SEPA – Geschäftskunden und Unternehmen profitieren

Seit dem 1. August 2014 dürfen Unternehmen ihre Zahlungen nur noch im neuen SEPA-Verfahren abwickeln. SEPA (Single Euro Payments Area) wurde vor allem eingeführt, um den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr in der EU zu erleichtern.

Je häufiger ein Unternehmen mit Zahlungen ins Ausland zu tun hat und je höher die Beträge dabei sind, desto mehr zeigen sich die Stärken von SEPA. Buchungen und Lastschriften werden mit SEPA deutlich schneller als bislang abgewickelt. Dadurch ergeben sich für Geschäftskunden zahlreiche Vorteile. Seit dem 1. Februar 2016 ist das SEPA-Verfahren auch für Privatkunden Pflicht.

Tipp

Der BIC der Postbank lautet: PBNKDEFF. Wird ein 11-stelliger BIC abgefragt? Dann hängen Sie einfach drei X hinten an: PBNKDEFFXXX 

Vorteile von SEPA für Geschäftskunden

  • Einfacher Zahlungsverkehr
    SEPA vereinfacht den bargeldlosen Zahlungsverkehr innerhalb Europas. Bei einer SEPA-Überweisung müssen Sie nicht mehr darauf achten, ob diese ins Inland oder ins europäische Ausland gerichtet ist, denn die Überweisungen sind für alle Richtungen einheitlich gestaltet.
  • Nur ein Konto für europaweite Zahlungen
    Sie benötigen europaweit nur noch ein einziges Konto, von dem Sie Überweisungen oder Lastschriften überall im SEPA-Raum einfach durchführen können.
  • Kurze Laufzeiten
    Seit Januar 2012 beträgt die Laufzeit für beleglose Überweisungen einen Geschäftstag bis zum Eingang des Überweisungsbetrags beim Zahlungsdienstleister des Empfängers – und das europaweit bzw. für den gesamten SEPA-Raum. Bei beleghaft erteilten Zahlungsaufträgen kann sich die Ausführung um einen Geschäftstag verlängern.

Was ist der BIC?

Der BIC (Business Identifier Code) dient der weltweiten eindeutigen Identifizierung von Kreditinstituten. Für den Zahlungsverkehr in Euro innerhalb der SEPA-Länder muss der BIC nicht mehr angegeben werden.

Der BIC der Postbank lautet: PBNKDEFF. Sie werden nach einem 11-stelligen BIC gefragt? Dann fügen Sie einfach den sog. Branch Code hinzu, indem Sie drei XXX am Ende ergänzen: PBNKDEFFXXX 

Was passiert, wenn ich einen Überweisungsauftrag mit Kontonummer und Bankleitzahl erteile?

Inlandsüberweisungen in Euro und grenzüberschreitende Überweisungen innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums in Euro mit Kontonummer und Bankleitzahl werden nicht mehr ausgeführt. Bitte vernichten Sie daher alte Überweisungsformulare mit Kontonummer und Bankleitzahl und nutzen Sie SEPA Überweisungsvordrucke.

Kann ich auf Überweisungsträgern mit Kontonummer und Bankleitzahl meine IBAN eintragen?

Nein, Überweisungen mit Ihrer IBAN können Sie ausschließlich mit einem SEPA-Überweisungsträger erteilen, da Ihre Überweisung sonst nicht bearbeitet werden kann. 

Wie setzt sich die IBAN zusammen?

Eine deutsche IBAN (International Bank Account Number) hat 22 Stellen und ist folgendermaßen aufgebaut:

Die Zusammensetzung der IBAN variiert je nach Land (derzeit von 15 bis 22 Zeichen). Eine IBAN kann laut Spezifikation sogar maximal 34 Zeichen enthalten. 

Wie funktioniert die SEPA-Lastschrift?

Es gibt zwei SEPA-Lastschriftverfahren: die Basislastschrift (Core) und die Firmenlastschrift (B2B).

Für den Einzug einer SEPA-Basislastschrift muss immer ein gültiges SEPA-Lastschriftmandat vorliegen. Damit erlaubt der Zahler dem Empfänger der Zahlung (Gläubiger bzw. Einreicher der Lastschrift), eine oder mehrere Zahlungen von seinem Konto per Lastschrift einzuziehen.
Der Empfänger der Zahlung muss den Zahler vor dem Einzug informieren, wann dieser erfolgt und wie hoch der Betrag ist. Diese Information ist die sog. Pre-Notification. Bei Einzügen, die sich wiederholen, ist sie nur einmal erforderlich.

War die Zahlung nicht autorisiert, kann der Zahler der Lastbuchung der SEPA-Basislastschrift innerhalb von 13 Monaten widersprechen. Eine Zahlung ist z. B. nicht autorisiert, wenn kein Mandat vorliegt oder das Mandat widerrufen wurde.

Bei der Firmenlastschrift muss der Zahlungspflichtige ein Nichtverbraucher sein. Nichtverbraucher sind z. B. Firmen, Selbstständige und Gewerbetreibende. Für eine Firmenlastschrift muss ebenfalls ein gültiges Mandat, jedoch beim Zahlungsempfänger und bei der Bank des Zahlungspflichtigen, vorliegen. Einer Firmenlastschrift kann der Zahler nicht widersprechen. Wenn die Lastschrift eingeht, prüft die Bank des Zahlers, ob die Daten mit dem Mandat übereinstimmen.

Benötigen Geschäftskunden ein SEPA-Mandat?

Grundsätzlich gilt: keine Lastschrift ohne schriftlich erteiltes SEPA-Mandat. Für einen rechtmäßigen Einzug einer SEPA-Lastschrift benötigen Sie ein schriftlich erteiltes SEPA-Mandat. Dieses umfasst sowohl die Zustimmung zum Einzug der Zahlung durch den Zahlungsempfänger als auch den Auftrag an die eigene Bank zwecks Einlösung und Kontobelastung der Zahlung.

Bei der SEPA-Firmenlastschrift muss das Mandat nicht nur dem Zahlungsempfänger vorliegen, sondern auch bei der Bank des Zahlers hinterlegt sein.
Auf der Internetseite der Deutschen Kreditwirtschaft finden Sie verschiedene Beispiel-Formulare für die jeweiligen SEPA-Mandate (wiederkehrende Lastschrift, einmalige Lastschrift, Umstellungsformular auf das SEPA-Basislastverfahren usw.).

Noch mehr Fragen und Antworten zum Thema finden Sie in unserem Serviceportal „Fragen und Antworten“.

Das Informationsportal der Deutschen Bundesbank hat hier weitere nützliche Inhalte und Tipps zu diesem Thema.

Welche Länder nehmen an SEPA teil?

Insgesamt 34 europäische Länder machen bei SEPA mit. Neben den 28 EU-Staaten nehmen auch die drei Länder des übrigen europäischen Wirtschaftsraums (EWR) sowie die Schweiz, Monaco und San Marino an SEPA teil.

Erfahren Sie hier, welche Länder zu den SEPA-Teilnehmerländern gehören.

Sie benötigen weitere Unterstützung? Gerne helfen wir Ihnen weiter:
E-Mail: sepa-business@postbank.de
Telefon: 0228 5500 4400