2016

Gut eingepackt mit Naturdämmstoffen

Presseinformation vom 10.05.2016

Konventionelle Dämmstoffe gelten bei Kritikern als zukünftiger Sondermüll. Doch es gibt Alternativen: Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind recycelbar und binden klimaschädlichen Kohlenstoff.

Dämmmatten aus Hanf und anderen Naturrohstoffen lassen sich leicht verarbeiten
Bild Nr. 6101, Quelle: THERMO NATUR/BHW Bausparkasse

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1,8 Millionen Deutsche planen in den nächsten ein bis zwei Jahren die Wärmedämmung ihrer Immobilien zu verbessern. Sanierer, die herkömmliche Materialien wie Styropor meiden wollen, können auf umweltfreundliche Naturdämmstoffe ausweichen.

Große Wärmekapazität

Für den Dachausbau sind Naturdämmstoffe eine gute Wahl. "Materialien wie Zellulose und Flachs haben eine hohe Wärmekapazität", erklärt Stefanie Binder von der BHW Bausparkasse. "Naturdämmungen sind hier herkömmlichen Materialien überlegen und schützen gut vor extremen Temperaturen." Laut der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. nutzen die meisten Öko-Modernisierer Zellulose-Einblasdämmung. Ein Fachbetrieb bläst lose Flocken in die Hohlräume der Hauskonstruktion.

Der Preisvergleich

Handwerklich versierte Modernisierer können Dämmmatten, die aus Hanf, Schafwolle oder Jute bestehen, zwischen die Sparren des Dachbodens setzen. Zu beachten: Nicht jedes Material taugt für jede Dämmmaßnahme. Ob Dach-, Innen- oder Fassadendämmung – maßgeblich sind die Eigenschaften und die spezifische Wärmeleitfähigkeit des Materials. Je geringer die Leitfähigkeit, desto höher die Energieeffizienz. Die Materialpreise variieren. Zellulose bekommt man ab 10 Euro, Kokos ab 35 Euro je Quadratmeter. Wärmedämmungen werden von der KfW gefördert und sind im Programm "Energieeffizient Sanieren" erfasst. "Die KfW-Mittel beantragen Modernisierer über Banken und Bausparkassen", so die BHW Expertin.

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Rüdiger Grimmert

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Tim Rehkopf

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