Private Rente: Das sind die Steuervorteile

Steuerfrei einsteigen und von einer geringeren Besteuerung profitieren: Bei der Frage nach der steuerlichen Behandlung der privaten Renten wird der Unterschied zu den staatlich geförderten Renten besonders deutlich. Wer sich für eine private Altersvorsorge entscheidet, profitiert von einem attraktiven Steuersatz während der Rentenbezugsphase. Wenn Sie zum Beispiel im Alter von 67 Jahren in den Ruhestand gehen, sind in etwa 83 Prozent Ihrer monatlichen Rentenauszahlungen steuerfrei. Bei einer privaten Rente haben Sie alternativ die Möglichkeit, sich über das sogenannte Kapitalwahlrecht für eine einmalige Kapitalleistung zu entscheiden. Bei dieser Option müssen Sie einen Teil der Erträge abführen. Erfahren Sie hier mehr über die Steuervorteile der privaten Rente!

1. In der Zeit der Einzahlungen wird die Riester-Rente durch Steuervorteile und Zulagen staatlich gefördert. Die Einzahlungen für die private Rente erfolgen im Gegensatz dazu von Ihrem bereits versteuerten Einkommen.

2. In der Auszahlungsphase kehrt sich das Prinzip um. Sie erhalten Ihre lebenslange monatliche private Rente abzüglich eines nur sehr geringen Steueranteils ausbezahlt. Bei einem Rentenbeginn mit 67 Jahren brauchen Sie zum Beispiel nur 17 Prozent Ihrer Zusatzrente steuerlich zu veranlagen.

3. Wenn Sie im Rentenalter einen hohen Steuersatz erwarten, sind Sie mit einer privaten Rente eventuell besser bedient als mit einer staatlich geförderten. Die Förderungshöhe ist aber noch von verschiedenen Faktoren abhängig, zum Beispiel der Anzahl Ihrer Kinder. Daher sollten Sie sich unbedingt fachlich beraten lassen. Vereinbaren Sie jetzt gleich einen Beratungstermin.

Steuer bei Kapitalwahlrecht

Anders sieht es bei der möglichen Ausübung des Kapitalwahlrechts zu Beginn der Auszahlungsphase aus. Wenn Sie sich Ihr angespartes Vermögen auf einmal auszahlen lassen, müssen Sie einen Teil der Erträge abführen.

Bei Kapitalauszahlung gilt die halbe individuelle Besteuerung der Kapitalerträge, sofern die Vertragslaufzeit mind. zwölf Jahre beträgt und die Kapitalauszahlung frühestens ab dem vollendeten 62. Lebensjahr des steuerpflichtigen
Empfängers erfolgt. Ansonsten unterliegen die gesamten Kapitalerträge bei Kapitalauszahlung der Abgeltungsteuer.

Um die Steuer zu ermitteln, werden am Ende der Laufzeit Ihre eingezahlten Beiträge vom Auszahlungsbetrag abgezogen. Der Differenzbetrag unterliegt der Steuer. 

Grenzen der Flexibilität

Wenn der Vertrag kürzer als 12 Jahre läuft und das Geld vor Vollendung des 60. bzw. 62. Lebensjahres auf einen Schlag ausbezahlt wird, müssen Sie die Erträge nach dem derzeitigen Stand der Gesetzgebung mit dem Abgeltungsteuersatz von 25 Prozent (zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer) versteuern.

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