2015

Was soll der Cent auf dem Konto?

Presseinformation vom 23.12.2015

Eine Ein-Cent-Überweisung auf das Girokonto hat meistens einen seriösen Hintergrund. Doch Vorsicht: Auch Betrüger nutzen die Minigutschriften.

Bild Nr. 1348, Quelle: Postbank
© Randolf Berold

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Wer einer wohltätigen Organisation Geld per Überweisung gespendet hat, kann von ihr im Gegenzug eine Gutschrift von einem oder zwei Cent auf dem Konto erhalten. Was hat es damit auf sich? "Die Überweisung von Kleinstbeträgen wird von zahlreichen Spendenorganisationen genutzt, um die Anschrift von Personen ausfindig zu machen, die zu ihren Gunsten gespendet haben", sagt Stefan Ludwig von der Postbank. "Denn nur wenn sie die Adresse des Gebers kennen, können sie für ihn eine Spendenquittung ausstellen." Im Verwendungszweck der Überweisung ist in der Regel eine Rufnummer oder Internetadresse der Organisation angegeben mit dem Hinweis auf die Quittung. "Grundsätzlich sollte man sich den Verwendungszweck einer Buchung immer genau durchlesen", so Stefan Ludwig. Ein-Cent-Überweisungen werden aber auch von Unternehmen genutzt, die kontrollieren wollen, ob eine Bankverbindung korrekt angegeben wurde. "In diesen Fällen muss der Verbraucher das Verfahren direkt angestoßen haben", so der Postbank Experte. Vorsicht jedoch bei Gutschriften aus unbekannter Quelle. Dabei könnte es sich um eine Betrugsmasche handeln: Auch Kriminelle überweisen kleine Geldbeträge. Die Kontonummern erstellen sie selbst, per Zufallsprinzip. Im Verwendungszweck geben die Täter eine kostenpflichtige Telefonnummer an, mit der Bitte an den Kontoinhaber, diese anzuwählen. "Bankkunden sollten dieser Aufforderung auf keinen Fall nachkommen, da der Anruf mit horrenden Kosten verbunden sein kann", rät Stefan Ludwig.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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