2015

Postbank-Studie: Hier rentiert sich der Immobilienkauf in den fünf östlichen Bundesländern

Presseinformation vom 25.09.2015
  • 110-Quadratmeter-Wohnungen sind fast überall finanzierbar
  • Kreis Barnim bietet exzellente Wertsteigerungschancen

Von Mecklenburg-Vorpommern bis Sachsen: Wohneigentum ist fast überall bezahlbar - und das nicht nur für Besserverdienende. Dies zeigt eine aktuelle Postbank-Studie. In 75 von 77 Kreisen und kreisfreien Städten der fünf östlichen Bundesländer finden auch Durchschnittsverdiener eine finanzierbare 70-Quadratmeter-Wohnung. In drei von vier Regionen können sie sich eine Eigentumswohnung mit 110 Quadratmetern leisten. Immobilienkäufer müssen auf eine gute Lage achten, um langfristig Wertverluste zu vermeiden. Eine durchweg positive Entwicklung ist in Berlin und Umland zu erwarten.

Kleinere Stadtwohnungen fast überall erschwinglich

In 18 von 19 Städten gibt es für Haushalte mit mittlerem Einkommen bezahlbare Wohnungen mit 70 Quadratmetern, darunter in Dresden, Leipzig, Potsdam und Rostock. Hier liegt die Finanzierungslast unter der maximal empfohlenen Marke von 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens. In fast der Hälfte der Städte finden Durchschnittsverdiener finanzierbare 110-Quadratmeter-Wohnungen - darunter auch in Magdeburg. "Wer etwas mehr Eigenkapital mitbringt, findet beispielsweise auch in Cottbus und Weimar bezahlbare Immobilien dieser Größenordnung", sagt Uwe Kleinert, Marktbereichsleiter Nord/Ost bei der Postbank Finanzberatung mit Sitz in Berlin.

Berlin und Barnim bieten gute Zukunftschancen für Immobilien

Neben den Finanzierungskosten spielt die Aussicht auf Wertsteigerung eine zentrale Rolle beim Immobilienkauf. Die besten Zukunftsaussichten bietet Berlin. In Summe aller untersuchten Faktoren wie Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und soziale Lage kann die Hauptstadt deutlich punkten. Sie konnte sich damit im Ranking der östlichen Bundesländer vom sechsten auf den ersten Platz verbessern. Fast genauso gut steht aber der südöstlich angrenzende Landkreis Barnim da. Im Werthaltigkeitsvergleich schaffte er den Aufstieg von Platz 14 im vergangenen Jahr auf Platz vier. "In Barnim lohnt sich der Schritt ins Eigenheim. Der Landkreis besticht neben der Nähe zur Hauptstadt mit einem attraktiven landschaftlichen Umland", sagt Immobilienexperte Kleinert.

Auch die anderen Landkreise rund um die Hauptstadt versprechen gute bis sehr gute Wertentwicklungen. Besonders Potsdam-Mittelmark, Havelland und Oberhavel bieten gute Chancen auf eine langfristige Wertsteigerung. Märkisch-Oderland lässt zumindest stabile Werte erwarten und schafft es damit in die Immobilien-Top-Ten von Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen. In anderen Regionen sollten Käufer genau hinschauen. Während im hauptstadtnahen Bereich Brandenburgs gute Aussichten bestehen, sieht es beispielsweise in der Uckermark deutlich schlechter aus. "Hier gilt die Devise: Eine gute Lage schützt vor Wertverlust in der Zukunft", so Kleinert.

Für einige Städte hat sich die Werthaltigkeitsprognose allerdings auch verschlechtert. So wird Jena und Weimar nur noch eine mittlere und Erfurt sogar eine geringe Werthaltigkeit attestiert. Neu in den Top 10 ist dagegen Leipzig.

Postbank-Studie:

Hier rentiert sich der Immobilienkauf in den fünf östlichen Bundesländern

1. Berlin

2. Potsdam

3. Landkreis Potsdam-Mittelmark

4. Landkreis Barnim

5. Landkreis Havelland

6. Landkreis Oberhavel

7. Dresden

8. Landkreis Teltow-Fläming

9. Leipzig

10. Landkreis Märkisch-Oderland

Mansfeld-Südharz mit der größten Wohnkaufkraft

Auch der Traum vom eigenen Haus kann in den fünf östlichen Bundesländern Realität werden. In 54 von 77 Regionen finden Haushalte mit mittlerem Einkommen ein Haus mit 130 Quadratmetern. Besonders viel Wohnfläche fürs Geld bekommen Hauskäufer im Landkreis Mansfeld-Südharz. Ein Quadratmeter kostet hier nur durchschnittlich 531 Euro. Im bundesweiten Durchschnitt werden dafür mit 1.667 Euro etwa drei Mal so viel fällig. Berlin liegt mit 2.219 Euro nochmal deutlich darüber. Auch die Landkreise Prignitz, Elbe-Elster und Görlitz bieten Immobilienkäufern große Häuser für unter 600 Euro pro Quadratmeter.

Besonders interessant sind Regionen, in denen es bezahlbare Immobilien mit guten Wertsteigerungschancen gibt. Weimar zum Beispiel gehört zu den Top-20-Regionen mit den besten Zukunftsaussichten. Gleichzeitig ist in der UNESCO-Weltkulturerbe-Stadt für Durchschnittsverdiener ein Haus mit 130 Quadratmetern gut finanzierbar. Auch im Berliner Umland wie beispielsweise in Potsdam-Mittelmark gibt es bezahlbare Immobilien mit hervorragenden Zukunftsaussichten. Der Landkreis belegt sogar Rang drei der östlichen Regionen mit den besten Wertsteigerungsaussichten. "In diesen Gegenden lohnt sich die Suche. Denn hier können Käufer echte Eigenheimjuwele finden", erläutert Uwe Kleinert.

Hintergrundinformationen zur Postbank-Studie "Wohneigentum 2015"

Das Wirtschaftsforschungsinstitut Prognos hat für die Postbank die Wohnkaufkraft in 402 deutschen Kreisen und kreisfreien Städten ermittelt. Für verschiedene Einkommensgruppen und Wohnungs-/Hausgrößen wurde untersucht, in welchen Regionen Deutschlands Wohnraum zur Miete und zum Kauf bezahlbar ist. Bezahlbar bedeutet, dass die Kaltmiete nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens beträgt und beim Kauf die Finanzierungslast - bei einem Eigenkapitalanteil von 20 Prozent - maximal 40 Prozent des Haushaltsnettoeinkommens ausmacht. Die Annahmen sind konservativ gerechnet. Laut Statistischem Bundesamt liegt die Mietbelastungsquote in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Prozent und 25 Prozent. Beim Kauf orientiert sich der Wert für die Belastungsgrenze an dem, was Verbraucherzentralen empfehlen.

In einem zweiten Teil der Postbank Studie wurden die Zukunftschancen aller 402 deutschen Kreise und kreisfreien Städte ermittelt und in den Index Werthaltigkeit Immobilien 2030 übertragen. Der Index besteht aus makro- und sozioökonomischen Indikatoren des Prognos Zukunftsatlas 2013 sowie weiteren regional erhobenen Kennzahlen wie dem Wanderungssaldo, der Leerstandsquote, der Zahl der Transferleistungsempfänger und Verbraucherinsolvenzen sowie einer Bevölkerungsprognose, einer Prognose zum Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung sowie der Arbeitsplatzdichte.

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