben den Finanzierungskosten spielt die Aussicht auf Wertsteigerung eine wichtige Rolle beim Immobilienkauf. Auch hier können sich viele NRW-Regionen sehen lassen, nicht nur die Hotspots wie Düsseldorf und Köln. Die besten Wertsteigerungschancen bietet Bonn. Bei allen untersuchten Zukunftsfaktoren wie Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und sozialer Lage kann die Stadt am Rhein souverän punkten. Im bundesweiten Ranking landet Bonn sogar auf Platz 36 und bietet damit ähnlich gute Aussichten für werthaltigen Wohnraum wie Stuttgart (33). Düsseldorf landet nur auf Rang 75. "Zwar sind Immobilien in Bonn vergleichsweise teuer, aber aufgrund der Chance, die Immobilie später mit Gewinn zu verkaufen, kann sich der Schritt zum Eigenheim hier dennoch rechnen", so Jürgen Pütz.

Immobilien-Top-Ten:

NRW-Regionen mit dem besten Wertsteigerungspotenzial

  1. Bonn
  2. Rhein-Sieg-Kreis
  3. Köln
  4. Münster
  5. Düsseldorf
  6. Rhein-Erft-Kreis
  7. Gütersloh
  8. Städteregion Aachen
  9. Paderborn
  10. Kreis Heinsberg

Kreis Höxter mit der größten Wohnkaufkraft

Wer von einem eigenen Haus träumt, wird ebenfalls fündig. Für Durchschnittsverdiener ist in jedem dritten Kreis in Nordrhein-Westfalen der Kauf eines 130-Quadratmeter-Einfamilienhauses finanzierbar. Dazu zählen die Landkreise Gütersloh, Paderborn und Warendorf. Am günstigsten ist es aber im Landkreis Höxter. Hier kostet ein Quadratmeter Wohnfläche im Einfamilienhaus nur rund 808 Euro; im Durchschnitt Nordrhein-Westfalens müssen mit 1.751 Euro mehr als doppelt so viel ausgegeben werden. Unter dem Schnitt liegen auch die Kreise Heinsberg (1.383 Euro), Steinfurt (1.400 Euro) und Düren (1.477 Euro). „Der Landkreis Heinsberg hat, genauso wie auch Düren und Steinfurt, den Vorteil, dass Käufer mit durchschnittlichen Einkommen bezahlbare Immobilien finden und gleichzeitig gute Aussichten auf Wertsteigerung haben. Besonders Heinsberg liegt mit seiner hohen Werthaltigkeit unter den Top-10-Regionen in Nordrhein-Westfalen“, erläutert Jürgen Pütz.

Hintergrundinformationen zur Postbank-Studie "Wohneigentum 2015"

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat für die Postbank die Wohnkaufkraft in 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten ermittelt. Für verschiedene Einkommensgruppen und Wohnungs-/Hausgrößen wurde untersucht, in welchen Regionen Deutschlands Wohnraum zur Miete und zum Kauf bezahlbar ist. Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Kauf die Finanzierungslast maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen.

In einem zweiten Teil der Postbank-Studie wurden die Zukunftschancen aller 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und in den Index Werthaltigkeit Immobilien 2030 übertragen. Der Index besteht aus makro- und sozioökonomischen Indikatoren des Prognos Zukunftsatlas 2013 sowie weiteren regional erhobenen Kennzahlen, wie dem Wanderungssaldo, der Leerstandsquote, der Zahl der Transferleistungsempfänger und Verbraucherinsolvenzen sowie einer Bevölkerungsprognose, einer Prognose zum Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung sowie der Arbeitsplatzdichte.

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