2016

Immobilie: Schenken oder vererben?

Presseinformation vom 02.02.2016

Laut einer Postbank-Studie besteht mehr als die Hälfte des vererbten Vermögens aus Grund- und Immobilienbesitz. Um Steuern zu sparen, sollten Erblasser die Vorteile einer Schenkung kennen.

Über 55 Prozent der Deutschen über 60 Jahren besitzen eine Immobilie. Wer diese später einmal an die Nachkommen oder andere Begünstigte weitergeben will, sollte eine Schenkung in Betracht ziehen. Isabell Gusinde von der BHW Bausparkasse empfiehlt, die Option frühzeitig zu prüfen, um Erben Forderungen des Finanzamtes zu ersparen. "Der gesetzliche Steuerfreibetrag kann bei einer Schenkung nach zehn Jahren erneut genutzt werden, also auch mehrfach", so Gusinde. Dies gilt genauso, wenn der Erbfall zehn Jahre nach der Schenkung eintreten sollte.

Steuerfreiheit

Geschenkt oder vererbt – für das Finanzamt macht das keinen Unterschied, da bei der Erbschafts- und Schenkungsteuer die gleichen Freibeträge gelten. Eltern können eine Immobilie im Wert von bis zu 400.000 Euro steuerfrei an ihre Kinder übertragen. Mit einer Einschränkung: Die Wohnfläche übersteigt nicht 200 Quadratmeter. Hingegen fallen unabhängig vom Wert sowie der Größe der Immobilie unter Eheleuten und eingetragenen Lebenspartnern keinerlei Steuern an. "Die verschenkte oder vererbte Immobilie muss lediglich zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden und den Lebensmittelpunkt darstellen", erläutert die Expertin von BHW.

Durch Schenken gestalten

Sollen Lebensgefährten, entfernte Verwandte oder Freunde begünstigt werden, liegt der Freibetrag bei 20.000 Euro. Auch in diesen Fällen bleibt Erblassern durch eine Schenkung immerhin die Möglichkeit, die Vermögensaufteilung stärker in ihrem Sinne zu gestalten. Gut zu wissen: Liegt kein Testament vor und gibt es mehrere Erben, wird der Nachlass zum gemeinschaftlichen Vermögen der Miterben. Sie bilden eine Erbengemeinschaft.

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Rüdiger Grimmert

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Tim Rehkopf

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