Freistellungsauftrag für Kapitalerträge – das sollten Sie beachten

Damit der Sparerpauschbetrag (= Freibetrag) für die Besteuerung von Kapitalerträgen bereits auf Ebene der Bank berücksichtigt wird, müssen Sie ihn aktiv mithilfe eines Freistellungsauftrags in Anspruch nehmen. Nur dann wird die Bank auf zum Beispiel Zinserträge bis zur Höhe Ihres beantragten Freistellungsbetrages keine Abgeltungsteuer an das Finanzamt abführen.

Folgende Dinge sollten Sie bei einem Freistellungsauftrag für Kapitalerträge beachten:

  • Für jedes Institut ein eigener Auftrag
    Denken Sie daran, jedem Kreditinstitut, bei dem Sie ein Sparkonto oder ein Depot haben, einen eigenen Freistellungsauftrag für Kapitalerträge zu erteilen. Für alle Sparkonten und Depots, die Sie bei einer Bank, etwa der Postbank, führen benötigen Sie aber nur einen einzigen Freistellungsauftrag. Er gilt für alle bei der Bank geführten Konten. Beispiel: Haben Sie bei der Postbank eine SparCard und ein Depot, müssen Sie nur einen Freistellungsauftrag erteilen.
  • Höchstbetrag beachten
    Ihre Freistellungsaufträge dürfen zusammen den Höchstbetrag von 801 Euro (bei zusammenveranlagten Eheleuten/Lebenspartnern 1.602 Euro) nicht überschreiten. Kreditinstitute sind gesetzlich verpflichtet, einmal im Jahr dem Bundeszentralamt für Steuern alle Kapitalerträge zu melden, für die ein Freistellungsauftrag für Kapitalerträge erteilt und vom Steuerabzug Abstand genommen wurde.
  • Identifikationsnummer angeben
    Ein Freistellungsauftrag für Kapitalerträge kann nur erteilt werden, wenn Sie Ihre steuerliche Identifikationsnummer (IdNr) und bei gemeinsamen Freistellungsaufträgen auch die des Ehegatten/Lebenspartners angeben. Ein bereits vor 2011 erteilter Freistellungsauftrag ohne Angabe der IdNr ist seit dem 01.01.2016 unwirksam und darf vom Kreditinstitut nicht mehr berücksichtigt werden.
  • Freistellungsaufträge zielgenau erteilen
    Stellen Sie Ihren Freistellungsauftrag nur in der Höhe aus, in der Sie tatsächlich Kapitalerträge erwarten. So bleiben Sie flexibel, falls Sie einen weiteren Freistellungsauftrag einrichten oder einen bereits erteilten Freistellungsauftrag bei einer anderen Bank erhöhen möchten.
  • Jahressteuerbescheinigung
    Die Jahressteuerbescheinigung versendet die Postbank jährlich im März. Wenn mindestens 5 Euro Steuern einbehalten wurden, bekommen Sie Ihre Jahressteuerbescheinigung automatisch. Ist der Betrag geringer oder wurden keine Steuern einbehalten? Dann können Sie eine Jahressteuerbescheinigung kostenlos per E-Mail an direkt@postbank.de anfordern.

Nutzen Sie unseren Freistellungsauftrag mit weiteren Hinweisen. Sie können ihn bequem als PDF herunterladen.