Die Bestattungsverfügung – Selbstbestimmung über den Tod hinaus

Das Ende des Lebens wird gern verdrängt. Schließlich ist das Thema Tod für viele ein Tabuthema. Doch um die eigenen Angehörigen zu entlasten und die Berücksichtigung der eigenen Wünsche nach dem Ableben sicherzustellen, ist eine Bestattungsverfügung eine sehr sinnvolle Möglichkeit. Dabei gilt es, einige Dinge zu berücksichtigen. Worauf Sie beim Formulieren einer solch wichtigen Unterlage achten sollten, welche Anforderungen der Gesetzgeber stellt und wo Sie die Bestattungsverfügung aufbewahren sollten, erfahren Sie hier. Setzen Sie sich zusätzlich darüber in Kenntnis, warum Sie davon absehen sollten, Ihre Bestattungswünsche als Letzten Willen in einem Testament festzulegen. Wir unterstützen Sie mit hilfreichen Informationen dabei, Ihre Beisetzung schon zu Lebzeiten zu regeln.

Zugegeben: Kaum jemand beschäftigt sich gern mit dem Gedanken an die eigene Beerdigung. Für die Angehörigen bedeutet es oft jedoch eine große Erleichterung, wenn der Verstorbene seine Wünsche zu Lebzeiten selbst klar formuliert hat. Sonst müssen Sie unter Zeitdruck und in Trauer und Sorge auch noch viele organisatorische Entscheidungen treffen. Eine selbst verfasste Bestattungsverfügung kann die belastende Situation deutlich entschärfen. 

So formulieren Sie eine Bestattungsverfügung

An eine Bestattungsverfügung stellt der Gesetzgeber vergleichsweise geringe Anforderungen. Folgende Richtlinien können beim Verfassen helfen:

  • Legen Sie am besten handschriftlich fest, was mit Ihrem Körper nach dem Tod geschehen soll.
  • Sie können nicht nur die Art der Bestattung (z. B. Feuer- oder Erdbestattung) festlegen, sondern auch Ihre Wünsche zur Trauerfeier und späteren Grabgestaltung formulieren.
  • Das Datum und die eigenhändige Unterschrift dürfen nicht fehlen.
  • Es kann sinnvoll sein, die Verfügung über die Bestattungswünsche von einem Notar beglaubigen zu lassen. Eine Pflicht dazu besteht nicht.

Bestattungsverfügung – wo hinterlegen?

Sorgen Sie dafür, dass die Verfügung im Falle Ihres Todes schnell und sicher gefunden wird. Zusätzlich sollten Sie Ihre Angehörigen darüber informieren, wo sie die Verfügung hinterlegt haben. Ein guter Ort ist beispielsweise ganz vorn im Ordner mit Ihren persönlichen Versicherungs- und Rentenunterlagen. Außerdem können Sie einen Bestattungsvorsorgevertrag mit einem Bestattungsunternehmen abschließen. Dann müssen sich Ihre Hinterbliebenen nach einem Anruf beim Bestatter nicht mehr um die Formalitäten kümmern und werden in ihrer Trauer nicht gestört. Neben der Bestattungsverfügung sollten Sie auch an die Kosten für ein Begräbnis denken. Mit einem Sparkonto zu diesem Zweck oder einer Sterbegeldversicherung nehmen Sie die finanzielle Last von Ihren Angehörigen.

Der Letzte Wille – Vorgaben zur Bestattung im Testament?

Bestattungswünsche im Testament festzulegen, ist nicht sinnvoll, da das Testament meist erst nach der Bestattung eröffnet wird. Das Testament ist das Mittel der Wahl, um das Erbe gezielt zu verteilen.

Ihre Bestattungswünsche sollten Sie grundsätzlich mit den Angehörigen besprechen und ihnen entsprechende Vollmachten erteilen, beispielsweise für eine Feuer- oder Seebestattung.

Noch wichtiger als eine Bestattungsverfügung ist für viele Menschen eine Patientenverfügung. Darin legen Sie Ihre Wünsche zu medizinischen Behandlungen fest, wenn Sie selbst keine Entscheidung treffen können.Auch eine Betreuungsverfügung gehört zu den wichtigen Unterlagen, in denen Sie frühzeitig Ihre Wünsche im Fall der Fälle zum Ausdruck bringen können.

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