Grundlagen der Altersvorsorge

Für wen ist Altersvorsorge wichtig?

Für nahezu jeden. Die gesetzliche Rentenversicherung hat als stabile Säule zur Deckung der Altersvorsorge leider ausgedient. Diese Situation betrifft nicht nur die Angestellten und Arbeiter, sondern zunehmend auch die Beamten mit ihren staatlichen Pensionen. Selbstständige mussten seit jeher für das Alter privat vorsorgen. Wer sich also im Alter noch einen passablen Lebensstandard leisten möchte, muss frühzeitig vorsorgen.

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Wann sollte man mit der Altersvorsorge beginnen?

So früh wie möglich. Die immer größer werdende Lücke muss durch private und betriebliche Altersvorsorge geschlossen werden. Wer hier frühzeitig mit dem Sparen beginnt, ist daher immer im Vorteil, denn gerade bei längeren Laufzeiten wirkt der Zinseszinseffekt umso mehr. Unter Zinseszinseffekt versteht man die Wirkung der Zinsen auf die bereits erzielten Zinsen. So erhält beispielsweise ein 25-jähriger, der 40 Jahre lang 50 Euro monatlich anspart bei durchschnittlich 6% Zinsen am Ende der Sparzeit einen Kapitalbetrag von 95.380 Euro. Im Vergleich dazu erhält ein 45-jähriger bei einer Spardauer von 20 Jahren hingegen nur 22.670 Euro, d.h. nur ein Viertel, obwohl er die halbe Anspardauer hat.

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Wer kann mich in Sachen Altersvorsorge beraten?

Banken, Sparkassen und Versicherungen oder unabhängige Berater bieten hier meist gute Unterstützung. Die Postbank bietet Ihnen einen kostenlosen und unverbindlichen Altersvorsorge-Check. Auf Basis Ihrer Daten und Wünsche / Ziele wird Ihre aktuelle Vorsorgesituation ermittelt und gleichzeitig erhalten Sie individuelle Angebote zur Schließung Ihrer Altersvorsorgelücke.

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Welche Möglichkeiten habe ich, um für das Alter vorzusorgen?

Auf die gesetzliche Rente können Sie immer weniger bauen. Je weiter Ihr persönlicher Rentenbeginn in der Zukunft liegt, desto weniger werden Sie staatliche Rente erhalten. Es ist also jedem Einzelnen überlassen, dafür zu sorgen, dass es ihm im Alter gut geht. Allerdings fördert der Staat die private und betriebliche Altersvorsorge sehr großzügig. So bieten die Betriebs-Renten teilweise üppige steuerliche Vergünstigungen und Zulagen, also gute Möglichkeiten, Ihren Lebensstandard im Alter zu sichern. Und mit privaten Renten, der Schaffung von Wohneigentum oder einem persönlichen Vermögensaufbau kann man sich darüber hinaus fürs Alter zusätzliche Lebensqualität leisten.

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Was bedeutet private Altersvorsorge?

Als private Altersvorsorge bezeichnet man alle Maßnahmen zur Deckung des Lebensunterhalts im Alter, die nicht vom Gesetzgeber ausgehen, sondern wie der Name schon sagt, privat vorgenommen werden müssen. Wesentliches Ziel einer privaten Rente (auch: Rentenversicherung) ist der Aufbau einer lebenslangen Zusatzrente im Ruhestand. Diese Zusatzrente bekommen Sie von einer Versicherung ausgezahlt, bei der Sie vorher einen Vertrag abgeschlossen und einmalig oder einige Jahre Beiträge gezahlt haben. Es ist aber auch meist möglich, sich sein angespartes Vermögen am Ende der Laufzeit auf einen Schlag auszahlen zu lassen.

Im Gegensatz zur gesetzlichen Rente zahlen Sie auf Ihre private Rente bei der Auszahlung so gut wie keine Steuern: 82% der Zusatzrente sind z.B. bei Rentenbeginn mit 65 Jahren steuerfrei. Sie versteuern dann nur 18% Ihrer Zusatzrente mit Ihrem individuellen Steuersatz.

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Wie viel sollte ich für das Alter sparen?

Das hängt ganz davon ab, wie Sie im Alter leben wollen. Nach Studien vom Institut für Vorsorge und Finanzplanung wird empfohlen, ca. 10% des Bruttogehalts für die Altersvorsorge zu verwenden.

Wie viel jedoch genau gespart werden muss, lässt sich nur anhand einer detaillierten Altersvorsorge-Analyse bestimmen, da dies natürlich sehr stark von den Ansprüchen des Einzelnen im Alter abhängt. Vereinbaren Sie noch heute einen unverbindlichen Beratungstermin.

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Sind Immobilien eine geeignete Altersvorsorge?

Das Eigenheim ist die einzige Altersvorsorge, die Sie heute schon nutzen können. Im Alter kann man dadurch die Ausgaben für Miete sparen. Der Staat unterstützt das Bausparen mit Wohnungsbauprämie und Arbeitnehmer-Sparzulage. Rund 75% aller Haushalte haben Anspruch auf diese Förderung.

Wenn Sie für Ihre Altersvorsorge eine Immobilie kaufen oder bauen möchten, sollte diese auf ihre Bedürfnisse im Alter ausgerichtet sein, z.B. niedrige Betriebskosten. Sie sollte gut erhalten sein, damit im Seniorenalter keine aufwendigen Renovierungen anfallen oder gar eine Kernsanierung nötig wird.

Mietfreies Wohnen im Alter ist in jedem Fall ein erstrebenswertes Ziel. Erreichen können Sie es durch eine eigene Wohnimmobilie, die Sie mit Hilfe einer Baufinanzierung erwerben können. Oder Sie nutzen die neue Wohn-Riester Förderung.

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Gibt es Hartz IV sichere Altersvorsorgeprodukte?

Wenn Sie sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen, greifen Sie am besten auch zu einer Riester-Rente. Denn die geförderten Beiträge sind Hartz IV-sicher und werden nicht auf Ihr Vermögen angerechnet.

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Betriebliche Altersversorgung

Was bedeutet betriebliche Altersversorgung?

Betriebliche Altersversorgung (bAV) bedeutet, dass Sie über Ihren Arbeitgeber für das Alter vorsorgen. Der Gesetzgeber hat in den vergangenen Jahren der betrieblichen Altersvorsorge massiv den Rücken gestärkt. So hat jeder Arbeitnehmer das Recht, Teile seines Gehaltes steuer- und sozialversicherungsfrei in die betriebliche Altersvorsorge einzuzahlen. So können nur 4 % der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung steuer- und sozialversicherungsfrei umgewandelt werden und darüber hinaus noch 1.800 Euro p.a. steuerfrei. Bezogen auf die Beiträge, die vom Gehalt des Arbeitnehmers in die betriebliche Altersvorsorge fließen, kann der Arbeitgeber wegen der Sozialversicherungsfreiheit Lohnnebenkosten sparen. So kann diese Variante sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber ein sehr interessantes Thema sein.

Man unterscheidet bei der Entgeltumwandlung in der Hauptsache zwischen Pensionskasse, Direktversicherung oder Pensionsfonds. Die beiden erstgenannten Formen sind die häufigeren: Beide sind ähnlich wie private Rentenversicherungen strukturiert und somit auch den Anlagevorschriften des Versicherungsaufsichtsgesetzes unterworfen.

Der Pensionsfonds hingegen ist in seiner Anlagepolitik frei und kann daher auch z.B. zu 100% in Aktien investiert werden, was ein höheres Risiko birgt.

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Woher erfahre ich, was mein Unternehmen für seine Mitarbeiter in Sachen Altersvorsorge unternimmt?

Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrer Personalabteilung. Bei großen Unternehmen kann zudem der jeweilige Tarifvertrag die Höhe und Art der betrieblichen Altersvorsorge vorgeben. Sollte Ihnen Ihr Arbeitgeber keine betriebliche Altersvorsorge anbieten, machen Sie ihn bitte auf das Recht zur Entgeltumwandlung aufmerksam.

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Wer kann eine betriebliche Altersversorgung (bAV) abschließen?

Alle Arbeitnehmer können eine betriebliche Altersversorgung abschließen, es sei denn, der maßgebliche Tarifvertrag schließt diese Versorgungsform ausdrücklich aus.

Mit Ausnahme von geschäftsführenden Gesellschaftern einer GmbH oder Vorständen einer AG kann die betriebliche Altersversorgung von Selbstständigen nicht in Anspruch genommen werden.

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Habe ich einen Anspruch auf betriebliche Altersversorgung?

Seit dem 01.01.2002 hat jeder Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf die betriebliche Altersversorgung durch Entgeltumwandlung. Ein Arbeitgeber ist auf Wunsch des Arbeitnehmers verpflichtet, einen Teil seines heutigen Entgeltes in die betriebliche Altersversorgung einzuzahlen. Jedoch kann der Arbeitgeber den Durchführungsweg bzw. den Versicherer vorgeben.
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Welche Durchführungswege gibt es bei der betrieblichen Altersversorgung?

In der betrieblichen Altersversorgung stehen folgende Durchführungswege zur Verfügung:.

  • Der in Deutschland am häufigsten verbreitete Durchführungsweg ist die Direktversicherung (DV). Der Arbeitgeber schließt hierbei einen Lebensversicherungsvertrag auf den Arbeitnehmer als versicherte Person und Bezugsberechtigten ab.
  • Ein weiterer Durchführungsweg, der ebenfalls bei einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossen wird, ist die Pensionskasse (PK). Durch die Pensionskasse lässt der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern Versorgungsleistungen zusagen.
  • Der Pensionsfonds (PF) ist die letzte den so genannten „versicherungsförmigen“ Durchführungswegen zugehörige Form. Durch den Pensionsfonds erfolgt dabei die Zusage der Versorgungsleistungen durch den Arbeitgeber an den Arbeitnehmer.
  • Bei der Unterstützungskasse (UK) handelt es sich um einen externen Versorgungsträger. Der Arbeitgeber lässt seinen Arbeitnehmern durch eine Unterstützungskasse Versorgungsleistungen zusagen.
  • Bei der Direktzusage (DZ) – auch unmittelbare Pensionszusage genannt – sagt der Arbeitgeber selbst dem Arbeitnehmer Versorgungsleistungen zu und erbringt sie im Versorgungsfall. Diese Verpflichtung kann der Arbeitgeber beliebig finanzieren (rückdecken).
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Welche Beiträge werden bei der betrieblichen Altersversorgung maximal gefördert?

Die betriebliche Altersversorgung wird sowohl in steuerlicher als auch in sozialabgabenrechtlicher Hinsicht staatlich gefördert.

Im Rahmen einer Direktversicherung, Pensionskasse oder eines Pensionsfonds kann jeder Arbeitnehmer im aktuellen Jahr 242 € monatlich bzw. 2.904 € jährlich steuer- und sozialversicherungsfrei sparen. Zusätzlich können noch weitere 150 € monatlich oder 1.800 € jährlich nur steuerfrei einbezahlt werden.

Diese Fördergrenzen gelten sowohl für Arbeitgeber- als auch für Arbeitnehmeranteile; insgesamt dürfen die Maximalbeiträge nicht überschritten werden.

Bei arbeitgeberfinanzierten Beiträgen zu Unterstützungskassen und Direktzusagen gibt es keinerlei Einschränkungen, der Beitrag ist immer steuer- und sozialversicherungsfrei. Falls der Arbeitnehmer die Beiträge aus seinem Gehalt zahlt, ist die Sozialversicherungsfreiheit auf 242 € im Monat (bzw. 2.904 € im Jahr) beschränkt.

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Gesetzliche Rente

Mit wie viel Rente kann ich im Alter rechnen?

Die Höhe der Rente hängt von mehreren Faktoren ab, z.B. ob man mit 67 Jahren oder früher unter Inkaufnahme von Abschlägen in Rente gehen möchte, wie viele Jahre und in welcher Höhe Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt wurden und welches Bruttoeinkommen man in der Erwerbsphase hatte. Über alle Rentner gesehen kann man sagen, dass die gesetzliche Rente derzeit noch durchschnittlich 60% des Versorgungsbedarfs abdeckt. Als grobe Faustformel kann man annehmen, dass man pro Jahr Einzahlung in die gesetzliche Rente 1% von seinem letzten Nettoeinkommen als Rente erhält. Demzufolge nach 45 Beitragsjahren 45% des letzten Nettoeinkommens.

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Woher erfahre ich meine gesetzlichen Rentenansprüche?

Der Deutsche Rentenversicherung Bund (Zusammenschluss von BfA, LVA und VDR) versendet regelmäßig an alle versicherungspflichtigen Angestellten und Arbeiter zwischen 27 und 53 Jahren die so genannte Renteninformation. Aus dieser geht hervor, mit wie viel Rente man bei Rentenbeginn rechnen kann. Allerdings wird hier mit sehr optimistischen Annahmen gerechnet. Wenn Sie jünger als 50 Jahre sind, sollten Sie diese Zahlen mit einem Abschlag versehen. Die Informationsschreiben erhalten Sie auch bei dem Deutsche Rentenversicherung Bund.

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