Postbank Studie: Digitale Bezahlmöglichkeiten sind auf dem Vormarsch, doch die Deutschen hängen am Bargeld

Presseinformation vom 18.11.2016
  • Online Shoppen und Bezahlen wird immer beliebter
  • Mobile-Payment mit großem Potenzial
  • Deutsche bevorzugen weiterhin Bargeld

Die Digitalisierung hat den Alltag und die Lebensbereiche der Deutschen spürbar verändert. Digitales Shopping oder Booking kennen inzwischen die Meisten. So macht beispielsweise auch der Anteil aller Einkäufe im Internet bei deutschen Konsumenten bereits ein Viertel der Gesamtmenge aus. Bei der Bezahlung allerdings bevorzugen die Deutschen nach wie vor das Bargeld. Bei alltäglichen Ausgaben oder auch auf Reisen müssen sich digitale Bezahlangebote erst noch durchsetzen. Obwohl das Bezahlen mit einer App überall, schnell und bequem möglich ist, konnte Mobile-Payment Münzen und Geldscheinen bisher noch keine ernsthafte Konkurrenz machen. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Studie 2016 „Der digitale Deutsche und das Geld“.

Ob Konzertkarten, Kleidung oder auch Reisen: Die meisten Konsumgüter kaufen die Deutschen heute bedenkenlos im Internet ein. Im Schnitt erledigen sie 26 Prozent ihrer Einkäufe online. Bei den unter 35-Jährigen gehen Bücher, DVDs und PC-Spiele nur noch selten über die stationäre Ladentheke. 60 Prozent kaufen sogar Notebooks und PCs, Fernseher sowie Audioanlagen online. Mehr als jeder Dritte (40 Prozent) shoppt Kleidung und Schuhe im Internet.

In der Regel bedeutet der Einkauf im Netz nicht nur online Bestellen, sondern auch Bezahlen. Entsprechend rasant entwickelt sich das Angebot digitaler Bezahldienste und FinTechs – Tendenz: steigend. In der Fülle der Online-Bezahlmöglichkeiten vertrauen die Bundesbürger den deutschen Banken und Sparkassen am meisten (85 Prozent). Mit paydirekt haben die Institute in 2015 ein hochverschlüsseltes Online-Verfahren auf den Markt gebracht, das Bankkunden einfaches und sicheres Bezahlen im Internet ermöglicht und dem strengen deutschen Datenschutz unterliegt. Knapp jeder zweite Deutsche (46 Prozent) kennt inzwischen paydirekt. Und die 12 Prozent, die sich bereits angemeldet haben, bekommen bald Gesellschaft, denn weitere 42 Prozent der Befragten planen eine Anmeldung beim Online-Bezahldienst.

Auch Online-Banking ist für viele Alltag

Online zu bezahlen, ist also für die meisten Verbraucher aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Das Gleiche gilt für die Erledigung von Bankgeschäften im Internet, und zwar generationsübergreifend: Sowohl die Digital Natives (18- bis 34-Jährigen) als auch die Digital Immigrants (älter als 34 Jahre) tätigen rund 60 Prozent ihrer Bankgeschäfte online. Dabei werden zum Beispiel Überweisungen aber nicht ausschließlich am heimischen PC getätigt. Fast jeder Zweite (45 Prozent) nutzt für sein Banking das Smartphone oder Tablet – meist mit einer App, die von seiner Bank bereitgestellt wird.

An der Banking-App der Hausbank schätzen die Kunden insbesondere den kostenlosen Service und die einfache Bedienbarkeit. Außerdem empfinden sie es als komfortabel, wenn sie die gleichen Zugangsdaten nutzen können wie beim stationären Online-Banking am PC. Für die Jüngeren ist es darüber hinaus auch eine Sache des Vertrauens. Etwa jeder Vierte der unter 35-jährigen Online-Banking-Kunden vertraut eher der App seiner Hausbank als der eines anderen Anbieters.

Mobile-Payment mit viel Potenzial

„Der deutsche Markt für Mobile- und Instant-Payment verfügt über enorme Wachstumschancen“, sagt Philip Laucks, Chief Digital Officer der Postbank. „Das Smartphone wird immer wichtiger im Leben eines Menschen und ist als Schaltzentrale für Alltagsgeschäfte nicht mehr wegzudenken. Dazu gehört auch Banking. Die Nachfrage nach smarten, schnellen und zugleich sicheren Digitallösungen steigt permanent und wird die Zukunft der Banken mitgestalten“, so Laucks.

Der Studie zufolge nutzen circa elf Prozent der Deutschen mobile Bezahlverfahren; bei den Digital Natives sind es 17 Prozent. Weitere 23 Prozent der Deutschen haben vor, zukünftig diese Technik für sich zu nutzen. 46 Prozent gaben an, dass sie bisher nur noch keine Zeit gefunden hätten, sich damit zu beschäftigen.

Deutsche lassen Bargeld nicht los

Trotz aller Vorteile, welche die Digitalisierung beim Bezahlen bietet, wollen die Deutschen weiterhin nicht ganz auf ihr Bargeld verzichten. Für Unsicherheit sorgt insbesondere die Abhängigkeit von der Technik, 84 Prozent empfinden dies als Nachteil. Bei den 18- bis 34-Jährigen ist die Skepsis geringer. In diesem Alter kann sich bereits jeder Vierte ein Leben ohne Bargeld sehr gut vorstellen. Der Hauptgrund liegt darin, dass es komfortabler und sicherer ist, kein Geld dabei zu haben. Die Deutschen stellen sich also langsam um und steuern auf einen Mix zwischen herkömmlichen und digitalen Bezahlmethoden hin.

Postbank Studie 2016 „Der digitale Deutsche und das Geld“

Mit der Studie „Der digitale Deutsche und das Geld“ untersucht die Postbank nach 2015 zum zweiten Mal, wie sich die Bedürfnisse und das Verhalten der Deutschen durch die Digitalisierung verändern – und was das für die Bank der Zukunft bedeutet. Für die Studie wurden insgesamt 3.122 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt, darunter mehr als 700 Vertreter der Digital Natives.

Kontakt

Tim Rehkopf

Tim Rehkopf
Pressesprecher
tim.rehkopf@postbank.de
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