ETF-Sparen für Kids

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“: Dieses Sprichwort gilt insbesondere bei Geldanlagen für Kinder. Schließlich hat der Nachwuchs auch schon Wünsche, die durch regelmäßige Sparzahlungen oder Rücklagen von Weihnachts- oder Geburtstagsgeldern langfristig erfüllt werden können. Das klassische Sparschwein hat dabei allerdings schon lange ausgedient. Große Renditechancen versprechen vor allem ETFs, also Exchange Traded Funds. Wir sagen Ihnen, wie diese Geldanlage für Kinder genau funktioniert.

ETFs sind derzeit in aller Munde: Die börsengehandelten Investmentfonds liegen als Geldanlage voll im Trend und versprechen auf lange Sicht gute Renditeaussichten. Da sich Exchange Traded Funds vor allem für langfristige Sparziele anbieten, sind sie auch für Kinder bestens geeignet. So können Sie Monat für Monat schon mit kleinen Beträgen Großes erreichen und beispielsweise die Ausbildung, das Studium oder den Führerschein Ihres Sprösslings finanzieren. Dieses Investment lässt sich ohne viel Vorwissen angehen, denn ETFs bilden meist die Entwicklung eines Aktienindex ab. Das Studieren von Einzelwerten oder der tägliche Blick in die aktuellen Börsencharts sind somit nicht zwingend notwendig.

Ist das ETF-Sparen für Kinder nicht zu riskant?

Viele Eltern scheuen davor zurück, das eigene Geld oder die Ersparnisse der Kinder in börsengehandelte Fonds zu investieren. Das mag daran liegen, dass Exchange Traded Funds ein gewisses Risiko nachgesagt wird. Ehrlicherweise ist jedoch jede Geldanlage immer auch ein Wagnis, da Verluste nie ganz ausgeschlossen werden können. Je länger Ersparnisse geparkt werden, desto geringer fällt dieses Verlustrisiko allerdings aus. Deshalb lautet die Devise beim Fondsparen: Lassen Sie sich nicht von temporären Kursschwankungen irritieren, sondern zeigen Sie langfristig Durchhaltevermögen. Das lohnt sich in den allermeisten Fällen – schließlich lag die durchschnittliche Rendite von Anlagen in Aktien in den vergangenen Jahren kontinuierlich zwischen 6 und 8 Prozent (Quelle: statista.de). Und wenn Sie diesen Wert über einen Zeitraum von 18 Jahren – also bis zur Volljährigkeit Ihres Kindes – betrachten, sieht das Endergebnis unterm Strich durchaus lohnenswert aus.

Sind ETF-Sparpläne für Kinder flexibel?

Trotz der langen Ansparphase sind Exchange Traded Funds sehr flexibel. Einmal eingerichtet, können Sie das Investment jederzeit kündigen und sich die bereits ersparten Beträge auszahlen lassen. Auch Sparpausen oder längere Ruhephasen sind möglich – so arbeitet Ihr bereits eingezahltes Geld weiter, ohne dass Sie etwas tun müssen.

Was kosten ETF-Sparpläne für Kinder?

Ein großer Vorteil von Exchange Traded Funds besteht darin, dass die entstehenden Investmentkosten vergleichsweise niedrig sind. Da die Ausführungsgebühren günstig sind, kostet das ETF-Sparen nur wenige Euro im Jahr. Laut einem Bericht des Magazins „Finanztest“ (Ausgabe 7/18) schneidet die Postbank beim Vergleich aller deutschen Filialbanken hier am besten ab: Bei einem ETF, den Sie mit 50 Euro im Monat besparen, zahlen Sie bei der Postbank nur 10,80 Euro an „Nebenkosten“.

Falls Sie eine Geldanlage für Kinder planen, sollten Sie allerdings beachten, dass Minderjährigen-Depots nur persönlich in einer unserer Filialen eröffnet werden können. Reguläre ETF-Sparpläne eröffnen volljährige Kinder und erwachsene Sparer bei der Postbank natürlich auch ganz bequem online.

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