Arbeitnehmersparzulage – staatliche Förderung auf vermögenswirksame Leistungen

Mit einem Bausparvertrag haben Sie die Aussicht auf finanzielle Unterstützung vom Staat. Im Rahmen der vermögenswirksamen Leistungen bietet sich Ihnen als Arbeitnehmer unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, die sogenannte Arbeitnehmersparzulage zu erhalten. Dafür müssen Sie eigentlich nur zwei Voraussetzungen erfüllen. Wenn Sie Arbeitnehmer sind und von Ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen erhalten, die Sie in einen Bausparvertrag investieren, haben Sie Anspruch auf diese staatliche Förderung. Allerdings darf Ihr Einkommen eine bestimmte Obergrenze nicht überschreiten. Dabei spielt Ihr Familienstand eine Rolle. Wie hoch diese Obergrenze ist, welche Förderungen Ihnen pro Monat zustehen und mit welcher Sparrate Sie kalkulieren müssen, lesen Sie hier.

Voraussetzungen für die Arbeitnehmersparzulage

Arbeitnehmersparzulage beantragen

Für die Arbeitnehmersparzulage müssen Sie eigentlich nur zwei Voraussetzungen erfüllen: Wenn Sie Arbeitnehmer sind und von Ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen erhalten, die Sie in einen Bausparvertrag investieren, haben Sie Anspruch auf diese staatliche Förderung. Allerdings darf Ihr Einkommen eine bestimmte Obergrenze nicht überschreiten.

Wie bei der Wohnungsbauprämie berechnet sich die Einkommensgrenze aus dem zu versteuernden Einkommen. Ledige dürfen demnach pro Jahr maximal 17.900 Euro verdienen Verheiratete bzw. Eingetragene Lebenspartner dürfen jährlich höchstens 35.800 Euro erhalten. Befinden Sie sich mit Ihrem Einkommen unterhalb dieser Grenze, haben Sie Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage und können diese beantragen.

Das Fünfte Gesetz zur Förderung der Vermögensbildung der Arbeitnehmer (5. VermBG) sieht vor, dass die Arbeitnehmersparzulage für vermögenswirksame Leistungen neun Prozent beträgt. Für Ledige gilt dabei ein Höchstbetrag von 470 Euro, sodass sich die Zulage dann auf maximal 43 Euro berechnet. Bei Verheirateten gelten entsprechend die doppelten Beträge.

Damit Sie die Arbeitnehmersparzulage beziehen können, müssen Sie Ihrer jährlichen Einkommensteuererklärung die Anlage VL beifügen. Üblicherweise schickt Ihnen das Kreditinstitut diese Anlage nach Ablauf eines Jahres zu. Wenn Ihnen die Anlage VL nicht vorliegt, sollten Sie diese bei Ihrem zuständigen Finanzamt anfordern. Ansonsten wird die Arbeitnehmersparzulage nicht berücksichtigt.

Sie müssen die Arbeitnehmersparzulage jeweils spätestens vier Jahre nach Ablauf des Sparjahres beantragen. Für 2016 stellen Sie beispielsweise Ihren Antrag bis spätestens Ende 2020.

Die Förderung der Arbeitnehmersparzulage im Überblick:

Förderung 9% auf 470 EUR vermögenswirksame Leistungen pro Jahr
= 43 EUR pro Jahr und Arbeitnehmer
Sparrate monatlich 40 EUR VL
Je nach Branche zahlt der Arbeitgeber bis zu 40 EUR monatlich dazu
Bedingungen Einkommensgrenzen:
Ledige: 17.900 EUR
Verheiratete: 35.800 EUR
zu versteuerndes Einkommen
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(Stand: Juli 2016)