2017

Mannheim mausert sich

Presseinformation vom 28.09.2017
  • Kräftige Wertsteigerungen bei Wohnimmobilien
  • Stabile Zukunftsaussichten für Eigentümer

In Mannheim sind die Preise für Wohneigentum in den vergangenen Jahren kräftig in die Höhe geklettert. Zwischen 2012 und 2016 legten sie eine Steigerung von real 23,9 Prozent hin. 2.400 Euro mussten Kaufinteressierte im vergangenen Jahr für den Quadratmeter durchschnittlich einplanen. Dies sind Ergebnisse des Postbank Wohnatlas 2017, der die Immobilienmärkte in 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten unter die Lupe nimmt.

Den Steigerungen bei den Kaufpreisen in den vergangenen vier Jahren steht allerdings nur ein kleines Plus von real sechs Prozent bei den Einkommen gegenüber. Die Mannheimer müssen im Schnitt elf örtliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen* zahlen, um eine 100-Quadratmeter-Wohnung zu kaufen. Damit liegt die Stadt im Vergleich der 40 größten deutschen Städte immerhin auf Platz 14.

Kaufpreise steigen schneller als die Mieten

Auch im Vergleich zu den Mieten sind die Preise für den Immobilienkauf nicht moderat: Umgerechnet 23 Jahresnettokaltmieten werden in der drittgrößten Stadt Baden-Württembergs für die eigenen vier Wände fällig. „Kaufinteressierte sollten sehr genau hinsehen und das Wunschobjekt auf Herz und Nieren prüfen. Lage, Bausubstanz und Ausstattung können aber unter Umständen auch hohe Preise rechtfertigen“, sagt Markus Weis, Direktor Immobilien von der Postbank Immobilien GmbH in Ludwigshafen.

Die Zukunftsaussichten sind dafür vergleichsweise positiv. Die Stadt wächst – wenn auch nur mit einem kleinen Plus von jährlich 0,06 Prozent. Damit gehört Mannheim zu den wenigen Großstädten, die überhaupt mit einem Bevölkerungswachstum bis 2030 rechnen dürfen. Das ist in nur elf der 40 größten deutschen Städte der Fall. Und auch über Wertsteigerungen dürfen Eigentümer sich in Zukunft freuen. Die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die den Wohnatlas 2017 für die Postbank erstellt haben, rechnen mit einem Plus von jährlich 0,34 Prozent bis 2030**. In diese Prognose sind neben der künftigen Entwicklung der Einwohnerzahlen auch Parameter wie Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben eingeflossen.

Interessante Nachbarstädte

„Aufgrund der besonderen Lage von Mannheim lohnt auch ein Blick in die Schwesterstadt Ludwigshafen auf der anderen Rheinseite oder zum unmittelbaren Nachbarn Heidelberg“, so Markus Weis. So finden Kaufinteressierte in Ludwigshafen häufig noch günstigere Angebote. In Heidelberg dagegen ist Wohneigentum im Vergleich teurer, die Aussichten auf weitere Wertsteigerungen sind allerdings auch etwas besser. „Je nach individuellen Bedürfnissen und Vorlieben können Interessenten auf der Suche nach der Traumimmobilie auch in den Nachbarstädten fündig werden.“

> Tabelle: Mannheim und Nachbarstädte im Vergleich (PDF, 109 KB)

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017

Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte (darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November 2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde).

* Definition verfügbares Jahreseinkommen pro Kopf:

Netto-Gesamteinkommen der privaten Haushalte einer Stadt, umgerechnet auf ihre Einwohner, Kinder und Rentner eingeschlossen. Das Netto-Jahreseinkommen setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Vermögenseinkommen in Form von Zinsen und anderen Kapitalerträgen, Mieteinnahmen sowie Sozialleistungen (Renten, Kindergeld, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen) – abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Das verfügbare Einkommen pro Kopf ist ein Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in einer Region oder Stadt.

** Prognose reales Preiswachstum pro Jahr in Prozent bis 2030 nach dem HWWI-Wohnungsmarktmodell:

Anhand verschiedener Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben wurde die Nachfrageentwicklung berechnet. Die Entwicklung des Angebots bleibt davon nicht unberührt. In das HWWI-Wohnungsmarktmodell flossen sowohl die Entwicklung der Nachfrage als auch des Angebots ein. Mit diesem Prognose-Instrument lässt sich nachzeichnen, wie sich beide Faktoren wechselseitig beeinflussen. Am Ende steht die Kaufpreisprognose für den Zeitraum 2016-2030.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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