Skimming

Augen auf am Geldautomaten

Geldautomaten-Manipulation (auch "Skimming" genannt) ist eine Methode, illegal die Daten des Magnetstreifens von Karten am Geldautomaten auszulesen und die dazugehörige Geheimzahl auszuspähen. Dabei wird am Eingabebereich des Kartenlesers ein Lesegerät mit einer Speichereinheit angebracht. Zusätzlich wird eine Kamera in der Umgebung des Geldautomaten platziert, um die Geheimzahl-Eingabe aufzuzeichnen.

Bei den "Skimming-Vorsatzgeräten" handelt es sich in der Regel um täuschend echt aussehende Tastatur- bzw. Leseaufsätze, die unmittelbar mittels Kleber oder Klebeband an dem Geldautomaten angebracht werden. Von dem eigentlichen Bedienerfeld sind sie nur schwer zu unterscheiden. Mittels so genannter Skimming-Aufsätze werden die Magnetstreifen der Kundenkarten bzw. mit dem Tastaturaufsatz oder mit einer Kamera die PIN bei der Eingabe erfasst.

Wenn Sie folgende Tipps beachten und anwenden, haben Betrüger kaum noch Chancen, an Ihre Kartendaten zu kommen:

Schutz vor Skimming durch Geldautomatenaufsatz (Froschmaul)

Geldautomat mit "Froschmaul"

  • Schauen Sie sich den Geldautomaten sowie seine Umgebung genau an. Sieht der Geldautomat aus wie sonst? Fahren Sie auch über die Tastatur oder rütteln Sie leicht an dem Schlitz für die Karte. Erst wenn Ihnen alles okay erscheint, sollten Sie Ihre Postbank-Card hineinschieben.

    Wichtig: Manche Geldautomaten haben ein sogenanntes "Froschmaul". Dies ist ein grün-transparenter Aufsatz oberhalb des Kartenschlitzes mit einem eingravierten Schloßsymbol. Es erschwert Kriminellen das Abringen von Skimming-Geräten.

  • Wenn Sie Auffälligkeiten am Automaten oder in der Umgebung entdecken, benutzen Sie bitte den Geldautomaten nicht. Informieren Sie sofort das Personal in der Filiale. Außerhalb der Öffnungszeiten oder wenn keine Filiale in der Nähe ist, wenden Sie sich bitte an die kostenlose Telefon-Hotline der Postbank unter 0800 0332565 oder an die Polizei.
  • Verdecken Sie das Tastenfeld zum Beispiel mit Ihrer freien Hand, während Sie Ihre PIN eingeben. Fällt Ihnen erst nach Eingabe Ihrer PIN etwas Verdächtiges auf, brechen Sie den Vorgang ab. Btte informieren Sie sofort die Postbank oder die Polizei.

Die Polizei gibt folgende Tipps zum Schutz vor Skimming:

  • Gehen Sie sorgsam mit Ihren Zahlungskarten um und bewahren Sie die PIN stets getrennt von der Karte auf.
  • Sofern Sie im Besitz mehrerer Zahlungskarten sind, sollten Sie den Türöffner eines Bankinstituts nicht mit der gleichen Karte betätigen, mit der Sie anschließend Geld abheben möchten.
  • Geben Sie Ihre PIN niemals am Türöffner eines Bankinstituts ein. Kein Geldinstitut verlangt für den Zugang zum Geldautomaten die Eingabe der PIN. Der Kartenleser hat immer nur die Funktion eines Türöffners.
  • Achten Sie darauf, dass die Eingabe Ihrer PIN nicht von anderen beobachtet werden kann. Sorgen Sie für einen ausreichenden Sicherheitsabstand zum nächsten Kunden und bitten Sie gegebenenfalls den hinter Ihnen stehenden Kunden, Abstand zu halten.
  • Decken Sie während der PIN-Eingabe das Tastaturfeld mit der anderen Hand oder einem Gegenstand (z.B. Geldbörse, Blatt Papier) als Sichtschutz vollständig ab. Das erschwert das "Ausspähen" per Kamera oder Foto-Handy erheblich.
  • Benutzen Sie soweit wie möglich immer denselben Geldautomaten für Abhebungen, so dass Ihnen mögliche Veränderungen am Gerät auffallen.
  • Nutzen Sie keinen Geldautomaten, an dem Ihnen etwas ungewöhnlich erscheint, z.B. angebrachte Leisten oder Verblendungen, abstehende und vor allem lockere Teile, Spuren von Kleber rund um den Kartenschlitz.
  • Bei Verdacht auf Manipulationen verständigen Sie umgehend die Polizei und das Geldinstitut. Lassen Sie umgehend die Karte unter 0228 5500 5500 sperren und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

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