Hochwertige Waren zum Sonderpreis

Hochwertige Waren zum Sonderpreis

Achim B. hatte sich ein neues Smartphone zugelegt. Das alte stellte er deshalb bei eBay Kleinanzeigen zu einem Preis von 300 Euro zum Verkauf ein.

Bereits wenig später meldete sich bei Achim B. ein potenzieller Käufer. Ein Björn C. schrieb ihm, er sei an dem Smartphone sehr interessiert und bat ihn um seine Paypal-Adresse zur Abwicklung der Bezahlung. Das Smartphone würde dann ein Kollege persönlich abholen, da er selbst gerade auf einer Geschäftsreise sei.

Achim B. teilte dem vermeintlichen Käufer seine Paypal-Adresse mit und bereits wenig später erhielt er über Paypal 300 Euro. Als Verwendungszweck war lediglich „wie vereinbart“ angegeben. Noch am selben Tag wurde das Smartphone von einem ihm Unbekannten abgeholt und Achim B. freute sich über den schnellen und reibungslosen Verkauf.

Es war eine Woche vergangen, als Achim B. von Paypal die Nachricht erhielt, ein gewisser Christian D. habe einen Konflikt gemeldet. Völlig verwundert nahm Achim B. daraufhin Kontakt zu Christian D. auf.

Im Gespräch stellte sich heraus, dass Christian D. eine Woche zuvor bei eBay Kleinanzeigen für einen Schnäppchenpreis von 300 Euro ein neues iPad erstanden hatte. Die Bezahlung war über Paypal gelaufen, aber sein iPad hätte er bis dato nicht erhalten. Des Weiteren stellte sich heraus, dass die Paypal-Zahlung für dieses iPad an Achim B. gegangen war. Verwendungszweck der Zahlung – „wie vereinbart“.

Was war hier wirklich passiert?

Björn C., der Käufer von Achim B.‘s Smartphone, hatte sofort nach Erhalt der Paypal-Adresse von Achim B. bei eBay Kleinanzeigen ein „neues iPad“ zum Schnäppchenpreis von 300 Euro eingestellt. Dieses iPad hatte Christian D. gekauft. Da der raffinierte Björn C. beim Verkauf jedoch die Paypal-Adresse von Achim B. angegeben hatte, ging die Bezahlung von Christian D. direkt an Achim B.  – und zwar als Bezahlung für ein iPad.

Und die Folgen?

Natürlich musste Achim B. dem Christian D. die fälschlich erhaltenen 300 Euro rücküberweisen. Denn er hat ja nachweislich an Christian D. gar kein iPad geliefert. Der betrogene Achim B. musste aber nicht nur diese 300 Euro aus eigener Tasche an Christian D. bezahlen. Er hatte außerdem sein Smartphone für null Euro in den Sand gesetzt, als er es einem ihm völlig Unbekannten übergab.

Abzocke bei eBay-Kleinanzeigen

Hochwertige Waren zum Schnäppchenpreis? Das klingt sehr verführerisch. Doch derartige Angebote sind allzu häufig eine Falle. Gerade auf Internetportalen wie eBay Kleinanzeigen versuchen Betrüger immer öfter, arglose Nutzer zu prellen. Ihr Risiko, gefasst zu werden, ist außerordentlich gering. Denn nirgendwo treten die Betrüger mit ihren realen Daten in Erscheinung.

Warnhinweise

  • Seien Sie grundsätzlich wachsam, wenn neue, originalverpackte Markenware zu gänzlich unrealistischen Niedrigstpreisen angeboten wird.
  • Kontrollieren Sie auf Internetportalen, ob der Verkäufer mehrere gleiche „neue“ Artikel zum Sonderpreis anbietet, und seien Sie in diesem Fall besonders skeptisch.
  • Lassen Sie sich bei eBay nicht auf Transaktionen „außerhalb“ der eBay-Plattform ein, wenn Ihnen dies vom Käufer vorgeschlagen wird.
  • Achten Sie bei Paypal-Zahlungen auf die korrekte Warenbeschreibung und auf den Inhalt der Betreffzeile.

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