2017

Altersvorsorge auf eigene Faust

Presseinformation vom 15.11.2017

Privat Vermögen für den Ruhestand aufzubauen ist eine beliebte Vorsorgemethode unter deutschen Sparern. Wer eigenständig Geld für das Alter beiseite- und gewinnbringend anlegen möchte, benötigt vor allem Disziplin und etwas Know-how.

Jeder vierte Vorsorgesparer verwaltet seine Ersparnisse für den Ruhestand selbst
Bild Nr. 1430, Quelle: Postbank
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Rund jeder vierte Deutsche (28 Prozent), der zusätzlich für sein Alter vorsorgt, legt zu diesem Zweck eigenständig Geld für den Ruhestand an – unabhängig von Versicherungspolicen und Riester-Sparplänen. Nach Investitionen in eine Betriebsrente (33 Prozent) und in eine private Rentenversicherung (30 Prozent) ist der private Vermögensaufbau der beliebteste Vorsorgeweg der Bundesbürger. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Vor allem Männer und Befragte mit einem höheren Bildungsabschluss und gutem Einkommen behalten die Fäden gern in der Hand und verwalten die Ersparnisse für ihren Lebensabend selbst. „Wer privat Vermögen für das Alter aufbaut, kann relativ flexibel über das Geld verfügen. Bei den meisten Vorsorgeprodukten, wie Riester-, Rürup- und Rentenversicherungsverträgen, darf der Anleger die Ersparnisse in der Regel erst zum Renteneintritt entnehmen – wenn er keine Verluste hinnehmen will“, erläutert Karsten Rusch von der Postbank. „Der private Vermögensaufbau hat aber auch Nachteile: Der Sparer verzichtet auf Zuschüsse und Steuererleichterungen vom Staat. Zudem erfordert es Disziplin, damit die Rücklagen im Laufe des Berufslebens nicht für vorgeblich dringendere Ausgaben dahinschmelzen.“

Was will ich? Was kann ich?

Wer sein Vermögen für den Ruhestand eigenständig anlegen und mehren will, muss sich fragen: Wie viel Zeit bleibt mir bis zum Renteneintritt? Wie groß ist mein finanzieller Spielraum? Wie viel Risiko kann ich eingehen und wie intensiv möchte ich mich mit der Anlage beschäftigen? „Bewegt sich der Anlagehorizont im Bereich von fünfzehn bis zwanzig Jahren, kann man über die Investition in Wertpapiere nachdenken. In Zeiten niedriger Anlagezinsen sind Aktien und Fonds besonders geeignet, um Geld rentabel anzulegen. Der Chance auf Rendite steht jedoch immer das Risiko des Verlusts gegenüber“, so Karsten Rusch. „Aus diesem Grund sollten Wertpapiere nur einen Teil der Altersvorsorge ausmachen.“ Wer sein Depot mit Einzelaktien bestücken will, benötigt viel Kapital, um seine Anlage breit zu diversifizieren. Die Titel, in die investiert wird, sollten mit Bedacht ausgewählt werden und aus unterschiedlichen Branchen und Ländern stammen, um das Anlagerisiko zu streuen. Es geht auch mit einem kleineren Einstiegsbetrag: Für nur 50 Euro im Monat können Sparer Anteile eines Investment- oder Indexfonds im Rahmen eines Sparplans erwerben. Ein weiterer Vorteil des Fondssparens: Der Käufer muss sich keine Sorgen um den günstigsten Einstiegszeitpunkt machen. Dank des sogenannten Cost-Average-Effekts („Durchschnittskosteneffekt“) halten sich Kursgewinne und -verluste über die Laufzeit des Fondssparplans die Waage.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch
Pressesprecherin
iris.laduch@postbank.de
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