2017

Kiel steigert seine Attraktivität

Presseinformation vom 09.10.2017
  • Rasante Wertsteigerungen bei Wohnimmobilien
  • Eigentum in der Förde-Stadt wird immer beliebter

Wer in Kiel Wohneigentum erwerben möchte, muss immer tiefer in die Tasche greifen. Zwischen 2012 und 2016 schossen die Quadratmeterpreise um 36 Prozent in die Höhe. Die Stadt an der Förde gehört damit zu den zehn deutschen Großstädten mit den stärksten Preissteigerungen. 2.042 Euro mussten Kaufinteressierte im vergangenen Jahr für den Quadratmeter durchschnittlich einplanen. Dennoch liegt die Stadt im Vergleich der 40 größten deutschen Städte in Sachen Immobilienpreise noch im Mittelfeld (Platz 20). Dies sind Ergebnisse des Postbank Wohnatlas 2017, der die Immobilienmärkte in 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten unter die Lupe nimmt.

Aufholeffekte an der Förde

Den rasanten Kaufpreissteigerungen steht nur ein kleines Plus von real 5,8 Prozent bei den Einkommen gegenüber. Die Kieler müssen mittlerweile im Schnitt 10,5 örtliche Pro-Kopf- Jahreseinkommen* hinlegen, um eine 100-Quadratmeter-Wohnung zu kaufen. Auch im Vergleich zu den Mieten haben die Kaufpreise aufgeholt. Umgerechnet 22,5 Jahresnettokaltmieten werden in der Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein für den Wohnungskauf fällig. Im deutschlandweiten Vergleich kommen die Kieler damit aber noch vergleichsweise günstig weg: Gemessen am örtlichen Einkommensniveau wie auch an den Mieten liegt die Stadt im Mittelfeld. „Kiel hat in den vergangenen Jahren enorm an Attraktivität gewonnen. Zu beobachten waren Aufholeffekte: Der Preissprung erfolgte von recht niedrigem Niveau“, erläutert Siegbert Merklinger, Regionaldirektor der Postbank Finanzberatung in Hamburg.

> Tabelle: Kiel in Zahlen (PDF, 90KB)

In Zukunft dürften die Preise in Deutschlands nördlichster Großstadt weiter steigen – obwohl die Einwohnerzahl laut Prognose leicht zurückgehen wird. Die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die den Wohnatlas 2017 für die Postbank erstellt haben, rechnen mit einem Preisaufschlag von jährlich 0,66 Prozent bis 2030. In diese Kaufpreis-Prognose** sind neben der künftigen Entwicklung der Einwohnerzahlen auch Parameter wie Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben eingeflossen. „Wer in Kiel von der eigenen Immobilie träumt, der sollte nicht zu lange zögern. Denn die Preise sind weiter im Aufwind. Eigentümer dürfen sich in den kommenden Jahren über Wertsteigerungen freuen“, sagt Postbank Experte Merklinger.

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017

Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte (darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November 2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde).

* Definition verfügbares Jahreseinkommen pro Kopf:

Netto-Gesamteinkommen der privaten Haushalte einer Stadt, umgerechnet auf ihre Einwohner, Kinder und Rentner eingeschlossen. Das Netto-Jahreseinkommen setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Vermögenseinkommen in Form von Zinsen und anderen Kapitalerträgen, Mieteinnahmen sowie Sozialleistungen (Renten, Kindergeld, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen) – abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Das verfügbare Einkommen pro Kopf ist ein Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in einer Region oder Stadt.

** Prognose reales Preiswachstum pro Jahr in Prozent bis 2030 nach dem HWWI-Wohnungsmarktmodell:

Anhand verschiedener Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben wurde die Nachfrageentwicklung berechnet. Die Entwicklung des Angebots bleibt davon nicht unberührt. In das HWWI-Wohnungsmarktmodell flossen sowohl die Entwicklung der Nachfrage als auch die des Angebots ein. Mit diesem Prognose-Instrument lässt sich nachzeichnen, wie sich beide Faktoren wechselseitig beeinflussen. Am Ende steht die Kaufpreisprognose für den Zeitraum 2016-2030.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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