2017

Postbank behauptet sich mit starkem viertem Quartal in 2016 gut

Presseinformation vom 23.03.2017
  • Bereinigtes Ergebnis vor Steuern von 468 Millionen Euro
  • Kapitalisierung deutlich gestärkt
  • Rekordniveau bei Kreditneugeschäft
  • Positiver Ausblick für 2017
  • Frank Strauß: „Haben in 2016 Postbank Management Agenda weiter umgesetzt und wichtige Weichen gestellt“

Trotz eines nach wie vor widrigen Marktumfelds hat die Postbank im Jahr 2016 nicht zuletzt dank eines starken vierten Quartals erneut die Belastbarkeit ihres operativen Geschäfts unter Beweis gestellt und blickt auf ein im Branchenvergleich insgesamt zufriedenstellendes Geschäftsjahr zurück.

Das um wesentliche Sondereffekte bereinigte Vorsteuerergebnis lag aufgrund der andauernden Belastungen aus dem Niedrigzinsumfeld, die durch das strikte Kostenmanagement und den Ausbau des Kreditgeschäfts in 2016 noch nicht voll kompensiert werden konnten, mit 468 Millionen Euro (Vorjahr: 523 Millionen Euro) um 10,5 Prozent unter Vorjahr.

Bereinigt wurden für das Geschäftsjahr 2016 Aufwendungen für strategische Initiativen, außergewöhnliche Aufwendungen für Rechtsrisiken im Zusammenhang mit Verbraucherschutzurteilen sowie einmalige Erträge aus dem Verkauf der strategischen Beteiligung an der Visa Europe Ltd..

Das Ergebnis vor Steuern betrug im Geschäftsjahr 2016 307 Millionen Euro nach 584 Millionen Euro im Vorjahr.

Dank guten Kostenmanagements konnte die Postbank ihre Verwaltungsaufwendungen in 2016 um 1 Prozent senken. Die Personalkapazitäten hat die Postbank den Rahmenbedingungen entsprechend sozialverträglich um rund 3 Prozent reduziert. Auf der Ertragsseite hatte die Einführung des neuen Girokonto-Modells zum 1. November 2016 eine erste stabilisierende Wirkung, die sich erst in 2017 vollständig bemerkbar machen wird.

Die Postbank konnte im Jahr 2016 ihre Kapitalausstattung deutlich verbessern und erzielte gute Fortschritte im Abbau von risikogewichteten Aktiva. So konnte sie die harte Kernkapitalquote (CET1, fully phased-in) zum Jahresende 2016 deutlich auf 12,4 Prozent steigern, nachdem sie im Vorjahr bei 11,5 Prozent gelegen hatte.

Die Leverage Ratio (fully phased-in) lag zum Jahresende 2016 stabil bei 3,4 Prozent. Die Bilanzsumme der Postbank sank zum Jahresende 2016 auf 147,2 Milliarden Euro und lag damit um 3,3 Milliarden Euro bzw. 2,2 Prozent unter dem Vorjahreswert von 150,5 Milliarden Euro.

Frank Strauß, Vorstandsvorsitzender der Postbank, sagte: „Hinter der Postbank liegt ein Jahr, in dem wir die Umsetzung unserer Management Agenda vorangetrieben und wesentliche Weichenstellungen für das Kundengeschäft vorgenommen haben. Trotz des schwierigen Umfelds haben wir dabei ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt, unsere Kapitalisierung weiter deutlich verbessert und unsere führende Position in der Digitalisierung ausgebaut. Erfreulich ist, dass wir bei der Senkung unserer Kosten gut vorangekommen sind und gleichzeitig sehr erfolgreich in unserem Kunden-Kreditgeschäft waren. Dies beweist, dass die Postbank in der Lage ist, sich auf die veränderten Marktgegebenheiten einzustellen.“

Wachstum erzielte die Postbank in 2016 vor allem aufgrund ihres erfolgreichen Kredit-Neugeschäfts mit Privat-, Geschäfts- und Firmenkunden. Mit einem Gesamtwachstum von 13,6 Prozent im Vergleich zu 2015 bewegte es sich auf Rekordniveau.

Das Neugeschäft in der Baufinanzierung (inkl. ausgezahlter Bauspardarlehen) erhöhte sich im Vorjahresvergleich auf 11,5 Milliarden Euro (plus 10 Prozent), das Geschäft mit Ratenkrediten betrug 2,7 Milliarden Euro (plus 8 Prozent). An Firmenkunden vergab die Postbank ein Gesamtkreditvolumen von 1,8 Milliarden Euro (plus 43 Prozent), das Neugeschäft in der gewerblichen Immobilienfinanzierung belief sich auf 3,3 Milliarden Euro (plus 19 Prozent).

Mit einem Gesamtbestandswachstum der Forderungen an Kunden von 3,3 Milliarden Euro (plus 3 Prozent) gegenüber 2015 kam die Postbank ihrem strategischen Ziel einer ausgeglichenen Kunden-Bilanz ein Stück näher.

Auf dem Gebiet der Digitalisierung konnte die Postbank in 2016 erfreuliche Erfolge verbuchen. Das Neugeschäftsvolumen bei online abgeschlossenen Immobilienfinanzierungen über das Portal „Meine Immobilie“ wuchs um 145 Prozent von 120 Millionen Euro in 2015 auf 294 Millionen Euro in 2016. Das Neuvolumen online abgeschlossener Ratenkredite stieg um 5 Prozent von 627 Millionen Euro (2015) auf 658 Millionen Euro (2016). Die Anzahl der über das Online-Banking getätigten Transaktionen wuchs von 104 Millionen (2015) um 15 Prozent auf 120 Millionen (2016).

Beim Ausblick erwartet die Postbank beim Ergebnis vor Steuern in 2017 einen deutlichen Anstieg. Für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Steuern erwartet die Postbank im Jahr 2017 einen Anstieg im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich im Vergleich zu 2016. Bereinigt werden u.a. Projekte, mit denen die Postbank in die Steigerung der eigenen Zukunftsfähigkeit investiert.

Postbank Geschäftsbericht 2016: https://www.postbank.de/postbank/docs/PBGB2016_D.pdf

Kontakt

Alexander Adler
Abteilungsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
alexander.adler@postbank.de
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