2017

KfW-Förderungen für Eigentümergemeinschaften

Presseinformation vom 09.05.2017

Ob Zuschuss oder Kredit, die KfW fördert auch die energetische Sanierung von Immobilien, die im Besitz von Wohneigentümergemeinschaften (WEG) sind. Doch trotz aller Möglichkeiten wird in diesem Segment weit weniger saniert als im Durchschnitt aller deutschen Wohnimmobilien.

Noch wenig genutzt – KfW-Programme für Wohneigentümergemeinschaften
Bild Nr. 6163, Quelle: www.baufritz.de/BHW Bausparkasse

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Über 80 Prozent der deutschen Wohneinheiten gehören privaten Einzeleigentümern, die die Entscheidungshoheit über nötige Sanierungsmaßnahmen an ihrer Immobilie haben. Anders sieht es bei Wohneigentümergemeinschaften aus. Sie stehen bei Modernisierungs- oder Sanierungsvorhaben oft vor einem Hindernis: Die Rücklagen reichen für überfällige Sanierungen, wie etwa die Fassadendämmung oder den Einbau neuer Fenster, nicht aus. 2015 traf der Bundesgerichtshof eine Entscheidung zur Kreditaufnahme von WEGs. „Damit ist rechtssicher, dass Eigentümergemeinschaften zur Finanzierung beispielsweise von Dämmmaßnahmen oder einer Heizungssanierung längerfristige Darlehen in Anspruch nehmen können“, so Bernd Neuborn von der Bausparkasse BHW.

Sanierungsstau vermeiden

Gut zu wissen: Der Beschluss zur energetischen Sanierung in der WEG benötigt keine Einstimmigkeit. Vorausgesetzt, die Maßnahme erhöht den Gebrauchswert des Gemeinschaftseigentums nachhaltig, reicht eine qualifizierte Mehrheit von 75 Prozent von den Stimmberechtigten, wenn sie mehr als die Hälfte der Miteigentumsanteile besitzen.

Risiko Zahlungsausfall

Bislang werden KfW-Programme von WEGs selten genutzt. Das häufigste Hindernis: Kommt es bei einzelnen Eigentümern zum Zahlungsausfall, haften kollektiv die verbleibenden Mitglieder. Dieses Manko haben einige Bundesländer erkannt. So wenden Baden-Württemberg und Hessen das Risiko des Zahlungsausfalls ab, indem sie KfW-Kredite mit einer Bürgschaft absichern.

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Rüdiger Grimmert

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Tim Rehkopf

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