2017

Mein Geld, dein Geld, unser Geld?

Presseinformation vom 05.07.2017

Geld ist der Zankapfel Nummer eins in Partnerschaften? Stimmt nicht! Eine aktuelle Postbank Umfrage hat ergeben, dass deutsche Paare selten um den schnöden Mammon streiten. Das Rezept für Harmonie in der Partnerschaft: ein offener Umgang mit Geld.

Romantik geht anders – jedoch sollten Paare das Thema Finanzen nicht aussparen
Bild Nr. 1426, Quelle: Postbank
© upslim

Download Bild-Datei (JPG, 403 KB)

Geld und Partnerschaft sind bekanntlich ein schwieriges Paar. Trotzdem streiten lediglich vier Prozent aller Deutschen, die in einer Beziehung leben, regelmäßig wegen der Finanzen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. In deren Rahmen wurden 1.194 Befragte ab 18 Jahren, die in einer Beziehung leben, telefonisch interviewt. Leben mehr als vier Personen im Haushalt, geben doppelt so viele Befragte an, dass sie immer wieder wegen des Geldes aneinandergeraten. „Geld ist alles andere als romantisch und birgt ein gewaltiges Konfliktpotenzial, wenn es um Konsum- und Sparverhalten, Erwartungen und Abhängigkeiten geht“, sagt Katharina Freudenhammer von der Postbank. „Das beste Rezept gegen Ärger ist ein offener Umgang mit den Finanzen – am besten bereits in einem frühen Stadium der Beziehung.“ Diese Offenheit scheint ein Großteil der Bundesbürger zu praktizieren: Laut Umfrage reden rund 90 Prozent der Befragten mit ihrem Partner ohne Vorbehalte über das Thema Geld. Ein Trauschein scheint die offene Gesprächskultur zu begünstigen: Nur halb so viele Verheiratete wie Unverheiratete tabuisieren die Finanzen in ihrer Beziehung.

Zeig mir dein Konto...

Tauschen sich die Partner offen über ihr Einkommen und ihr Vermögen aus, können Konflikte im Vorfeld entschärft werden. Damit jeder seinen finanziellen Spielraum behält, sollte jeder Partner ein eigenes Girokonto haben. Zusätzlich wird ein gemeinsames Haushaltskonto eingerichtet, auf das beide zugreifen können. Auf das gemeinsame Konto überweisen beide regelmäßig einen vorher vereinbarten Betrag. Von diesem Konto werden dann alle gemeinsamen Ausgaben und Einkäufe bestritten. Dieses Modell hat vor allem dann Vorteile, wenn die Partner ein ungleiches Ausgabe- und Sparverhalten haben – also der eine Geld eher zusammenhält, während es der andere lieber mit vollen Händen ausgibt. Damit bleibt jeder Partner für die eigenen Finanzen verantwortlich und kann sich Wünsche erfüllen, ohne Rechenschaft ablegen zu müssen. Mit diesem Modell kann man aber auch für einen finanziellen Ausgleich sorgen. Wenn Kinder geboren werden, steckt in der Regel einer der Partner – meist die Frau – beruflich zurück, nimmt Elternzeit, arbeitet in Teilzeit und kümmert sich um Kind und Haushalt. Gesteht der weiterhin uneingeschränkt berufstätige Partner dem anderen nur ein abgezähltes Haushaltsgeld zu, kommt schnell Frustration auf und das Konfliktrisiko steigt. Die bessere Lösung: Alle Einnahmen fließen auf das Gemeinschaftskonto. Davon werden dann die gemeinsamen Ausgaben bestritten, wie Miete, Lebensmittel, Rücklagen für den Urlaub. Der verbleibende Betrag wird durch zwei geteilt und auf die Einzelkonten überwiesen.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
Download JPG