2016

Für den Notfall: Dispokredit

Presseinformation vom 30.03.2016

Fast jeder dritte Bundesbürger nutzt den Dispokredit auf dem Girokonto, so eine aktuelle Postbank Umfrage. Der flexible Kreditrahmen hat zwar seinen Preis – kann aber auch unnötig hohe Kosten vermeiden.

Günstiger als die Kosten für eine zurückgebuchte Lastschrift ist der Dispo allemal
Bild Nr. 1355, Quelle: Postbank
@ Michael Kempf

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Das Gehalt lässt auf sich warten, die Abbuchung einer hohen Rechnung aber nicht. Wer in diesem Fall nicht vorausschauend Geld vom Tagesgeldkonto oder Sparbuch auf das Girokonto überwiesen hat, für den kann das teuer werden. Aus diesem Grund sichern sich viele Verbraucher ab und vereinbaren einen flexiblen Überziehungsrahmen für ihr Konto – den Dispositionskredit, kurz Dispo genannt. Laut einer aktuellen Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank haben mehr als drei Viertel aller Bundesbürger einen Dispokredit eingerichtet. Fast jeder Dritte (29 Prozent) nutzt den Überziehungsrahmen – 23 Prozent gelegentlich und sechs Prozent regelmäßig. Zwar sind die Zinsen meist höher als bei Ratenkrediten. "Jedoch haben Dispokredite Vorzüge, die andere Finanzierungsformen nicht bieten können", erläutert Kreditexperte Heiko Thunig von der Postbank. "Ist erst einmal ein Kreditrahmen mit der Bank vereinbart worden, kann der Kunde den Dispo jederzeit flexibel in Anspruch nehmen. Kosten entstehen nur dann, wenn der Kredit tatsächlich genutzt wird."

Konto sofort ausgleichen

Ebenso beweglich sind Bankkunden bei der Rückzahlung, die ganz einfach über Geldeingänge auf dem Girokonto erfolgt. Die sofortige Verrechnung mit dem Kreditsaldo sorgt überdies für eine Zinsersparnis. "Mit einem Geldeingang reduziert sich die Kreditsumme sofort und damit auch die Basis für die taggenaue Zinsberechnung", sagt Heiko Thunig. Ob ein Dispo- oder eher ein Ratenkredit zum Einsatz kommen sollte, hängt vom benötigten Betrag und der Dauer ab. Ist nur ein Engpass zu überbrücken, der kurzfristig mit erwarteten Geldeingängen ausgeglichen werden kann, ist der Dispokredit die passende Wahl. Ein Ratenkredit ist hingegen bei größeren Anschaffungen sinnvoll, die über einen längeren Zeitraum finanziert werden – typische Beispiele sind etwa der Autokauf oder der Erwerb von Möbelstücken. Wie hoch das persönliche Limit für den Dispokredit ausfällt, hängt sowohl von der Höhe der regelmäßigen Geldeingänge wie auch von der Bonität des Bankkunden ab. Doch schon mit einem bescheidenen Überziehungskontingent lassen sich unnötige Ausgaben vermeiden: Ist nämlich kein Dispokredit eingerichtet, berechnet die Bank zusätzliche Kosten für ungenehmigte Kontoüberziehungen, sobald das Konto in die roten Zahlen rutscht. Oder aber Händler stellen Bearbeitungsgebühren für zurückgebuchte Lastschriften in Rechnung.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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