2017

Postbank-Studie: Mittelständische Geschäftsführer treiben Digitalisierung voran

Presseinformation vom 24.10.2017

Im Mittelstand ist Digitalisierung Chefsache – Geschäftsführer investieren vor allem in Informationssicherheit – Passgenaue Informationen und individuelle Beratung erwünscht

Längst ist das Thema Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil der wirtschaftspolitischen Debatte in Deutschland und soll, laut Bundeskanzlerin Angela Merkel, verstärkt zur Chefsache werden. Auch für vier von fünf Geschäftsführern mittelständischer Unternehmen steht fest: Die Digitalisierung ist relevant für ihr Unternehmen (81 Prozent) – und wird es auch in Zukunft sein (86 Prozent). Dies hat eine Umfrage von Statista im Auftrag der Postbank ergeben. Vor allem die Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen treiben die Digitalisierung voran und messen dem Thema aktuell eine höhere Bedeutung zu als angestellte Manager oder sonstige leitende Angestellte (67 Prozent).

Informationssicherheit ist wichtigstes Thema der Digitalisierung

Speziell die Themen Informationssicherheit (81 Prozent), Partner Collaboration (77 Prozent) und die Digitalisierung der Vertriebskanäle (75 Prozent) sind in den Betrieben von hoher Relevanz. Partner Collaboration bezeichnet die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen auf einer gemeinsamen Software-Plattform. Geschäftsführer stufen diese Aspekte der Digitalisierung als deutlich wichtiger ein als andere befragte Manager. Daher fließen in diese drei Bereiche auch die größten Summen. In die Informationssicherheit investieren aktuell 80 Prozent der Geschäftsführer stark, gefolgt von der Digitalisierung der Vertriebskanäle (70 Prozent) und der Partner Collaboration (69 Prozent).

Unternehmensintern steht vor allem die IT im Fokus der Digitalisierung: Die Hälfte der befragten Unternehmer sieht hier einen besonders großen Investitionsbedarf (50 Prozent), gefolgt von Logistik und Vertrieb (je 28 Prozent).

Von einer erfolgreichen Digitalisierung können Unternehmen auf vielfältige Weise profitieren. Geschäftsführer versprechen sich von ihren Investitionen vor allem Verbesserungen interner Arbeitsabläufe und Prozesse (40 Prozent), die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens (32 Prozent), das Erschließen neuer Märkte (31 Prozent) und eine verbesserte Entwicklung von Innovationen (30 Prozent).

Für eine gelungene Umsetzung der Digitalisierungsmaßnahmen ist eine solide Finanzierung essentiell. Neben den Rückstellungen aus laufenden Einnahmen (72 Prozent) können vor allem Banken Digitalisierungsprojekte ermöglichen: 53 Prozent der Geschäftsführer ziehen Bankkredite in Betracht, um die Investitionen stemmen zu können. „Für die erfolgreiche Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen ist eine unkomplizierte Finanzierung ein wesentlicher Faktor“, sagt Reiner Ramacher, Bereichsvorstand Geschäfts- und Firmenkunden der Postbank. „Und genau das können wir als Postbank mit unserer Kompetenz und Erfahrung bei Finanzierungen dem Mittelstand bieten“, ergänzt Ramacher.

Passgenaue Informationen und individuelle Beratungsangebote von Dienstleistern und Verbänden erwünscht

Im Dickicht der verschiedenen Möglichkeiten gilt es, den Durchblick zu wahren. So sind 95 Prozent der Geschäftsführer an Informationen zum Thema Digitalisierung interessiert, primär von Dienstleistern aus den Bereichen Technologie und Software (52 Prozent) oder von Branchenverbänden wie der Industrie- und Handelskammer (49 Prozent). Dabei wünschen Geschäftsführer keine Informationen nach dem Gießkannenprinzip, sondern zielgerichtete, auf ihr Unternehmen zugeschnittene Hinweise im Rahmen von individuellen Beratungsterminen (50 Prozent) oder kleineren Netzwerk- und Branchenveranstaltungen in der Region (38 Prozent).

Informationen zur Studie

Im Rahmen der Postbank Studie „Digitalisierung im Mittelstand“ hat das Marktforschungsunternehmen Statista im August 2017 1.001 Führungskräfte und Entscheidungsträger aus dem deutschen Mittelstand online befragt. Die Entscheidungsträger waren in Unternehmen mit mindestens zehn Mitarbeitern und einem Jahresumsatz zwischen zwei und 500 Mio. Euro beschäftigt.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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