2018

Sparen für den Sprössling

Presseinformation vom 05.12.2018

Zum Geburtstag, zu Weihnachten, für den Führerschein oder die Ausbildung: Geld ist ein beliebtes Geschenk, vor allem für Kinder. Eltern und Großeltern haben die Qual der Wahl: Wohin mit den Ersparnissen?

Bild Nr. 1495, Quelle: Postbank
© Nicole Effinger

Kauf dir was Schönes! 57 Prozent der Deutschen schenken zu feierlichen Anlässen gerne Geld, so das Ergebnis einer aktuellen TNS-Emnid-Umfrage im Auftrag der Postbank. Besonders Kinder und Jugendliche werden gerne mit einem Geldgeschenk bedacht. Doch wohin mit den Euros, damit sie nicht stillschweigend in die Haushaltskasse der Eltern fließen? Spardose und Sparschwein sind zwar praktikable Übergangslösungen, für das langfristige Sparen aber eher ungeeignet – schließlich kommen im Laufe der Jahre ordentliche Summen zusammen, die man lieber nicht im Wohn- oder gar Kinderzimmer parkt. Eine bessere Lösung ist das Eröffnen eines Sparkontos für den Nachwuchs. Das ist bereits für Babys möglich. Solange das Kind jedoch noch keine sieben Jahre alt ist, wird die zum Konto gehörende SparCard auf die Eltern ausgestellt. Erst ab sieben Jahren bekommt das Kind eine eigene Karte, die Zweitkarte bleibt bei einem gesetzlichen Vertreter. „Die Erziehungsberechtigten sollten die Regeln für den Umgang mit dem Konto bestimmen. So ist es sinnvoll, einen Höchstbetrag für Auszahlungen festzulegen, zum Beispiel 25, 50 oder 250 Euro pro Kalendermonat“, empfiehlt Rosemarie Liebl. Noch eine Besonderheit des Kinderkontos: Ist das Kind als Kontoinhaber angegeben, gehört das eingezahlte Geld ausschließlich dem Kind. Die Eltern verwalten lediglich die Ersparnisse bis zu dessen 18. Geburtstag. Sie dürfen daher – rein rechtlich – kein Geld entnehmen, etwa um die neue Wintergarderobe des Sprösslings oder dessen Klassenfahrt zu bezahlen. „Sobald das Kind volljährig ist, kann es mit dem Geld machen, was es will. Rein formal haben die Eltern dann keine Kontrolle darüber, wofür die Ersparnisse ausgegeben werden“, gibt Rosemarie Liebl zu bedenken. Dafür können Kinder mit eigenem Konto auch einen eigenen Freistellungsauftrag bis zu 801 Euro im Jahr stellen.

Rendite, kinderleicht!

Doch um so viel Kapitalertrag in Zeiten niedriger Anlagezinsen zu erzielen, reicht es nicht, alle Geldgeschenke auf ein Spar- oder Tagesgeldkonto einzuzahlen. Weit besser eignet sich dazu ein Depotkonto. Wer bereit ist, ein überschaubares Maß an Risiko einzugehen, der sollte den Kauf von Anteilen an einem börsengehandelten Indexfonds, kurz ETF, erwägen. ETFs bilden einen bestimmten Index ab, sodass Anleger von einer allgemeinen Marktentwicklung profitieren können. Empfehlenswert sind ETFs, die besonders breit gestreut sind und beispielsweise auf die Entwicklung des Weltaktienmarkts setzen. Auf lange Sicht erzielt diese Form der Anlage eine Rendite von rund sieben Prozent im Jahr, ohne dass sie dem Anleger Mühe macht. Da Eltern Ersparnisse für ihre Kinder in der Regel über einen langen Zeitraum anlegen, können sie eventuelle Kursschwankungen aussitzen. Trotz des komfortablen Zeithorizonts gilt aber auch bei der Geldanlage für Kinder: Niemals alle Eier in einen Korb legen! Sinnvoll ist die Mischung von Sparanlage, Bausparvertrag und Wertpapieren – und damit eine gesunde Risikoverteilung.

Informationen zur Umfrage:

In einer telefonischen, repräsentativen Mehrthemenbefragung im August 2018 interviewte TNS Emnid im Auftrag der Postbank 1.010 Befragte ab 16 Jahren.

Kontakt

Iris Laduch-Reichelt

Iris Laduch-Reichelt
Pressesprecherin
iris.laduch-reichelt@postbank.de
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