2017

Gut geht’s – der Konjunktur sei Dank

Presseinformation vom 15.03.2017

Fast 90 Prozent aller Bundesbürger kommen mit ihrem derzeitigen Einkommen aus. Nur wenige sind auf zusätzliche Einkünfte angewiesen und jobben nebenbei, so eine aktuelle Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Vor allem Rentner können sich heute auf einem komfortablen finanziellen Polster ausruhen.

Noch ist der Geldhahn aufgedreht: Die meisten Deutschen profitieren von der rosigen Wirtschaftslage
Bild Nr. 1399, Quelle: Postbank
© viperagp

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Die gute Nachricht: Der Mehrheit der Deutschen geht es finanziell so gut wie schon lange nicht mehr. Knapp 88 Prozent können die eigenen und die Bedürfnisse ihrer Familie mit ihrem derzeitigen Einkommen finanzieren. Aber: Jeder Zehnte gibt an, dass sein Einkommen nicht ausreicht, so eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank, erläutert die Hintergründe: „Die Arbeitslosenquote befindet sich mit aktuell rund sechs Prozent auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung. Gleichzeitig steigen die verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte seit ein paar Jahren recht kräftig an. Dies hat in Verbindung mit einer außergewöhnlich niedrigen Inflation zu einer starken Zunahme der Realeinkommen geführt, sodass sich die Privathaushalte mehr leisten können.“ Auf ein Zubrot aus einem Nebenjob sind deshalb die wenigsten angewiesen: Zwar gehen 28 Prozent aller Bundesbürger einer Nebenbeschäftigung nach, aber nur sechs Prozent jobben, weil sie auf das zusätzliche Einkommen angewiesen sind. Die Mehrheit (18 Prozent) arbeitet zum Spaß oder übt ein Ehrenamt aus. Nur knapp fünf Prozent erfüllen sich mit dem Zubrot Extrawünsche. Wirft man einen Blick auf die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, fällt auf, dass Menschen im Ruhestand mit ihrem Einkommen eher auskommen als Berufstätige. 90 Prozent der Rentner, aber nur 85 Prozent der Berufstätigen können ihre Bedürfnisse mit ihren derzeitigen Einnahmen finanzieren. 54 Prozent der Rentner reicht sogar das alleinige Einkommen aus, von den Berufstätigen können hingegen lediglich 40 Prozent von einem Verdienst leben. Laut Statistischem Bundesamt betrug das Haushaltsnettoeinkommen deutscher Rentner im Jahr 2015 pro Kopf 1.655 Euro; das der Arbeitnehmer lag mit 1.722 Euro pro Kopf nur geringfügig höher. „Rentner benötigen in der Regel weniger laufende Mittel zur Deckung ihres Lebensunterhaltes als junge Familien, da viele Güter bereits angeschafft und Immobilien abbezahlt wurden“, erklärt Dr. Marco Bargel. „So gaben Arbeitnehmerhaushalte 2015 im Durchschnitt mit gut 400 Euro fast viermal so viel für die Verzinsung und Tilgung von Krediten aus wie Rentnerhaushalte.“ Die zukünftigen Rentnergenerationen können eine solch solide Einkommenssituation wegen der Einschnitte bei der gesetzlichen Rentenversicherung kaum erwarten. „Die heutigen Arbeitnehmer betreiben zu wenig private Altersvorsorge, um die Kürzungen bei der gesetzlichen Rente später vollständig ausgleichen zu können“, so Dr. Marco Bargel.

Bild Nr. 1400, Quelle: Postbank
© Fabrice Michaudeau

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Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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