2015

Geldpolitik wird noch lockerer

Presseinformation vom 02.12.2015

In den vergangenen Wochen sind Geldmarktzinsen und Kapitalmarktrenditen wieder stärker unter Druck geraten. Einmal mehr zeichnet hierfür die Geldpolitik verantwortlich.

Dr. Marco Bargel,
Chefvolkswirt Postbank

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Nachdem die Inflation im Euroraum erneut in den negativen Bereich gesunken ist, zeigt sich die EZB besorgt und steht vor einer Lockerung ihrer Geldpolitik. Die Währungshüter denken dabei auch über eine weitere Absenkung der Leitzinsen nach. Geldmarktnahe Zinssätze würden dann noch weiter in den negativen Bereich abrutschen. Eine Leitzinssenkung wirkt bei der Bekämpfung deflationärer Gefahren allerdings weniger effektiv als ein Ankauf von Anleihen. Die EZB dürfte daher auch das bestehende Anleiheankaufprogramm um sechs Monate bis März 2017 ausweiten. In der Summe würde die Notenbank dann noch mehr Staatsanleihen, Pfandbriefe und andere Anleihen kaufen. Dabei erwirbt die EZB bereits heute in massivem Umfang Anleihen und dämpft auf diesem Wege die Renditen im Euroraum.

Baugeld bleibt 2016 weiterhin günstig

Die geldpolitischen Maßnahmen dürften dazu führen, dass Baugeld auch im Jahr 2016 billig bleibt. Allerdings ist eine moderate Aufwärtsbewegung der Zinssätze vor allem für Darlehen mit einer längeren Zinsfestschreibung im Verlauf des neuen Jahres nicht unwahrscheinlich. Hierfür dürften höhere Leitzinsen in den USA, ein leichter Anstieg der Inflation und ein anhaltender Konjunkturaufschwung im Euroraum sorgen.

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Rüdiger Grimmert

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Tim Rehkopf

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