Micro-Apartments: Kleine Wohnung, großer Lifestyle

Ob Berlin, München oder Stuttgart: In deutschen Metropolen stehen die Zeichen auf Wachstum. Immer mehr Menschen entscheiden sich für ein urbanes Leben und ziehen in die Stadt. Von guten Job-und Freizeitangeboten angelockt, finden vor allem Studierende, Berufseinsteiger und Fachkräfte ihren Weg in die City. Doch meist ist städtischer Wohnraum teuer, die Bauflächen sind rar. Damit das Wohnen in der Stadt bezahlbar bleibt, sind kreative Ideen gefragt – so wie Mikro-Apartments!

Lifestyle im Kleinformat: Was ist ein Mikro-Apartment?

Mikro-Apartments überzeugen durch eine hervorragende Flächeneffizienz und können die hohe Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum in zentraler Lage auffangen. Die bereits realisierten Bauprojekte zeigen: Eine clevere Raumaufteilung und innovative Einrichtungskonzepte machen das Mikrowohnen auf wenigen Quadratmetern überraschend komfortabel. Das Mikro Apartment (engl. Wortschöpfung) ist ein Trend, der aus den teuren und von Wohnraumknappheit geplagten Single-Hochburgen New York, San Francisco, London oder Vancouver nach Deutschland kommt.

Trend Micro Living: Downsizing als Lebenseinstellung

Um für Entspannung auf den Wohnungsmärkten zu sorgen, gehören Neubauten mit kompakten Mini-Wohnungen heute zum Standardrepertoire der Städteplaner. Ganz nebenbei treffen sie mit den durchdachten Wohnformen genau den Zeitgeist. Die Zahl der Menschen, die eine nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise anstreben, nimmt stetig zu. Gleichzeitig sehnen sich die Menschen nach einem minimalistischen Lebensstil. Sie möchten sich von unnützen Dingen und angehäuften Besitztümern trennen und bewusster konsumieren. Ein Mikro-Apartment mit 25 bis 40 Quadratmetern passt mit seinem geringen Flächen- und Energieverbrauch haargenau zu diesen Lebensentwürfen.

Mikro-Apartments zollen außerdem einem weiteren Megatrend Tribut: Third Place Living. Moderne Großstädter zeichnen sich durch hohe Mobilität und digitale Vernetzung aus. Mit Smartphone und Laptop im Gepäck kann jeder Ort mit Internetzugang zum kurzfristigen Arbeitsplatz oder clubbigen Heimkino werden. Privat- und Berufsleben werden gleichermaßen outgesourct, öffentliche Orte, sogenannte Third Places, gewinnen zunehmend an Bedeutung. Hier arbeiten wir, betreiben unsere Hobbys, gehen essen und treffen unsere Freunde. Die eigene Wohnung wird hingegen zum absoluten Rückzugsort, das private Schneckenhaus, für das wenige Quadratmeter ausreichen.

Mikrowohnen: Die Deutschen leben meist allein

Nach Informationen des Statistischen Bundesamtes lebten im Jahr 2016 rund 41 Prozent der Deutschen allein, was einer Anzahl von etwa 16,83 Millionen Einpersonenhaushalten entspricht. Damit ist der Einpersonenhaushalt hierzulande die weitest verbreitete Wohnform. In deutschen Großstädten liegt der Anteil der Einpersonenhaushalte sogar noch höher. In Hamburg und Berlin leben etwa 54 Prozent der Bevölkerung alleine, in München sind es rund 55 Prozent. Viele der Alleinlebenden sind jung. Sie kommen wegen eines Studienplatzes oder einer Arbeitsstelle in die Stadt und suchen nur selten eine langfristige Bleibe oder pendeln zwischen verschiedenen Wohnorten. Für diese Zielgruppen ist Mikrowohnen in zentraler, gut angebundener Lage optimal.

Eine weitere wichtige Zielgruppe für Mikro-Apartments sind Senioren. Für sie spielt insbesondere der Aspekt der Barrierefreiheit eine zentrale Rolle. Darüber hinaus bieten viele Immobilienunternehmen Mini-Apartments in Kombination mit Dienstleistungen an, die auf Wunsch in Anspruch genommen werden können. Von Wäscheservice über Haushaltshilfe bis zu angeschlossenem Pflegedienst: Jeder findet das passende Dienstleistungspaket für sich.

Diese Spezialtypen des Mikrowohnens gibt es:

  • möbliertes Mikro-Apartment
  • Mikro-Apartment mit haushaltsnahen Dienstleistungen
  • Mikro-Apartment mit Haushaltshilfe und Pflegedienst

Mikro-Apartments als Geldanlage mit hoher Rendite

Sie möchten in eine Immobilie investieren? Dann könnte ein Mini-Apartment das passende Objekt für Sie sein. Möblierte Mikro-Apartments sind zurzeit bei Privatanlegern aufgrund der attraktiven Renditeerwartung als Wertanlage sehr beliebt – Anbieter sprechen von Erträgen zwischen fünf und sechs Prozent. Zum einen liegt der Kaufpreis meist unter demjenigen für größere Wohnungen in derselben Lage. Zum anderen fallen möblierte oder teilmöblierte Wohnungen nicht in den örtlichen Mietspiegel, sodass sie von der Mietpreisbremse ausgeschlossen sind.

Wer nach einem geeigneten Investitionsobjekt sucht, der sollte den Standort nicht außer Acht lassen. Bei den für Mikro-Apartments typischen Mietern wie Studierenden, Pendlern und Jobnomaden ist mit einer hohen Fluktuation zu rechnen. Je attraktiver die Lage ist, desto wahrscheinlicher ist auch die lückenlose Wiedervermietung. Die Nähe zur Universität oder einer Fachhochschule kann ausschlaggebend sein. Ebenso sind zentrale Lagen oder solche in Bahnhofsnähe gefragt. Pendler reisen häufig mit dem eigenen Auto und benötigen einen Parkplatz. Für Senioren kommen Wohnungen infrage, von denen sie Supermärkte und Ärzte zügig zu Fuß erreichen können. Damit Ihr Investment Erfolg hat, sollten Sie in jedem Fall eine professionelle Beratung bei einem Immobilienexperten in Anspruch nehmen.

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