Vorsorge: In guten wie in schlechten Tagen ...

Presseinformation vom 02.12.2015

Private Vorsorge für den Ruhestand ist in der nicht enden wollenden Niedrigzinsphase eine echte Herausforderung. Dennoch – die Augen vor der Notwendigkeit der Absicherung zu verschließen ist keine Lösung, erst recht nicht für Elternteile, die aus familiären Gründen keine lückenlose Erwerbsbiografie vorweisen können.

Wer sich für die Kindererziehung eine berufliche Auszeit nimmt, sollte möglichst früh mit der privaten Vorsorge beginnen
Bild Nr. 1318, Quelle: Postbank
© Jochen Manz

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Wenn das kein gutes Zeugnis für die Ehe ist: Laut aktueller Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank verlässt sich jeder vierte Verheiratete bei Fragen der Altersvorsorge auf den Ehepartner. Eine Berufspause im Vertrauen auf Unterstützung im Alter durch den Ehepartner kann sich jedoch als rententechnischer Bumerang erweisen, warnt Angelika Sosnowski von der Postbank. Dabei muss es nicht einmal zu einer Ehescheidung (die statistisch gesehen immerhin jede dritte Ehe beendet) kommen. Schon die Verdiensteinbußen durch berufliche Auszeiten und Jahre der Teilzeitbeschäftigung, die viele Eltern zur Kindererziehung nutzen, können die Rentenansprüche schmerzhaft sinken lassen. Zwar gleicht die Anerkennung von Kindererziehungs- und Berücksichtigungszeiten die Unterbrechung bei der Berechnung der gesetzlichen Rente in gewissem Maß aus, dennoch bleibt eine Lücke im Vergleich zur durchgehenden Erwerbstätigkeit, die völlig andere Karriere- und Einkommenschancen eröffnet. Dies trifft umso mehr zu, je länger die Pause vom Job dauert, etwa wenn mehrere Kinder zur Welt kommen. Deshalb sollte jeder bereits in jungen Jahren in Sachen Altersvorsorge aktiv werden. Für Familien empfiehlt Angelika Sosnowski Bausparverträge mit dem sogenannten Wohn-Riester. Über diese Eigenheimrente fördert der Staat den Erwerb der eigenen vier Wände, die einen wichtigen Baustein der Altersvorsorge bilden. Zur jährlichen Grundzulage von 154 Euro zahlt der Staat 185 Euro für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde, für später Geborene sogar 300 Euro. Voraussetzung ist eine eigene Sparleistung von vier Prozent des Vorjahreseinkommens. Vorteil: Das in dem Vertrag angesparte geförderte Kapital kann bereits vor Rentenbeginn für den Kauf und Bau einer Immobilie verwendet werden. Dies schließt auch die Tilgung einer Immobilienfinanzierung ein. "Auch in der Ansparphase kann das gesamte Kapital entnommen werden – der Betrag muss sich allerdings auf mindestens 3.000 Euro belaufen", erklärt Angelika Sosnowski. Wer nicht unmittelbar förderberechtigt ist, wie zum Beispiel Hausfrauen oder -männer, kann trotzdem riestern. Voraussetzung ist, dass der Ehepartner oder eingetragene Lebenspartner bereits einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Als Alternative zum Riester-Bausparvertrag nennt die Postbank Expertin die Riester-Rentenversicherung – aber Achtung: Diese lohnt sich vor allem bei frühem Einstieg. Deshalb kommt sie nur dann infrage, wenn sich der Sparer ganz sicher ist, über die gesamte Laufzeit dabei bleiben zu können.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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