2017

Bielefeld: Immobilienpreise stabilisieren sich

Presseinformation vom 08.11.2017
  • Ende der Preisrallye in Sicht
  • Kein Wertverfall trotz sinkender Einwohnerzahl

Wohneigentum ist in Bielefeld deutlich teurer geworden: Der Quadratmeter kostet mittlerweile durchschnittlich 1.528 Euro. Inflationsbereinigt sind die Preise von 2012 bis 2016 um 16,8 Prozent gestiegen. Da das durchschnittlich verfügbare Einkommen in der Region um 1,3 Prozent zurückgegangen ist, verschärft sich dieser Effekt noch weiter. Doch auch wenn der Weg in die eigenen vier Wände für Bielefelder teurer geworden ist, liegt das Preisniveau im Vergleich der 40 bevölkerungsreichsten deutschen Großstädte noch im Mittelfeld. Gemessen am Quadratmeterpreis erreicht Bielefeld Platz 28. Dies sind Ergebnisse des Postbank Wohnatlas 2017, der die Immobilienmärkte in 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten unter die Lupe nimmt.

Preisanstieg folgt allgemeinem Trend

Die Aufwärtsentwicklung der vergangenen Jahre entspricht dem Bundestrend: In fast allen Großstädten sind die Preise spürbar gestiegen. Teils fallen die Teuerungsraten wie auch die Quadratmeterpreise noch viel extremer aus. Im deutlich kleineren Wiesbaden etwa kostet der Quadratmeter mehr als das Doppelte, in Deutschlands teuerster Stadt München gar das Vierfache. Für den Kauf einer 100-Quadratmeter-Wohnung in Bielefeld werden mittlerweile im Schnitt 7,3 örtliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen* fällig – immer noch ein durchaus moderater Wert. Auch im Vergleich zu den Mieten bleiben die Kaufpreise im Rahmen: Umgerechnet 18,7 Jahresnettokaltmieten kostet Wohnraum in Bielefeld. „Dadurch können Käufer ihre Darlehen in überschaubarer Zeit tilgen, wenn sie einen Kredit bedienen anstatt Miete zu zahlen“, erläutert Michael Krysmann, Direktor Immobilienvertrieb der Postbank Immobilien GmbH.

> Tabelle: Bielefeld in Zahlen (PDF, 89KB)

Wer jetzt in Bielefeld Eigentum erwirbt, setzt auf eine stabile Geldanlage. Laut Wohnatlas-Prognose werden die Preise zwar nicht mehr so schnell steigen, bleiben aber stabil. Die Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die den Wohnatlas 2017 für die Postbank erstellt haben, rechnen bis 2030 mit einem kleinen Plus von durchschnittlich 0,04 Prozent im Jahr. In diese Kaufpreis-Prognose** sind neben der künftigen Entwicklung der Einwohnerzahlen auch Parameter wie Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben eingeflossen. „Wer in Bielefeld von seiner eigenen Immobilie träumt, zahlt mehr als noch vor ein paar Jahren. Aber wenn das Objekt stimmt, erhalten Käufer wertstabiles Eigentum zum fairen Preis“, sagt Postbank Experte Krysmann.

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017

Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte (darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November 2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde).

* Definition verfügbares Jahreseinkommen pro Kopf:

Netto-Gesamteinkommen der privaten Haushalte einer Stadt, umgerechnet auf ihre Einwohner, Kinder und Rentner eingeschlossen. Das Netto-Jahreseinkommen setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Vermögenseinkommen in Form von Zinsen und anderen Kapitalerträgen, Mieteinnahmen sowie Sozialleistungen (Renten, Kindergeld, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen) – abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Das verfügbare Einkommen pro Kopf ist ein Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in einer Region oder Stadt.

** Prognose reales Preiswachstum pro Jahr in Prozent bis 2030 nach dem HWWI-Wohnungsmarktmodell:

Anhand verschiedener Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben wurde die Nachfrageentwicklung berechnet. Die Entwicklung des Angebots bleibt davon nicht unberührt. In das HWWI-Wohnungsmarktmodell flossen sowohl die Entwicklung der Nachfrage als auch die des Angebots ein. Mit diesem Prognose-Instrument lässt sich nachzeichnen, wie sich beide Faktoren wechselseitig beeinflussen. Am Ende steht die Kaufpreisprognose für den Zeitraum 2016-2030.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
Download JPG