2017

Münster: Wohneigentum mit guter Prognose

Presseinformation vom 08.11.2017
  • Zweithöchste Wertsteigerungsrate im bundesweiten Städte-Vergleich
  • Preise steigen trotz Bevölkerungsrückgang

Wohneigentum in Münster ist deutlich teurer als noch vor fünf Jahren. Von 2012 bis 2016 stieg der Preis inflationsbereinigt um 23,7 Prozent. Der Quadratmeter kostet mittlerweile 2.612 Euro. Dieser Aufwärtstrend wird sich fortsetzen: Nach der Prognose des Postbank Wohnatlas 2017, der die Immobilienmärkte in 402 deutschen Landkreisen und kreisfreien Städten unter die Lupe nimmt, steigt der reale Wert der Immobilien bis 2030 jährlich um 1,08 Prozent. Nur Deutschlands teuerste Großstadt München bietet im bundesweiten Vergleich der 40 größten Städte einen noch höheren Wertzuwachs.

Wertsteigerungschancen für Immobilien

In der bayerischen Landeshauptstadt ist allerdings auch der Quadratmeterpreis extrem. Mehr als 6.000 Euro muss man dort anlegen, also mehr als doppelt so viel wie in Münster. Dort liegt der Quadratmeterpreis im Vergleich der 40 größten Städte Deutschlands nicht einmal in den Top Ten – ebenso wenig wie der Kaufpreis im Verhältnis zum Einkommen. Für den Kauf einer 100-Quadratmeter-Wohnung werden mittlerweile im Schnitt 11,1 örtliche Pro-Kopf-Jahreseinkommen* fällig. Auch im Vergleich zu den Mieten haben die Kaufpreise aufgeholt. Käufer müssen für Immobilieneigentum inzwischen 23,9 Jahresnettokaltmieten anlegen. „Die Wertsteigerungschancen machen Münster zu einer attraktiven Region für Käufer“, erläutert Philipp Merz, Vertriebsdirektor der Postbank Filialvertrieb AG. „Mittlerweile haben die Preise allerdings ein Niveau erreicht, bei dem man jedes Angebot sorgfältig bewerten sollte, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

> Tabelle: Münster in Zahlen (PDF, 89KB)

Wenn die Voraussetzungen stimmen, haben Eigentümer gute Karten, die prognostizierte Wertsteigerung von 1,08 Prozent pro Jahr wirklich zu nutzen. In diese Kaufpreis-Prognose** der Experten des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), die den Wohnatlas 2017 für die Postbank erstellt haben, sind neben der künftigen Bevölkerungsentwicklung auch Parameter wie Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben eingeflossen. Laut Prognose steigen die Preise trotz leicht sinkender Einwohnerzahlen. „Wer in Münster von seiner eigenen Immobilie träumt, sollte bald handeln, denn günstiger wird es kaum werden“, sagt Postbank Experte Philipp Merz.

Hintergrundinformationen zur Postbank Studie Wohnatlas 2017

Die Postbank Studie Wohnatlas 2017 wurde unter der Leitung von Prof. Dr. Alkis Henri Otto, Forschungsbereichsleiter Hamburg, Städte und Regionen, vom Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) durchgeführt. Analysiert wurden 402 Landkreise und kreisfreie Städte (darunter noch der Landkreis Osterode am Harz, der am 1. November 2016 Teil des Landkreises Göttingen wurde).

* Definition verfügbares Jahreseinkommen pro Kopf:

Netto-Gesamteinkommen der privaten Haushalte einer Stadt, umgerechnet auf ihre Einwohner, Kinder und Rentner eingeschlossen. Das Netto-Jahreseinkommen setzt sich zusammen aus Löhnen und Gehältern, Einkommen aus selbstständiger Arbeit, Vermögenseinkommen in Form von Zinsen und anderen Kapitalerträgen, Mieteinnahmen sowie Sozialleistungen (Renten, Kindergeld, Arbeitslosengeld und Sozialleistungen) – abzüglich Steuern und Sozialabgaben. Das verfügbare Einkommen pro Kopf ist ein Indikator für die finanziellen Verhältnisse der Bevölkerung in einer Region oder Stadt.

** Prognose reales Preiswachstum pro Jahr in Prozent bis 2030 nach dem HWWI-Wohnungsmarktmodell:

Anhand verschiedener Regionaldaten zur Bevölkerungs- und Altersstruktur, Haushaltsgröße, Einkommensentwicklung und Wohnausgaben wurde die Nachfrageentwicklung berechnet. Die Entwicklung des Angebots bleibt davon nicht unberührt. In das HWWI-Wohnungsmarktmodell flossen sowohl die Entwicklung der Nachfrage als auch die des Angebots ein. Mit diesem Prognose-Instrument lässt sich nachzeichnen, wie sich beide Faktoren wechselseitig beeinflussen. Am Ende steht die Kaufpreisprognose für den Zeitraum 2016-2030.

Kontakt

Ralf Palm, Pressesprecher

Ralf Palm
Pressesprecher
ralf.palm@postbank.de
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