2016

Hochgedämmt, aber dafür schlechte Luft?

Presseinformation vom 18.10.2016

Die wirksame Isolierung einer Immobilie spart Hausbesitzern Energie und bares Geld. Allerdings unterscheidet sich das Raumklima in hochgedämmten Gebäuden von dem in konventionell gebauten. Der Luftaustausch ist erheblich geringer. Wie schafft man dennoch ein gutes Klima?

Regelmäßiger Luftaustausch und schadstoffarme Einrichtungsgegenstände sorgen für gesundes Wohnen
Bild Nr. 6131, Quelle: Velux/BHW Bausparkasse

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Wo kein ausreichender Luftaustausch stattfindet, können sich Schadstoffe wie etwa aus Baumaterialien oder Einrichtungsgegenständen anreichern. Das bedeutet zwar nicht, dass man davon sofort krank wird. Aber dennoch: Umweltmediziner warnen schon länger, dass die Konzentration und Dauer der Einwirkung langfristig die Gesundheit schädigen können. „Sensible Personen sollten auf einen guten Luftaustausch achten und bei Bedarf einen Baubiologen zurate ziehen“, empfiehlt Steffen Zwer von der BHW Bausparkasse. Oft ließen sich die Belastungen für Laien nicht eindeutig einer bestimmten Quelle zuordnen.

Auf Gütesiegel achten

Sogenannte schwerflüchtige Verbindungen, die in Kunststoffen und Farben enthalten sind, können über Jahre ausgasen. Zudem können Möbel, Parkettkleber und Bodenbeläge Ursachen für schlechtes Klima sein. "Betroffene sollten auf schadstoffarme Möbel und Bodenbeläge mit dem Blauen Engel oder dem GUT-Prüfsiegel setzen", erklärt der BHW Experte. Auch Feinstaub, wie er durch Öfen oder Kamine entsteht, kann in gut isolierten Räumen schlecht entweichen. Hier gilt: ordentlich lüften! Für gesundes Wohnen sind Luftwechselraten zwischen 0,5 und 1 ideal. Bei einer Rate von 1 wird die Luft in einem Raum innerhalb einer Stunde komplett erneuert. In vielen Neubauten und energetisch sanierten Bestandsgebäuden liegen die Werte allerdings deutlich darunter.

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Rüdiger Grimmert

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Tim Rehkopf

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