2017

Wohneigentum: Förder-Extra für Großstädter?

Presseinformation vom 08.06.2017

Klare Ansage an die Politik: 60 Prozent der Deutschen wollen, dass Immobilienerwerber in Großstädten eine spezielle Förderung bekommen. So lautet das Ergebnis einer Studie der BHW Bausparkasse. Überraschend: Sogar eine Mehrheit von 58 Prozent in den ländlichen Städten und Gemeinden hält dies für richtig.

Der Wohnungsmarkt gehört zu den großen Themen des Wahljahres 2017. Vor allem in Großstädten kennzeichnen weiter steigende Immobilienpreise die Lage. Denn die Nachfrage nach Wohneigentum ist ungebrochen hoch: 18 Prozent der Großstädter planen laut der BHW Studie, in den nächsten fünf Jahren zu bauen oder zu kaufen. Im Umland der Metropolen mit über 500.000 Einwohnern streben nur elf Prozent nach Wohneigentum.

Hürden senken

69 Prozent derjenigen, die bereits Bau oder Kauf planen, fordern gesonderte Förderungen für hochpreisige Ballungsgebiete. „Förderung mit der Gießkanne bringt wenig“, erklärt Dr. Jörg Koschate, Generalbevollmächtigter der BHW Bausparkasse. „Staatliche Hilfen für Erwerber sollten zielgerichtet da ansetzen, wo die größten Herausforderungen bestehen, in den Großstädten.“ In Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern erhöhten sich beispielsweise die Preise für Eigentumswohnungen im vergangenen Jahr um 9,4 Prozent. Dies ermittelte der Immobilienverband Deutschland (IVD).

Eigeninitiative belohnen

Kein Wunder, dass sich 62 Prozent der Innenstadt-Bewohner den Umfrageergebnissen zufolge ein Förder-Plus wünschen. „Wohneigentum sollte auch für Haushalte mit mittleren Einkommen in den Städten erreichbar sein“, fordert Koschate. „Die Politik kann mit gezielten Anschubhilfen Eigeninitiative mobilisieren.“ Eine Zusatzförderung ermöglicht zudem, dass Familien in den Städten bleiben können. Damit würde auch die Belastung der Straßen durch den Pendlerverkehr reduziert und das Leben in der Stadt bunter und attraktiver werden.

Bild Nr. 6178, Quelle: BHW Bausparkasse

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