Sorgen Sie mit einer Riester-Rente vor

Die Riester-Rente ist eine freiwillige Rentenform, die Sie bereits ab einem geringen monatlichen Beitrag abschließen können. Benannt wurde sie nach dem ehemaligen Sozialminister Walter Riester. Die Riester-Förderung ist dazu gedacht, die sogenannte Rentenlücke privat zu schließen. Und dafür gibt es staatliche Zuschüsse. 

Ohne Zertifikat keine Riester-Förderung

Der Staat erteilt den entsprechenden Angeboten der Versicherungen ein Zertifikat.
Eine bestimmte Qualität oder gar eine überdurchschnittliche Gewinnchance garantiert dieses Zertifikat Ihnen allerdings nicht. Jede Riester-Rente muss dieses Zertifikat haben, da es sonst keine staatliche Förderung gibt. Riester-Renten können – von wenigen Ausnahmen abgesehen – nur Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung abschließen.

Riester: Anreize durch wachsende Förderung

Mit der Riester-Rente erwerben Sie ein Anrecht auf eine lebenslange Rente. Der Staat bietet Ihnen dabei bestimmte Anreize (Zulagen, Steuerersparnis), die Riester-Rente abzuschließen. Von diesen Anreizen profitieren vor allem Verheiratete und Eltern. Denn Walter Riester hatte besonders die Verwirklichung sozialstaatlicher Ideale im Auge: Mit Ehepartner erhalten Sie die doppelte Grundzulage, für jedes Kind gibt´s Extra-Zulagen. Und die Beiträge können Sie in bestimmten Höchstgrenzen auch noch als Sonderausgaben steuerlich geltend machen.

Die Höhe der Riester-Förderung drückt die sogenannte Förderquote aus. Die Förderquote ermittelt dabei den Anteil der staatlichen Zuschüsse am Gesamtbeitrag zum Riester-Vertrag. 

Wie viel staatliche Zuschüsse bekommen Sie pro Beitragsjahr?

Zuschüsse Betrag
Monatlicher Gesamtbetrag
Single 53,33 €/Mon.
Hausfrau mit Kindern 83,25 €/Mon.
Familie mit Kindern 165,00 €/Mon.
Eigenanteil  
Single 40,50 €/Mon.
Hausfrau mit Kindern 30,00 €/Mon. 
Familie mit Kindern 108,50 €/Mon.
Staatliche Zulage 154 € p. a. Grundzulage
Single 154 € p. a. Grundzulage
Hausfrau mit Kindern 154 € p. a. Grundzulage
+ 185 € p. a. Kinderzulage
+ 300 € p. a. Kinderzulage
Familie mit Kindern 154 € p. a. Grundzulage
+ 154 € p. a. Grundzulage
+ 185 € p. a. Kinderzulage
+ 185 € p. a. Kinderzulage
Förderquote
Single 24 %
Hausfrau mit Kindern 64 %
Familie mit Kindern 34 %

Die Zahlen beziehen sich auf unsere Rechenbeispiele.

Voraussetzung für Riester: Sie müssen gesetzlich versichert sein

Abhängig Beschäftigte oder Angestellte im öffentlichen Dienst, die Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung zahlen, sowie Beamte, Richter oder Soldaten haben Anspruch auf die Riester-Förderung. Dies gilt auch für Selbstständige, die pflichtversichert sind, etwa in der Künstlersozialkasse. Auch Eltern in der Kindererziehungszeit und Bezieher von Arbeitslosen- und Krankengeld können eine Riester-Rente abschließen.

Bei Verheirateten genügt es, wenn ein Ehepartner gesetzlich pflichtversichert ist. Dann kann auch der andere die Zulage erhalten – aber nur, wenn er einen eigenen Vertrag abschließt und die Eheleute nicht dauernd getrennt leben.

Besonders interessant ist die Riester-Rente für Ehepaare, bei denen nur ein Partner berufstätig ist. Auch der nichtberufstätige Ehepartner kann seine Altersvorsorge mit der staatlich geförderten Riester-Rente aufbauen. Dazu muss er mindestens den Sockelbeitrag von 60 Euro pro Jahr leisten. 

Für wen ist die Riester-Rente besonders empfehlenswert?

Für folgende Personengruppen ist die Riester-Förderung besonders zu empfehlen:

  • Menschen mit geringem Einkommen: Auch wenn Sie wenig verdienen, empfiehlt sich für Sie ein Vertragsabschluss. Schon mit geringen monatlichen Beiträgen haben Sie Anspruch auf Zulagen vom Staat – für Sie und Ihre Kinder. Dabei machen die staatlichen Zulagen schon einen hohen Anteil des angelegten Beitrags aus.
  • Junge Familien: Junge Familien profitieren in besonderem Maße von der Kinderzulage, da für jedes Kind eine Zulage bezahlt wird.
  • Menschen, die sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen: Wenn Sie sich Sorgen um Ihren Arbeitsplatz machen, entscheiden Sie sich am besten auch für eine Riester-Rente. Denn die geförderten Beiträge sind Hartz-IV-sicher und werden nicht auf Ihr Vermögen angerechnet.

 

Was müssen Sie einzahlen?

Als Versicherter zahlen Sie monatlich, vierteljährlich oder jährlich einen frei wählbaren Betrag in Ihre Versicherung ein. Diese Beiträge können Sie Ihrer Lebenssituation anpassen und bei Bedarf auch aussetzen.

Um jedes Jahr die volle Zulage zu erhalten, muss die jährliche Sparleistung (Eigenbeitrag plus Zulagen) mindestens 4 Prozent Ihres sozialversicherungspflichtigen Einkommens betragen. Nur dann erhalten Sie die staatlichen Zulagen in voller Höhe. Zahlen Sie weniger, verringern sich auch die Zulagen entsprechend. Maximal werden Einzahlungen in Höhe von 2.100 Euro pro Jahr staatlich gefördert. 

Ihr jährliches Geldgeschenk vom Staat

Da die gesetzliche Rente kontinuierlich sinkt, fördert der Staat persönliche Initiative. Mit der PB Förder-Rente I klassik direkt erhöht der Staat Ihre gezahlten Beiträge mit umfangreichen Zulagen. Diese werden nach einmaliger Beantragung Ihrem Riester-Konto jährlich automatisch gutgeschrieben. Das angesammelte Guthaben ist Hartz-IV-sicher und wird im Rahmen der geförderten Höchstgrenze nicht angerechnet.

Riester = lebenslange Zusatz-Rente

Mir der Riester-Rente erhalten Sie eine lebenslange Rente, deren Höhe sich nach dem Umfang der eingezahlten Beiträge bemisst. Diese Rente kann monatlich oder als Summe mehrerer Monatsrenten (bis zu 12 Monate) ausgezahlt werden. Diese Rentenzahlungen sind in vollem Umfang zum dann aktuellen und individuellen Steuersatz zu versteuern. 

Kapitalwahlrecht

Beim Eintritt ins Rentenalter haben Sie auch ein sogenanntes Kapitalwahlrecht. Das bedeutet, dass Sie sich bei Rentenbeginn bis zu 30 Prozent des angesparten Kapitals als Einmalzahlung auszahlen lassen können. Dafür müssen Sie eine entsprechend geringere monatliche Rentenzahlung in Kauf nehmen.

Darüber hinaus können Sie das angesparte Kapital auch zur Baufinanzierung verwenden. Hier haben Sie folgende Möglichkeiten:

• Wohn-Riester-Option: Bau oder Erwerb einer selbstgenutzten Wohnimmobilie
• Erwerb von Pflichtanteilen an Genossenschaften für selbstgenutzten Wohnraum
• einmalige Tilgung zum Rentenbeginn

Wenn Sie von den staatlichen Zulagen profitieren wollen, müssen Sie beim Eintritt ins Rentenalter seit dem Jahr 2012 mindestens 62 Jahre alt sein.