2015

Bei Anruf Betrug

Presseinformation vom 14.10.2015

Ein wichtiges Sicherheits-Update auf dem Computer installieren? Selbstverständlich! Alle Alarmsirenen sollten bei Internetnutzern jedoch schrillen, wenn ein angeblicher Servicetechniker anruft und es per Fernwartung aufspielen will. Dies ist eine neue Betrugsmasche, durch die Kriminelle an Ihre Ersparnisse wollen.

Heißen Sie jeden, der an Ihrer Tür klingelt, willkommen? Wohl kaum! Am Telefon und im Internet sollte man dieselbe Vorsicht walten lassen
Bild Nr. 1330, Quelle: Postbank
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Angenommen, jemand klingelt unangemeldet an Ihrer Haustür, gibt sich als Handwerker aus und will eine angeblich wichtige Reparatur sofort gegen Barzahlung durchführen – würden Sie ihn hereinlassen? Wahrscheinlich nicht. Am Telefon und im Internet scheinen viele Menschen jedoch argloser zu sein. Und das nutzen Betrüger mit einer neuen Masche aus: Kriminelle rufen bei ihren potenziellen Opfern zu Hause an und stellen sich – häufig mit englischem Akzent – als Servicetechniker für Computer vor. Oft geben sie sich auch als Mitarbeiter von namhaften Unternehmen wie Microsoft aus. Sie warnen vor dem Fehlen eines wichtigen Updates auf dem heimischen Rechner und bieten als Serviceleistung an, diese Sicherheitslücke umgehend zu schließen. Online-Experte Knud Matzerath von der Postbank erklärt das weitere Vorgehen der Betrüger: "Sie fordern dazu auf, den Computer einzuschalten und ein Fernwartungsprogramm wie Teamviewer, ShowMyPC oder Ammyy zu installieren. Anstelle eines Sicherheitsupdates schleusen sie jedoch eine Spionagesoftware ein, die sensible Daten – wie Zugangsdaten für das Online-Banking und Passwörter für E-Mail-Konten – ausspäht." Häufig verlangen die Kriminellen für die angebliche Sicherheitssoftware eine Servicepauschale von "lediglich" 50 Euro. Diese sei sofort per Überweisung im Online-Banking oder per Kreditkarte zahlbar. So können die Betrüger umgehend die Daten ausspähen.

Kein falsches Vertrauen

Knud Matzerath rät: "Bei so einem ,Serviceanruf‘, den man nicht selbst vereinbart hat, muss man sehr skeptisch sein. Keinesfalls sollte man auf Forderungen des angeblichen Technikers eingehen, sondern das Gespräch umgehend beenden. Wurde die Telefonnummer angezeigt, diese bitte an die Polizei weitergeben – sie ist dankbar für den Hinweis." Wer auf den Betrug hereingefallen ist, sollte seinen Computer sofort vom Internet trennen, sich an die Polizei wenden und gegebenenfalls verwendete Kreditkarten unverzüglich über die Notfallhotline seiner Bank sperren lassen. Zudem ist es für jeden, der das Internet nutzt, ratsam, eine Virenschutzsoftware und eine Firewall auf dem PC installiert zu haben und sie mit Updates auf dem neuesten Stand zu halten. "Die Postbank wird ihre Kunden nie dazu auffordern, zu Testzwecken eine Onlineüberweisung zu tätigen oder ihr chipTAN-Gerät zu synchronisieren. Vorsicht bei Links aus SMS oder E-Mails, die aus unbekannter Quelle stammen. Diese sollten nicht angeklickt werden", ergänzt Knud Matzerath. Weitere Sicherheitstipps und Informationen zu aktuellen Betrugsmaschen finden Interessierte im Internet unter www.postbank.de/sicherheit und unter www.polizei-beratung.de

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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