2016

Höhere Zinsen erst nach Ende der EZB-Anleihekäufe

Presseinformation vom 06.09.2016

Hypothekenzinsen befanden sich in den vergangenen Monaten weiter im Abwärtstrend, sodass sich Immobilienkäufer erneut über historisch günstige Konditionen freuen konnten.

Dr. Marco Bargel,
Chefvolkswirt Postbank

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Verantwortlich für diese Entwicklung ist die Europäische Zentralbank (EZB), die mit ihren massiven Anleihekäufen einen Renditerutsch am Kapitalmarkt auslöste. Denn in einzelnen Marktsegmenten, vor allem bei deutschen Bundesanleihen, zeichnet sich eine Verknappung ab, wenn die Notenbank ihre Ankäufe in unverändertem Tempo fortsetzt. Dies stützt die Kurse der Anleihen und führt damit zu niedrigeren Renditen. Solange die EZB kein Ende der Anleihekäufe signalisiert, dürften die Kapitalmarktrenditen und damit auch die Hypothekenzinsen kaum nachhaltig steigen.

Günstiges Zinsniveau noch langfristig ausnutzen

Unseres Erachtens läuft das Anleiheankaufprogramm noch mindestens bis September 2017, sodass die Kapitalmarktrenditen bis weit in das kommende Jahr hinein auf einem sehr tiefen Niveau verharren sollten. Allerdings sprechen der von uns erwartete allmähliche Anstieg der Inflation im Euroraum und die wahrscheinliche Zinswende in den USA für etwas höhere Zinsen in 2017. Die Hypothekenzinsen dürften dabei aber immer noch auf einem sehr günstigen Niveau verharren. Da die Zinskurve aktuell sehr flach ist, die Zinssätze für längere Laufzeiten also kaum höher sind als die für kürzere Laufzeiten, empfiehlt es sich die Konditionen für einen möglichst langen Zeitraum festzuschreiben.

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