Geschichte der Postbank

Lesen Sie, wie sich die Postbank zum heutigen Unternehmen mit 14,0 Millionen aktiven Kunden, rund 19.000 Beschäftigten und über 1.100 Postbank Finanzcentern entwickelte.

Rückblick auf eine Geschichte des Fortschritts

Die Postbank Geschichte im Zeitraffer
Kurzfilm zu 100 Jahren Postbank (bitte klicken)

Die erfolgreiche Geschichte der Postbank beginnt am 1. Januar 1909, als die Reichspost 13 Postscheckämter gründet und den Postüberweisungs- und Scheckverkehr einführt. Damit kann jeder Inhaber eines Postscheckkontos erstmals überregional Geld überweisen und Gutschriften erhalten – eine kleine Revolution im Bankgeschäft der damaligen Zeit. Bis dahin haben Geldinstitute diesen Service ausschließlich Unternehmen und zahlungskräftigen Kunden zur Verfügung gestellt.

Innerhalb des ersten Jahres werden bereits 44.000 Konten eröffnet und 29 Millionen Buchungen durchgeführt.

Mit dem schnell wachsenden Auftragsvolumen automatisiert und beschleunigt die Post 1925 den Zahlungsverkehr. Es folgen die Einführung des Dauerauftrags im Jahr 1950, die Auslandsüberweisungen im Jahr 1951, der Einsatz elektronischer Datenträger 1969, der Bildschirmtext (kurz Btx) 1983 und schließlich ab 1991 Telefon-Banking, ab 1998 Online-Banking, ab 2004 Mobile Banking und ab 2007 iBanking.

Im Detail: die Geschichte des Postbank Girokontos

Die Geschichte des Postbank Girokontos

Postscheckamt 1925; Maschinen beschleunigen den Versand der Kontoauszüge

Im Postscheckamt anno 1925
Maschinen beschleunigen den Versand der Kontoauszüge
(Quelle: Museum für Kommunikation Frankfurt am Main, Reproduktion nicht gestattet.)

Die Vorgeschichte des Postbank Girokontos beginnt schon 1876, als der Generalpostmeister Stephan vorschlägt, im Reichspostgebiet den Postüberweisungs- und Scheckverkehr einzuführen. Seine Bemühungen bleiben allerdings zunächst ohne Erfolg.

Die Überweisung erobert Österreich

Schneller entschlossen sind die Österreicher: Sie suchen nach einer neuen Möglichkeit, Überschuss für den Staat zu erwirtschaften. Der 1883 eingeführte Postsparkassendienst verursacht mit seinem hohen Anteil minderbegüterter Sparer nämlich hohe Kosten und bringt kaum Ertrag. So wird bereits 1884 der Scheckverkehr als Massengeschäft etabliert: Jeder Postsparbuch-Inhaber kann überregional Geld überweisen und Gutschriften erhalten. Die Einführung des Scheckverkehrs wird zu einer revolutionären Errungenschaft für die österreichische Wirtschaft.

Deutsche Wirtschaft drängt auf Scheckverkehr

1899 will auch die deutsche Reichsregierung die Betriebsmittel des Reiches stärken und den Notenbedarf einschränken. Sie möchte den Postüberweisungs- und -scheckverkehr breiten Bevölkerungsschichten zugänglich machen. Es kommt aber zunächst zu keiner Einigung, da der Reichstag die Konkurrenz für die bestehenden Geldinstitute fürchtet. Die Reichsregierung hält jedoch hartnäckig an ihrem Plan fest. Auch Presse, Handel und Gewerbe drängen auf Verwirklichung. 1908 legt die Reichsregierung einen modifizierten Vorschlag vor, den der Reichstag annimmt.

Standesdünkel ade - Post bietet Konto für jedermann

Am 1. Januar 1909 tritt der Postscheckverkehr im deutschen Reich nach österreichischem Vorbild ins Leben: Dreizehn Postscheckämter nehmen ihren Dienst auf. Der Erfolg lässt nicht lange auf sich warten. Schon 1916 verarbeitet das Postscheckamt Berlin 39 Millionen Buchungen im Jahr. Die Post bedient im Gegensatz zu anderen Instituten nicht nur ausgewählte kapitalkräftige Kunden. Sie führt auch kleinere Zahlungen weitester Kreise aus.

Bearbeitung der Postscheck-Überweisungen im Jahr 1925

Im Buchungssaal
Als jeder Auftrag noch Handarbeit war: Die Überweisung im Jahr 1925
(Quelle: Museum für Kommunikation Frankfurt am Main, Reproduktion nicht gestattet.)

Die ersten Schreibmaschinen sind ein Segen

Ohne Maschinen sind die zunehmenden Auftragsmassen kaum mehr zu bewältigen. Deshalb ordern die Postler Schreib-, Rechen- und Buchungsmaschinen - damals neuartig und nur in Amerika erprobt. Außerdem helfen Briefschließ- und Stempelmaschinen, Rohrpost und Bandaufzüge, den Postversand zu beschleunigen.

Schon bald ist offensichtlich, wie viel die Infrastruktur der Postämter wert ist. Demzufolge werden die Filialen nicht nur für eigene Dienstleistungen genutzt. Sie sind auch die einzigen Stellen, die Invaliden- und Altersrenten auszahlen - und das bis in die 50er und 60er Jahre hinein, bis der bargeldlose Zahlungsverkehr in breiter Form eingeführt wird.

Jetzt heißt es Ärmel aufkrempeln: Der Wiederaufbau

Die Kriegsereignisse lassen auch den Postscheckdienst nicht unberührt. Im Jahre 1945 bricht er völlig zusammen. Es dauert einige Zeit, bis in den stark zerstörten Gebäuden die Arbeit wieder aufgenommen werden kann. Wie die Gebäude, so erhält auch das Postscheckkonto nach und nach einen neuen Anstrich: Neue Leistungen ergänzen das bis dahin schmale Angebot, die Automatisierung hält Einzug:

  • 1950 Der Dauerauftrag wird eingeführt
  • 1951 Es kann wieder ins Ausland überwiesen werden
  • 1955 Automatisierung beginnt
  • 1967 Automationsgerechte Formblätter mit der OCRA-Schrift werden gedruckt
  • 1969 Geld beim Postamt abheben ist möglich: Postbarscheckverfahren ist da
  • 1969 Postscheckordnung bejaht elektronische Datenverarbeitung: Kunden können neben Formblättern auch elektronische Datenträger benutzen
  • 1983 Erstmals kann per Btx (Bildschirmtext) Geld überwiesen werden

Was für den "Teilnehmer" gut war, reicht dem "Kunden" nicht mehr

Was dem früheren "Postscheckteilnehmer" genügte, ist dem "Postbank Kunden" lange nicht mehr genug. Seine Ansprüche sind gestiegen. Mit der Gründung der Postbank wächst auch die Produktpalette der Bank. Der technische Fortschritt eröffnet auch für den Zahlungsverkehr neue Möglichkeiten:

  • 1991 führt die Postbank das Dispolimit und die Postbank Card ein.
  • Seit 1993 können Postbank Kunden ihre Bankgeschäfte telefonisch,
  • seit 1998 im Internet,
  • seit 2004 per Handy und
  • seit 2007 auch per iPhone erledigen.

Heute bietet die Postbank ihren Kunden die ganze Leistungspalette an, die man von einem modernen Girokonto erwarten kann.

Das Postsparen kommt nach Deutschland

Postsparkassendienst:
Ein- bzw. Auszahlung am Schalter
Quelle: Bildarchiv des Bundesministeriums für das Post- und Fernmeldewesen

Den Erfolg des Postscheckkontos setzt die Reichspost 1939 mit der Gründung des "Postsparkassendienstes" und der Einführung des später äußerst beliebten "Postsparbuchs" fort.
Nach dem 2. Weltkrieg entwickelt sich die Postsparkasse zur Bank des kleinen Mannes. Generationen von Familien und Studenten lernen das blaue Büchlein vor allem als sicheren und günstigen Begleiter auf Reisen ins europäische Ausland kennen.

Heute ist das Sparvolumen der in Bonn beheimateten Postbank auf über 50 Milliarden Euro angewachsen. Das gute alte "Postsparbuch" heißt mittlerweile Postbank SparCard und begleitet die Kunden gut verzinst auf Reisen in 190 Länder.

Im Detail: die Geschichte des Postbank Sparens

Von einer volkstümlichen Einrichtung zum Anlageprofi

Heute hat die Postbank für jedes Spar- und Anlageziel das passende Angebot. So bietet die Postbank die SparCard an, zahlreiche Investmentfonds, Versicherungen oder auch Aktien. So vielfältig war die Auswahl selbstverständlich nicht immer. Begonnen hat das Postsparen mit einem einfachen Klassiker, den Sie auch heute noch kennen: dem Postsparbuch.

Großbritannien feiert Postsparkasse als Jahrhundert-Ereignis

Die Erfindung des Postsparbuches liegt weiter zurück als viele denken: Bereits im Jahr 1807 schlägt der britische Abgeordnete Samuel Whitbread seinen Kollegen vor, eine Postsparkasse einzuführen. Für seine Gedanken erntet er aber zunächst nur Spott. Erst mehr als fünfzig Jahre später - im Jahr 1861 - wendet sich das Blatt: Die Britische Postsparkasse (Post-Office Savings Bank) nimmt ihre Tätigkeit auf. Das Sparen erlebt damit vor allem bei der Arbeiterbevölkerung einen enormen Aufschwung. Gut zwanzig Jahre später wird die Postsparkasse als bedeutendste Einrichtung des letzten halben Jahrhunderts gefeiert. Der Erfolg zieht weite Kreise: Die Kolonien und das übrige Ausland richten ebenfalls Postsparkassen ein.

Den Österreichern sind auch kleine Sparpfennige willkommen

Auch Österreich beginnt, sich für die ausländischen Erfahrungen mit dem Postsparen zu interessieren. Der Nationalökonom Georg Coch analysiert 1881, was eine staatliche Spareinrichtung leisten müsse. Sein Ergebnis formuliert er wie folgt: "Der Wohlstand der kleinen Leute ist zurückgegangen. Deshalb müssen wir mit kleineren Beträgen zu sammeln beginnen. Je kleiner nun aber der Sparpfennig, um so weniger verträgt er Kosten, um so mehr verlangt er Sicherheit und Entgegenkommen."

Im Jahr 1883 zahlen schließlich die ersten österreichischen Bürger ihr Erspartes aufs Postsparbuch ein. Auch sozial schwächere Kreise wie Tagelöhner, Dienstboten und Handarbeiter haben weniger Hemmungen, über die Schwelle eines Postamtes zu treten als die Tür einer Privatsparkasse zu öffnen.

Das Postsparbuch vor dreißig Jahren

Mit dem Postsparbuch auf Reisen:
Das Häkelhütchen schützt vor Sonne, das Postsparbuch vor Bargeldmangel.
(Quelle: Postbank, Reproduktion unter Angabe der Quelle gestattet)

Beliebtes Buch ist bei den Deutschen zunächst unerwünscht

Auch im Deutschen Reich gibt es wiederholt Versuche, das Post- und das Sparwesen zu verbinden. Diese scheitern jedoch zunächst am Widerstand der bereits etablierten Sparkassen. Sie fürchten die unerwünschte Konkurrenz. Dann werden die Bemühungen aus politischen Gründen fallen gelassen. Erst 1938 ist man sich einig, dass der Spargedanke belebt werden müsse. Die von den Bürgern gehorteten Gelder sollen eingesammelt und der Volkswirtschaft wieder zugeführt werden.

Als das Nachbarland Österreich an das Deutsche Reich angegliedert wird, übernimmt man 1939 auch die äußerst beliebte Einrichtung des Postsparbuches: In allen Postämtern des Deutschen Reiches können die Bürger Geld einzahlen und abheben. Die Postsparkasse entwickelt sich bald zur Sparkasse des kleinen Mannes.

Mit dem Kriegsende bricht auch der Postsparkassendienst zusammen. Erst nach und nach können die Dienste in den besetzten Zonen wieder aufgenommen werden. In den fünfziger Jahren beleben Wiederaufbau und wirtschaftlicher Aufschwung das Vertrauen in den Geldwert.

Das Spargeschäft wird wieder interessant, das Postsparbuch zum beliebten Reisebegleiter, zumal es jetzt auch im Ausland akzeptiert wird:
Seit 1964 zahlen auch die Österreicher Geld vom deutschen Postsparkonto aus. Viele weitere Länder folgen.

Die Zeiten ändern sich - und damit auch die Wünsche der Kunden

Ab den sechziger Jahren sparen die Menschen zunehmend langfristiger. Die Post nimmt diesen Trend auf und entwickelt Zug um Zug neue Spar-Produkte:

  • 1967 Sparen mit vereinbarter Kündigungsfrist
  • 1970 Prämienbegünstigtes Sparen
  • 1981 Sparen mit wachsendem Zins
  • 1989 Sparen mit festem Zins

Den Kinderschuhen schnell entwachsen - die Postbank im Aufbruch

Seit dem 1. Januar 1990 ist die Postbank nicht mehr Teil einer Bundesbehörde, sondern ein eigenständiges Unternehmen.

Damit stehen Innovationen und neuen Produkten für das Sparen und Anlegen nichts mehr im Wege: Zug um Zug steigt die Postbank ins Fonds- und Wertpapiergeschäft ein und unterzeichnet Kooperationen in den Bereichen Bausparen und Versichern. Sie bringt die Postbank SparCard auf den Markt und kombiniert mit dem Postbank DAX Sparbuch Sparen und Börse – um nur einige Produktbeispiele zu nennen. Außerdem widmet die Postbank der Altersvorsorge ihrer Kunden ein verstärktes Augenmerk. Heute können die Kunden der Postbank die Spar- und Anlageprodukte auch online abschließen und von günstigen Internet-Konditionen profitieren. 

Die Postbank wird eigenständig

1990 wird die durch das Poststrukturgesetz geregelte Teilung der Deutschen Bundespost in drei Unternehmen (Post, Telekom und Postbank) wirksam und die Postbank wird ein eigenständiges Institut. Noch im selben Jahr wird die Postbank der DDR integriert. Mit der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft am 1. Januar 1995 erhält die Postbank die Vollbanklizenz. Erstmals kann sie ihr Leistungsspektrum deutlich erweitern, etwa um Privatkredite, Baufinanzierungen und Investmentfonds.

Drei Jahre später führt die Postbank als erste große, bundesweit tätige Bank das kostenlose Girokonto ein. Außerdem ermöglicht sie erstmals das hochverschlüsselte Online-Banking im Internet nur allein mit dem Browser und ohne Zusatzsoftware.

Im Detail: Meilensteine des Online-Bankings

Postbank als Pionier des Homebankings

Christian Schwarz-Schilling mit Eric Danke und Postillion auf der IFA 1983 in Berlin

Auf der IFA 1983
Haben gut Lachen: Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling (rechts), Projektleiter Eric Danke (links) und der Postillion (Mitte)
(Quelle: ehemaliges Ministerbüro)

Im Jahre 1972 entwickelte der Engländer Sam Fedida ein System namens „Viewdata“, mit dessen Hilfe über eine Telefonleitung Daten eines Großrechners auf den Fernsehbildschirm übertragen werden konnten. Basierend auf dieser neuen Technik startete die Deutsche Post unter der technischen Federführung von Eric Danke einen Feldversuch, um die Möglichkeit der Kontoführung mit diesem System zu testen. Dies war die Geburtsstunde des „Bildschirmtextes“ in Deutschland, besser bekannt unter dem Kürzel Btx.

Auf der Berliner Funkausstellung 1983 schließlich drückte Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling gemeinsam mit dem „BTX-Vater“ Eric Danke den Startknopf ins Online-Zeitalter. Die rechtlichen Grundlagen der BTX-Nutzung wurden in einem „BTX-Staatsvertrag“ festgeschrieben: Die Bundespost hatte die Oberhoheit über die neue Technologie - jeder Anbieter durfte in dem System Inhalte bereitstellen. Thematisch reichten die kostenpflichtigen Seiten von Grußkarten über die Fahrplanauskunft der Bahn bis zu erotischen Inhalten.

Das BTX-System bringt die Bank ins Haus

Die wichtigsten Anbieter waren allerdings die Banken und Sparkassen, die das Homebanking per Btx ermöglichten. Die Deutsche Post nahm mit ihrem Angebot „Btx-Postgiro“ eine Vorreiterstellung ein. Der Kunde konnte praktisch über ein elektronisches 24-Stunden-Konto verfügen - das heißt von zu Hause aus beispielsweise Überweisungen erteilen und Kontostände abrufen.

Besonders im Homebanking gilt: Sicherheit zuerst

Mitarbeiterin der Post bei der Kontoverwaltung per BTX im Jahr 1982

Vorsprung durch Technik
Mitarbeiterin der Post bei der Kontoverwaltung per BTX
(Quelle: Postbank)

Getragen wurde das Homebanking von einem ausgeklügelten Sicherheitskonzept mit zwei verschiedenen Zugangscodes: Mit der persönlichen Identifikationsnummer (PIN)bekam der Kunde Zugang zu seinem Konto, mit der Transaktionsnummer (TAN), der digitalen Unterschrift, gab er seine Aufträge frei. Dieses Konzept stellt noch heute die Grundlage für sicheres Online-Banking im Internet dar.

 

 

 

Der Anfang einer neuen Ära: Aus BTX wird T-Online

Die Öffentlichkeit nahm die Btx-Technologie zunächst sehr zurückhaltend auf - die Kundenzahlen wuchsen nur allmählich. 1994 feierte die Postbank ihren 300.000. Online-Kunden. Sehr bald wurde das inzwischen T-Online genannte Verfahren von einer revolutionierenden Technik in den Schatten gestellt - das Internet hielt immer mehr Einzug. Im Juli 2005 wurde das BTX-System endgültig eingestellt.

Postbank geht ins Internet

Im November 1996 etablierte die Postbank ihre Internetpräsenz unter http://www.postbank.de. Zunächst hatte die Webseite nur Informationscharakter. Im Januar 1998 bot die Postbank erstmals auch das Online-Banking im Internet an. Die Sicherheit der Bankgeschäfte wurde durch ein dreistufiges System garantiert. Dazu gehörte neben der bekannten PIN und TAN die automatische Standardverschlüsselung im Internet nach dem 128-Bit-Verfahren. Dieses Verfahren bot die Postbank als erste Bank in Deutschland überhaupt an. Ferner schützt die "Firewall" den Hauptrechner gegen Angriffe von außen.

Das Internet als Informations-, Kommunikations- und Handelsmedium wurde wegen seiner einfachen Bedienung schnell von der Bevölkerung akzeptiert. Auch im Bankgeschäft wurden nun bemerkenswerte Zuwachsraten erreicht. Seit der Internet-Präsenz hatte sich die Anzahl der monatlichen Neukunden bei der Postbank mehr als verdoppelt. Im August 1998 konnte sie bereits den 500.000. Online-Kunden begrüßen. Ende 2006 führten 2,8 Millionen Kunden ihre Konten bei der Postbank online.

Alle Aktien dem Volk: Postbank führt das Direkt-Brokerage ein

Der Börsenboom um die Jahrtausendwende stellte die Banken vor neue Herausforderungen. Wie konnte man den Kunden den Wertpapierhandel und die Aktienverwaltung vereinfachen? Ideale Plattform hierfür: das Internet. Im Jahr 2000 führte die Postbank deshalb das Direkt-Brokerage ein – ihre Kunden können jetzt Wertpapierkäufe und -verkäufe, die Verwaltung der Depots und die Abfrage von Kursinformationen ganz einfach von zu Hause aus erledigen.

Nach und nach wurden weitere interaktive Funktionen in das Webangebot aufgenommen. So ist es dem Kunden heute möglich, zahlreiche Bankprodukte wie Kreditkarten, SparCards oder auch Privatkredite online abzuschließen - Rechenmodule schaffen Transparenz und helfen bei der Entscheidung für einen Kredit oder eine Geldanlage.

Mobile-Banking: Bankgeschäfte auch per Handy

Als führende Online-Bank hat die Postbank eine Vorreiterrolle übernommen und im Jahr 2004 das Handy zur Bankfiliale für unterwegs gemacht. Seither können Postbank Kunden ihre Bankgeschäfte auch per Handy erledigen, zum Beispiel Geld überweisen oder ihren Kontostand abfragen. Das Mobile-Banking ergänzt das erfolgreiche Online-Banking und setzt den Trend fort, unabhängig von Öffnungszeiten zu sein.

Noch mehr Sicherheit durch iTan und mobileTan

Postbank mobileTan

Die Postbank bringt die mobileTAN
Im Jahr 2004 bringt die Postbank die mobileTAN nach Deutschland.
(Quelle: Postbank)

Seit August 2005 hat die Postbank die herkömmliche TAN durch die indizierte TAN (iTAN ) ersetzt und damit die Sicherheit des Postbank Online-Banking weiter erhöht. Bis dahin konnte der Kunde jede Transaktion durch eine beliebige TAN aus seiner Liste bestätigen. Nun erfragt der Bank-Rechner eine spezielle ( indizierte )TAN aus der Liste des Kunden. Nur diese ist für den Vorgang gültig, womit Betrügern der Missbrauch fremder Konten deutlich erschwert wird.

Seit 2004 lassen sich auch per Handy Bankgeschäfte erledigen.

Außerdem bietet die Postbank ihren Kunden seit 2003 das mobileTAN-Verfahren an: Dabei sendet die Postbank eine TAN direkt per SMS auf das Handy des Kunden. Diese ist nur für einen einzigen Vorgang gültig. Außerdem kann der Kunde der SMS entnehmen, welcher Betrag auf welches Konto überwiesen wird. 

Neues Online-Bezahlsystem: Giropay

Im Februar 2006 fiel der Startschuss für giropay – ein Online-Bezahlsystem, das die Postbank gemeinsam mit anderen Finanz- und IT-Dienstleistern entwickelt hat. Mit giropay können Kunden auch im Online-Shop genauso einfach, schnell und sicher bezahlen wie sie es vom Online-Banking her gewohnt sind. Hierzu benötigen sie - wie bei jeder Online-Überweisung - ihre PIN und TAN.

Rasante Entwicklung

Im Januar 1999 erlangt die Deutsche Post die Aktienmehrheit an der Postbank. Beide Unternehmen beschließen eine gemeinsame Vertriebsstrategie. Im selben Jahr übernimmt die Postbank die Anteile des Bundes an der DSL Bank und wird deren Eigentümerin.

Die folgenden Jahre sind durch eine rasante Entwicklung der Postbank geprägt:
Dem Start des Direct Brokerage folgt 2001 der Einstieg in das Leasing und das Factoring Geschäft und durch den Erwerb der BHF Holding - spätere PB Capital Corporation - in New York die Schaffung eines Standbeins für das Firmenkundengeschäft im US-amerikanischen Markt.

2002 wird die Postbank Financial Services GmbH in Franfurt gegründet und damit das Wertpapiergeschäft und die Risikomanagementaktivitäten strategisch weiterentwickelt. Die Gründung der Postbank Vermögensberatung AG ermöglicht es der Bank, ihre Leistungen mobil zu vertreiben.

Gemeinsam mit SAP entwickelt die Postbank eine neue Software für den Zahlungsverkehr, die ab 2003 eingesetzt wird. Diese Software ist die Basis für die Eröffnung eines weiteren Geschäftsfeldes: Transaction Banking. Die Postbank erbringt für andere Finanzdienstleistungs-Unternehmen Dienste wie Zahlungsverkehrsabwicklung und Kontoführung, sowie Kreditverarbeitung.

2004 bietet die Postbank als erste deutsche Bank die Möglichkeit an, Bankgeschäfte mit dem Handy durchzuführen: Das Mobile Banking ist geboren und wird seitdem konsequent weiterentwickelt.

Am 23. Juni 2004 wird die Postbank Aktie sowohl auf dem Parkett als auch in XETRA eingeführt.

Im Detail: der Börsengang der Postbank 2004

Der Weg aufs Parkett

Der im Jahr 2004 erfolgte Börsengang der Postbank markiert einen Meilenstein in der Unternehmensgeschichte. Nach zuvor verhaltenen Aktienmärkten war der Börsengang der Postbank der erste große Börsengang in Deutschland nach zwei Jahren.

Börsengang 2004

Börsengang am 23. Juni 2004:
(von links nach rechts:
Dr. Edgar Ernst, Dr Klaus Zumwinkel, Prof. Dr. Wulf von Schimmelmann
Quelle: Postbank)

Am 23. Juni wurden die Postbank Aktie sowie eine über drei Jahre laufende Umtauschanleihe erfolgreich platziert. Die Aktie wurde mehr als zweieinhalbfach gezeichnet.

Aufzeichnung vom XETRA-Börsengang
Premiere eines XETRA Börsengangs: Dr. Ralf Kauther (Postbank) und Marcus Zickwolf (Deutsche Börse) kommentieren
(Quelle: Postbank)

Zu einem Emissionskurs von 28,50 Euro wurden 54.499.999 Aktien direkt emittiert. Bereits in den ersten Monaten entwickelte sich der Aktienkurs sehr erfreulich: Die Kursentwicklung übertraf sowohl die des DAX als auch die Performance der europäischen Banken, mit denen die Postbank sich misst.

 

 

 

Der Erfolg der Postbank wird transparent

Für die Postbank war der Gang an die Börse ein wichtiger Schritt: Als börsennotiertes Unternehmen ist sie am Markt besser sichtbar, ihr Erfolg ist transparenter. Als Arbeitgeber hat sie an Anziehungskraft für kompetente, motivierte Mitarbeiter gewonnen. So hat sie die besten Voraussetzungen geschaffen, um von den anstehenden Marktveränderungen zu profitieren.

Kurs Richtung Börse
Der Dreimastsegler war das Symbol für den Börsengang.
(Quelle: Postbank)

Kurs Richtung Börse: die Kampagne

Das Segelschiff war ein Symbol für den Börsengang der Postbank, der unter dem Motto "Substanz bewegt" stand. Passend: Auch das Logo der Postbank hat drei Segel, so wie das Schiff.

Die Fahrt von Bonn nach Frankfurt symbolisierte auch die Herausforderung, die solide Vorbereitung und insbesondere den Weg des Unternehmens an die Börse. Mehr dazu lesen Sie hier.

Postbank schafft den Sprung in den DAX 30

Nur zwei Jahre nach ihrem Börsengang hatte die Postbank im September 2006 den Sprung in Deutschlands wichtigsten Börsen-Index DAX 30 geschafft.

Impressionen vom 23. Juni 2004 "Die Postbank in Frankfurt"

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Börsengang Aktie klein

Postbank Aktie


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Parkettgang


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Kurstafel


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IPO 1

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IPO 2

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IPO 3


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IPO 4

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IPO 5


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Segler "De Liefde" 1

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Segler "De Liefde" 2

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Im Jahr 2006 setzt die Bank gleich mehrere Meilensteine. Der Kauf der BHW Holding wird vollzogen. Gleichzeitig übernimmt die Postbank die 850 attraktivsten Filialen der Deutschen Post AG. Zudem schafft die Postbank nur zwei Jahre nach ihrem Börsengang den Sprung in den DAX.

Ballweltrekord – Beckenbauer & Bierhoff

Fußball-Weltrekord im Jahr 2005
Franz Beckbauer (links) und Oliver Bierhoff (rechts) beim Ball-Weltrekord der Postbank in Mönchengladbach.

Die Postbank ist Nationaler Förderer der FIFA WM 2006™

In Deutschland wird 2006 ein Sommermärchen wahr: die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft kommt nach Deutschland. Und die Postbank engagiert sich als einer der Nationalen Förderer für diese Veranstaltung. Im Mittelpunkt: der gelbe Postbank Fußball.

Bereits im Vorfeld stellt die Postbank im Jahr 2005 einen neuen Weltrekord mit Postbank Fußbällen auf: 320 Mitarbeiter legen das Spielfeld des Borussia-Parks in Mönchengladbach mit rund 142.000 Bällen aus und sichern der Postbank damit einen Eintrag im "Guinness Buch der Rekorde".

Im Detail: Nationaler Förderer der FIFA WM 2006™

Deutschland im Zeichen des gelben Fußballs

Auch heute noch, Jahre nach dem Event, fliegen über Bolzplätze, in Kindergärten und bei den Hobbyfußballern die gelben Bälle über Asphalt, Asche oder Rasen. Der Postbank Ball hat Deutschland längst erobert, ist Mitglied der Familie Fußball. So wie die Bank, die dazu gehört.

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Postbank ist Nationaler Förderer der FIFA WM 2006™
Postbank stellt Ball-Weltrekord auf

Im Jahr 2007 erhält die Postbank von der BaFin die Lizenz zur Emission von Pfandbriefen. Außerdem steht das Jahr im Zeichen eines neuen Filialkonzepts. Durch mehr Service, eine bessere Orientierung, neue Produkte, schlankere Prozesse und ein modernes Design werden die Filialen den Ansprüchen der Kunden besser gerecht. Die Filialen der Postbank werden seither nach diesem Konzept nach und nach umgebaut.

Im September 2008 erwirbt die Deutsche Bank von der Deutschen Post eine Minderheitsbeteiligung an der Postbank mit der Option, diese Beteiligung später aufzustocken.

2009 blickt die Postbank auf ihre hundertjährige Erfolgsgeschichte zurück. Die Kooperation mit Shell ermöglicht Postbank Kunden, an 1.300 Shell Tankstellen Bargeld zu tanken.

2010 erweitert die Postbank ihr Filialnetz auf 1.100 Finanzcenter und weiht ihre erste SB-Banking Filiale ein.
Im November übernimmt die Deutsche Bank die Mehrheit der Postbank Aktien. Die Postbank bleibt jedoch nach den Plänen der Deutschen Bank eine eigenständige Aktiengesellschaft mit eigener Marke. Dabei setzt die Deutsche Bank auf die Stärken der Postbank, auf das Know-how der Mitarbeiter, auf die bewährten Produkte und die breite Vertriebsoberfläche.

Wikipedia

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten von Wikipedia

Mehr zur Posthistorie

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Regionale Standorte

Zur Geschichte der regionalen Standorte der Postbank finden Sie hier ausgewählte Broschüren und Beiträge